Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse müssen morgen ins Zitter-Endspiel
07.04.2006 | 23:38 Uhr von
Auf die Lausitzer Füchse wartete ein echtes Endspiel. Mit einem Punktgewinn konnte der Klassenerhalt vorzeitig gefeiert werden, falls es im anderen Abstiegskrimi Essen gegen Bad Tölz einen Sieger in der regulären Spielzeit gab. Und aus Freiburger Sicht war es die allerletzte Chance, den Klassenerhalt noch zu schaffen. Ein Sieg gegen die Füchse und am Sonntag in Bad Tölz – und man käme auf 13 Punkte, die allerdings nur dann reichen würden, wenn auch andere Spiele nach Wünschen der Freiburger enden. Jeder Punktverlust für die Wölfe bedeutete deren Abstieg.

Da jubelten die Füchse noch: Mats Lindmark hat gerade zum 1:1-Ausgleich getroffen. Foto: Patrick Seeger (Freiburg)
Dass beide Mannschaften relativ nervös begannen, war angesichts dieser Konstellation verständlich. Dia Gastgeber mussten nach nur elf Sekunden die erste Strafzeit hinnehmen, überstand diese aber genauso wie eine weitere, die in der fünften Minute folgte.

Wölfe gehen in Führung

Da hatten die Freiburger dann sogar die erste Führungschance durch Stefan Schröder (auf Vorlage seines Zwillingsbruders Markus), aber Nolan McDonald im Tor war auf dem Posten. Mitte des Drittels hatten die Füchse ihre ersten Möglichkeiten: Martin Sekera schoss aber über das Tor und gegen Pavel Vait reagierte der Freiburger Goalie Christian Bronsard großartig.

Danach durften die Wölfe zweimal Überzahlspiel trainieren, brachten lange nichts zustande, bevor sie doch zu schlugen. Neun Sekunden vor Ablauf der zweiten Strafe holten sie sich nach einem Wikström-Fehler eine eigentlich schon verlorene Scheibe zurück und dann ging es ganz schnell: Neville Rauter war völlig frei vor McDonald und verwandelte. Nächster Höhepunkt war erst eine Riesenchance für Michael Kreitl, der allein vor Bronsard auftauchte, aber scheiterte.

Die Füchse kamen, wohl von einer kleinen Standpauke von Trainer Frederick Carroll wachgerüttelt, engagierter aus der Kabine. Wikström (mit Bauerntrick) und Sekera hatten die ersten Chancen, bevor Mats Lindmark mit einem trockenen Schuss von der blauen Linie, durch Freund und Feind hindurch, zum Ausgleich traf. Die Füchse drückten danach auf die Führung, gerieten erst wieder in Schwierigkeiten, als Mattias Wikström auf die Strafbank musste. In diesen zwei Minuten hatten die Wölfe drei, vier hochkarätige Chancen, aber McDonald und die Freiburger Abschlussschwäche sorgten dafür, dass es Unentschieden blieb.

Endlich konnten sich die Füchse danach wieder befreien, kamen zu einem Pfostenschuss und im nächsten Überzahlspiel durch Jörg Pohling zum Führungstreffer. Freiburg kam bis zur Drittelpause zu einigen Chancen, die Füchse aber überstanden alles – bis neun Sekunden vor Drittelende, als Rudolf Wolf am langen Pfosten nach Querpass von Danner traf.

Damit war klar, dass auf die Füchse noch einmal 20 ganz heiße Minuten warten würden. Die ersten sieben acht Minuten lief aus Füchse-Sicht noch alles gut. Sekera traf nur den Außenpfosten, Freiburg gelang nichts. Das änderte sich ab der 48. Minute: Ab da gab es einen einzigen Sturmlauf der Wölfe, in dem ein starker Nolan Mc Donald den Punkt fest hielt. Die Drangphase der Wölfe endete mit einer Strafe gegen den Freiburger Danner. Pohling hatte die Riesen-Klassenerhalts-Chance, Bronsard hielt aber. Und dann kam es, wie es kommen musste: Erik Anderson machte 66 Sekunden vor Ende das 3:2 für die Wölfe. Den einen Punkt müssen die Füchse jetzt eben zu Hause gegen den Angstgegner München (bisher fünf Niederlagen in fünf Spielen) holen, oder auf optimale Ergebnisse in den anderen Partien hoffen.

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 08.04.2006
682 mal gelesen
 
1 | Arni | 08.04.2006 @ 00:02
Da seh ich ganz schwarz, grad jetzt wo es um alles geht!.
2 | fds | 08.04.2006 @ 07:03
"Angstgegner München" hah. Diese Saison gabs viele Angstgegner. Jetzt können wir nur noch auf Kaufbeuren oder ne Punkteteilung in Tölz hoffen. An unsere Spieler (ausser ein paar Ausnahmen) kann man ja nicht mehr glauben.
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