Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Publikumsliebling Müller soll neuer Oberfuchs werd
06.04.2006 | 07:56 Uhr von
Zweitligist will den Stürmer halten / Heute erste Verhandlungsrunde .
Er kam, kämpfte und avancierte auf Anhieb zum Publikumsliebling: Rückkehrer Lars Müller gehört zu den wenigen Profis der Lausitzer Füchse, die in den vergangenen Monaten ihre Normalform erreichten. Deshalb spielt der gebürtige Weißwasseraner eine zentrale Rolle in den Personalplanungen für die nächste Spielzeit. Müller soll der neue Oberfuchs im umformierten Team werden. Für einige Füchse-Spieler werden die beiden entscheidenden Partien um den Klassenerhalt an diesem Wochenende zur Abschiedsrunde. Sie tragen morgen in Freiburg (20 Uhr) und am Sonntag zu Hause gegen München (18 Uhr) zum letzten Mal das blau- gelbe Trikot. Denn angesichts des angekündigten Sparkurses (die RUNDSCHAU berichtete) muss der Kader umgekrempelt werden. Als eine der Führungsfiguren in der deutlich jüngeren und vor allem kostengünstigeren Mannschaft soll Lars Müller fungieren. Heute trifft sich Füchse- Geschäftsführer René Reinert mit dem 28-jährigen Stürmer zur ersten Verhandlungsrunde, um die Möglichkeiten einer Vertragsverlängerung auszuloten. Klar ist: Reinert will den Mann mit der Rückennummer 91 unbedingt halten. «Lars ist ein absolutes Vorbild, auf und auch neben der Eisfläche. Er ist einer, der vorangeht. Mit seiner kämpferischen Einstellung hat er uns überzeugt» , betont Reinert und ergänzt: «Ich hoffe, wir können uns einigen.»
Mit 41 Punkten war Müller in der Hauptrunde der beste Scorer der Füchse. Auch in der Abstiegsrunde erweist sich der Stürmer mit einem Treffer und insgesamt sieben Vorlagen als enorm wertvoll. Deshalb haben neben den Füchsen andere Vereine ebenfalls ihr Interesse bekundet. Darunter befinden sich auch die Eislöwen Dresden. Wo er in der kommenden Saison spielen wird, sei jedoch absolut offen. «Ich habe noch keine Entscheidung getroffen» , versichert der Stürmer, der im Sommer aus Schweinfurt in seine Heimat nach Weißwasser zurückgekehrt ist. Wegen des verletzungsbedingten Ausfalls von Kapitän Mattias Wikström trug Müller schon in der laufdenden Saison oft das «C» des Kapitäns auf der Brust. Da Wikström zum Ligakonkurrenten EHC Wolfsburg wechselt, wäre er dessen logischer Nachfolger.
Aber wie groß sind die Chancen, dass Müller im Fuchsbau bleibt? «Ich bin im Sommer eigentlich nach Weißwasser zurückgekommen, weil ich in den Play-offs spielen wollte» , gibt der Stürmer zu bedenken. Dieses Ziel wurde meilenweit verfehlt. An diesem Wochenende geht es darum, zumindest den Klassenerhalt zu sichern.
Über mögliche Konsequenzen ist sich Müller noch nicht im Klaren. «Der Abstiegskampf ist eine große Belastung. Teilweise geht dir regelrecht die Lust am Eishockey verloren» , beschreibt er seine Gefühlswelt. Ein möglicher Abstieg ist für ihn «eine Horror-Vorstellung. So etwas verfolgt dich ein Leben lang» . Deshalb will Müller sich vor allem das sportliche Konzept der Füchse für die nächste Saison anhören. Mit Ehefrau Daniela sowie den Kindern Maximilian und Hannah wohnt er vor den Toren von Weißwasser. Dieses familiäre Umfeld könnte ein Pluspunkt zugunsten der Füchse sein. Aber auch finanzielle Aspekte werden heute im Gespräch mit Geschäftsführer Reinert zur Sprache kommen. «Als zweifacher Vater muss ich mich um die Absicherung meiner Familie kümmern» , meint der Profi, der in dieser Saison jeden Cent wert war.


Fünf von 91 Gründen:
Die Fans haben im Internet eine Aktion gestartet, um Lars Müller zum Bleiben zu überreden. In Anlehnung an seine Nummer 91 werden 91 Gründe gesucht, warum der Stürmer seinen Vertrag verlängern soll. Auszüge:
Lars muss bleiben, weil es als Kapitän eines Underdogs viel interessanter ist, die Liga aufzumischen, als in irgendeiner Mannschaft eine 'normale' Saison zu spielen.
Lars muss bleiben, weil er doch sicherlich dort spielen will, wo es die besten Fans der Welt gibt.
Lars muss bleiben, weil er nicht nur gut Eishockey spielt, sondern auch Eishockey lebt.
Lars muss bleiben, weil einer das Schiff lenken muss.
Sport ist Charaktersache. Lars Müller hat Charakter für Zwei.

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 6.4.06
882 mal gelesen
 
1 | elarenal | 06.04.2006 @ 09:38
Welches sortliche Konzept will man ihm vorstellen? Mini-Etat !Keine ligatauglichen Kader! Lächerliche Vereinsführung ! Alles das sind ja Gründe für L.M in WSW zu bleiben.
2 | drummer | 06.04.2006 @ 09:44
Ich denke, wenn er "Oberfuchs" werden soll (und die Vergütung entsprechend ausfällt), wird er bleiben. Das ist schon eine Herausforderung für jeden Spieler. Ob man ihm das in DD anbietet, glaube ich nicht.
3 | Fuchs | 06.04.2006 @ 10:26
was würde die LR nur ohne das Forum machen :-)
4 | Stadtfuchs | 06.04.2006 @ 11:27
Da er Schweinfurth vorletztes Jahr treu geblieben ist, wird er es in WSW allemal machen. Auch ohne Perspektive auf PO hat er Herausforderungen. Wenn ich das Kaufbeurer Beispiel mal aufgreifen darf, muß ein kleiner Etat nicht erfolgloses Eishockey bedeuten.
5 | Axel Schweiss | 06.04.2006 @ 20:52
nächste saison wird die chance nicht grösser payoffs zu spielen.schliese mich deshalb elarenal an.Tschau Axel.
6 | loki | 06.04.2006 @ 20:53
sollte nicht golle der oberfuchs werden
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