Füchse erreichen das Klassenziel erst beim Nachsitzen
Riesenjubel gestern im Fuchsbau. Zweite Liga – die Füchse sind dabei: Im letzten Spiel der Saison 2005/2006 machten die Lausitzer mit einem 3:0-Sieg gegen den EHC München den Verbleib in der Eishockey-Bundesliga perfekt. Nach der knappen Niederlage am Freitag in Freiburg musste beim Nachsitzen im allerletzten Duell eine Entscheidung fallen.
Lausitzer Polonäse: Die Spieler wussten nach dem 3:0-Sieg, wem sie besonders zu danken haben – ihrem treuen Füchse-Publikum. Foto: Joachim Rehle
Viele der 2 750 fröhlich feiernden Fans in der ausverkauften Halle hätten ihre Cracks beinahe nicht wieder erkannt. Nach einer, wie es Geschäftsführer Rene Reinert bezeichnete „total verkorksten Serie“, wollten die Schützlinge von Trainer Frederick Carroll vor ihrem Anhang einige blamable Auftritte vergessen machen. Gegen die Münchener, die schon vorher das rettende Ufer erreicht hatten, entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor, in dem Morgan Warren mit seinem Führungstreffer in der 37. Minute seine Mannen auf die Siegerstraße brachte.
Mit der Schluss-Sirene stürmten die Gelb-Blauen an die Bande zu Trainer Fred Carroll. Der Kanadier, der im Oktober das Amt vom erfolglosen Horymir Sekera übernommen hatte, wehrte das Lob „der Retter der Füchse“ zu sein, allerdings ab: „Ich habe immer gesagt, dass die Mannschaft ihre Stärken hat. Außer beim Sieg in Bietigheim oder dem knappen Spiel in Dresden zeigte sie die leider zu wenig. Aber in den Abstiegsspielen haben mich die Jungs speziell mit ihren Vorstellungen auf eigenem Eis überzeugt.“
Carroll hatte seinen Verbleib in der Lausitz zunächst vom Klassenverbleib abhängig gemacht. Allerdings muss der Füchse-Vorstand in der Planung für die nächste Spielzeit mit einem Rotstift gehen. „Unser Etat ist minimal, wurde durch einen Beschluss des Stadtrates noch einmal drastisch reduziert. Da müssen wir auch bei den Kosten für das Personal an jeder Ecke sparen“, erklärte Reinert, der Chef eines Logistik-Unternehmens. Nachdem das Ziel, die Play-offs zu erreichen, schon sehr früh in weite Ferne gerückt war, schwanden auch die Einnahmen aus Eintrittsgeldern spürbar. Ein Defizit im sechsstelligen Bereich, das den Unterhalt des Profiteams und den Betrieb der Spielstätte fast unmöglich macht, belastet die Arbeit des Vorstandes.
Daher entschlossen sich Vertreter der im Sponsorenpool versammelten Unternehmen zu einem ungewöhnlichen Schritt. In einem offenen Brief forderten sie gestern Weißwassers Oberbürgermeister Hartwig Rauh zum Rücktritt auf. Er hatte die angeblich unrechtmäßige Zahlung von Fördergeldern an den Profiverein mit seinem Veto im Stadtrat blockiert. Dagegen wehrt sich nun der Vorstand um Boss Reinert, auch gegen Äußerungen Rauhs, der Reinert in der vergangenen Woch „unseriöses Geschäftsgebaren“ vorgeworfen haben soll.
Wie wichtig den Menschen in der Region der professionelle Eissport ist, bewiesen die Szenen, die sich gestern nach der Partie auf dem Eis abspielten. Erst ließen die Spieler ihren fantastisch haltenden Goalie Nolan McDonald hochleben. Anschließend genossen sie das Bad in der Menge. Die Fans, die schon beim Siegtreffer von Lars Müller Freudengesänge anstimmten, tanzten auf der Eisfläche und lagen sich mit ihren Idolen in den Armen.
Riesenjubel gestern im Fuchsbau. Zweite Liga – die Füchse sind dabei: Im letzten Spiel der Saison 2005/2006 machten die Lausitzer mit einem 3:0-Sieg gegen den EHC München den Verbleib in der Eishockey-Bundesliga perfekt. Nach der knappen Niederlage am Freitag in Freiburg musste beim Nachsitzen im allerletzten Duell eine Entscheidung fallen.
Mit der Schluss-Sirene stürmten die Gelb-Blauen an die Bande zu Trainer Fred Carroll. Der Kanadier, der im Oktober das Amt vom erfolglosen Horymir Sekera übernommen hatte, wehrte das Lob „der Retter der Füchse“ zu sein, allerdings ab: „Ich habe immer gesagt, dass die Mannschaft ihre Stärken hat. Außer beim Sieg in Bietigheim oder dem knappen Spiel in Dresden zeigte sie die leider zu wenig. Aber in den Abstiegsspielen haben mich die Jungs speziell mit ihren Vorstellungen auf eigenem Eis überzeugt.“
Carroll hatte seinen Verbleib in der Lausitz zunächst vom Klassenverbleib abhängig gemacht. Allerdings muss der Füchse-Vorstand in der Planung für die nächste Spielzeit mit einem Rotstift gehen. „Unser Etat ist minimal, wurde durch einen Beschluss des Stadtrates noch einmal drastisch reduziert. Da müssen wir auch bei den Kosten für das Personal an jeder Ecke sparen“, erklärte Reinert, der Chef eines Logistik-Unternehmens. Nachdem das Ziel, die Play-offs zu erreichen, schon sehr früh in weite Ferne gerückt war, schwanden auch die Einnahmen aus Eintrittsgeldern spürbar. Ein Defizit im sechsstelligen Bereich, das den Unterhalt des Profiteams und den Betrieb der Spielstätte fast unmöglich macht, belastet die Arbeit des Vorstandes.
Daher entschlossen sich Vertreter der im Sponsorenpool versammelten Unternehmen zu einem ungewöhnlichen Schritt. In einem offenen Brief forderten sie gestern Weißwassers Oberbürgermeister Hartwig Rauh zum Rücktritt auf. Er hatte die angeblich unrechtmäßige Zahlung von Fördergeldern an den Profiverein mit seinem Veto im Stadtrat blockiert. Dagegen wehrt sich nun der Vorstand um Boss Reinert, auch gegen Äußerungen Rauhs, der Reinert in der vergangenen Woch „unseriöses Geschäftsgebaren“ vorgeworfen haben soll.
Wie wichtig den Menschen in der Region der professionelle Eissport ist, bewiesen die Szenen, die sich gestern nach der Partie auf dem Eis abspielten. Erst ließen die Spieler ihren fantastisch haltenden Goalie Nolan McDonald hochleben. Anschließend genossen sie das Bad in der Menge. Die Fans, die schon beim Siegtreffer von Lars Müller Freudengesänge anstimmten, tanzten auf der Eisfläche und lagen sich mit ihren Idolen in den Armen.
Quelle: Sächsische Zeitung vom 10.04.2006