Auszug. Geschäftsstellen von Füchse und Verein ziehen aufgrund zu hoher Kosten vom Komplex weg.
Die Vorbereitungen auf den Umzug der Geschäftsstelle der EHC Lausitzer Füchse und des Stammvereines Eissport Weißwasser (ESW) laufen auf Hochtouren. Wie die Sächsische Zeitung erfuhr, befinden sich die neuen Räume im Gewerbeobjekt des Professor-Wagenfeld-Ringes 74. Sie sollen in einem Monat fix und fertig eingerichtet sein.
Die Aufgabe der angestammten Räumlichkeiten für die Geschäftsführungen resultiert aus dem anhaltenden Kostendruck auf ESW und EHC. Nach dem Klassenerhalt im letzten Saisonspiel muss nun intensiv kalkuliert werden, um Gelder einzusparen. „Es ist richtig, dass die Kosten – besonders der Räumlichkeiten, die durch den ESW genutzt wurden – im ehrwürdigen Freiluftkomplex im Winter mit 4 000 bis 5 000 Euro monatlich gewaltig ins Kontor schlugen“, sagte gegenüber SZ Andreas Friebel, Pressesprecher des EHC. Neben der Geschäftsstelle beherbergt das nostalgische DDR-Gebäude noch Umkleideräume sowie die Ausrüstungstauschbörse.
Alte Räume verwaisen nicht
Seit sechs Wochen laufen unter Ausschluss der Öffentlichkeit Planungen für den Aus- und Umzug. Der soll möglichst reibungslos vonstatten gehen. Die nötigen Umbauarbeiten beginnen kommende Woche in den neuen Räumlichkeiten. Die alten sollen laut Planung vor allem Aufenthaltsräumen für Trainer werden. „Wir haben mit den Sponsoren gesprochen, die uns einmal mehr für die Investition unter die Arme greifen“, sagte dazu ESW-Präsident Dirk Rohrbach.
Jedoch wusste zumindest die Stadtverwaltung Weißwasser am Freitag noch nichts von Umzugsplänen. „Das ist mir völlig neu“, sagte Oberbürgermeister Hartwig Rauh. Jedoch könne Rauh – von Haus aus Architekt – gut nachvollziehen, dass die Betriebskosten der alten Räume sehr hoch seien. „Als Stadt hatten wir dazu ebenfalls eine entsprechende Kalkulation vorgelegt“, so Rauh. Somit wundere ihn die Entscheidung der Geschäftsführung nicht – schließlich „wurde die Saison mit 110 000 Euro Minus abgeschlossen“. Sparpotenziale zu nutzen sei da nur zu verständlich.
Zwar bedeutet der Umzug kurzfristig Mehrkosten. „Aber langfristig gesehen werden wir durch diese Maßnahme natürlich finanziell unseren Etat entlasten und deutlich Kosten einsparen“, sagte Rohrbach. Zudem bringe das örtliche Zusammenrücken von EHC und ESW auch Vorteile, wie zum Beispiel bei den kurzen Absprachewegen.
Geldsorgen diktierten Umzug
Trotz solcher Vorteile ist der Auszug aus dem traditionellem Eissportkomplex keine Wunschlösung. „Sicher ist damit kein Idealzustand hergestellt“, sagte Rohrbach. Insbesondere müsse nun in Sachen Kartenservice eine Alternative gefunden werden. Aber auch behindertengerechte Zugangsmöglichkeiten zur Geschäftsführung müsse es geben. Jedoch hätten ESW und EHC keine andere Möglichkeit gehabt. „Diese Ersparnis in Zeiten knapper Kassen rechnet sich auf Dauer“, betonte Rohrbach. Das sei ja schließlich auch im Interesse des Eissports in Weißwasser.
In so einem Fall wünschte man sich, dass der Zeitungsfritze (Journalist ist was anderes) nicht alles vorgeplabberte niederschreibt - wofür entstehen denn bittschön dort 5000 Euro monatliche Kosten? Dafür kann ich mir mehrere Häuser mieten ... Wohin fließen/flossen die 5000 Euro monatlich? An die Stadt als Vermieter? Wenn die noch nichts weiß, dann ist wohl der Mietvertrag dafür noch nicht gekündigt?!? Wo ist dann die Einsparung? Warum sind die Räume als Trainerräume dann plötzlich ...
2 | Schneeschieber | 20.05.2006 @ 00:05
... finanzierbar? Diktiert der EHC/ESW der Stadt bei einer anderen Nutzung die Mietpreis? Passt perfekt ins eh schon katastrophale Bild =:o
3 | Silvio67 | 20.05.2006 @ 00:38
Da geht es um die Nebenkosten. Bei einer Mitgliederversammlung vor 2 oder 3 Jahren wurde schon einmal darüber gesprochen das man aus dem alten Stadion ausziehen sollte weil die Nebenkosten so hoch sind. Damals kam der Druck von der Stadt. Der Verein sagte damals es geht nicht, da Umkleidekabinen usw. gebraucht wurden. Es sollte der neue Sozialtrakt erweitert werden. Damals ist dann die Geschäftsstelle der GmbH angebaut worden. Ich nehme an, das diese Räume dann von den Trainern genutzt werden.
4 | Silvio67 | 20.05.2006 @ 00:41
Die Räume im alten Stadion werden sicher leer bleiben. Über kurz oder lang wird man den neuen Sozialtrakt noch etwas erweitern, und den alten Trakt komplett leer ziehen.
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Die Vorbereitungen auf den Umzug der Geschäftsstelle der EHC Lausitzer Füchse und des Stammvereines Eissport Weißwasser (ESW) laufen auf Hochtouren. Wie die Sächsische Zeitung erfuhr, befinden sich die neuen Räume im Gewerbeobjekt des Professor-Wagenfeld-Ringes 74. Sie sollen in einem Monat fix und fertig eingerichtet sein.
Die Aufgabe der angestammten Räumlichkeiten für die Geschäftsführungen resultiert aus dem anhaltenden Kostendruck auf ESW und EHC. Nach dem Klassenerhalt im letzten Saisonspiel muss nun intensiv kalkuliert werden, um Gelder einzusparen. „Es ist richtig, dass die Kosten – besonders der Räumlichkeiten, die durch den ESW genutzt wurden – im ehrwürdigen Freiluftkomplex im Winter mit 4 000 bis 5 000 Euro monatlich gewaltig ins Kontor schlugen“, sagte gegenüber SZ Andreas Friebel, Pressesprecher des EHC. Neben der Geschäftsstelle beherbergt das nostalgische DDR-Gebäude noch Umkleideräume sowie die Ausrüstungstauschbörse.
Alte Räume verwaisen nicht
Seit sechs Wochen laufen unter Ausschluss der Öffentlichkeit Planungen für den Aus- und Umzug. Der soll möglichst reibungslos vonstatten gehen. Die nötigen Umbauarbeiten beginnen kommende Woche in den neuen Räumlichkeiten. Die alten sollen laut Planung vor allem Aufenthaltsräumen für Trainer werden. „Wir haben mit den Sponsoren gesprochen, die uns einmal mehr für die Investition unter die Arme greifen“, sagte dazu ESW-Präsident Dirk Rohrbach.
Jedoch wusste zumindest die Stadtverwaltung Weißwasser am Freitag noch nichts von Umzugsplänen. „Das ist mir völlig neu“, sagte Oberbürgermeister Hartwig Rauh. Jedoch könne Rauh – von Haus aus Architekt – gut nachvollziehen, dass die Betriebskosten der alten Räume sehr hoch seien. „Als Stadt hatten wir dazu ebenfalls eine entsprechende Kalkulation vorgelegt“, so Rauh. Somit wundere ihn die Entscheidung der Geschäftsführung nicht – schließlich „wurde die Saison mit 110 000 Euro Minus abgeschlossen“. Sparpotenziale zu nutzen sei da nur zu verständlich.
Zwar bedeutet der Umzug kurzfristig Mehrkosten. „Aber langfristig gesehen werden wir durch diese Maßnahme natürlich finanziell unseren Etat entlasten und deutlich Kosten einsparen“, sagte Rohrbach. Zudem bringe das örtliche Zusammenrücken von EHC und ESW auch Vorteile, wie zum Beispiel bei den kurzen Absprachewegen.
Geldsorgen diktierten Umzug
Trotz solcher Vorteile ist der Auszug aus dem traditionellem Eissportkomplex keine Wunschlösung. „Sicher ist damit kein Idealzustand hergestellt“, sagte Rohrbach. Insbesondere müsse nun in Sachen Kartenservice eine Alternative gefunden werden. Aber auch behindertengerechte Zugangsmöglichkeiten zur Geschäftsführung müsse es geben. Jedoch hätten ESW und EHC keine andere Möglichkeit gehabt. „Diese Ersparnis in Zeiten knapper Kassen rechnet sich auf Dauer“, betonte Rohrbach. Das sei ja schließlich auch im Interesse des Eissports in Weißwasser.
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 20.05.2006