Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Grizzlys auf dem Eis
31.05.2006 | 23:18 Uhr von
Forum. Der Fanrat der Füchse hat gerufen und viele sind gekommen. Weißwassers OB musste sich einiges in Sachen Eishockey anhören.
„Ich glaube Ihnen nicht mehr“, sagte ein erregter Weißwasseraner Fan in Richtung Oberbürgermeister Hartwig Rauh. „Sie bezeichnen sich als Eishockeyfan und sagen an anderer Stelle, dass Ihnen der Tierpark viel wichtiger ist.“

In der teilweise sehr hitzig geführten zweistündigen Debatte über die Zukunft des Eishockeysports in Weißwasser stand der Oberbürgermeister der Stadt im Kreuzfeuer der Kritik. Hauptpunkt dabei: Die stiefmütterliche Behandlung des Weißwasseraner Markenzeichens Eishockey.

Die Debatte verlief oft sehr hitzig. Foto: G. Schulze
Pate eines Waschbären

Hartwig Rauh wies diese Auffassung von sich und verwies auf die finanziellen Zwänge der Stadt. Seit seinem Amtsantritt versuche er die knappen Möglichkeiten mit Augenmaß zu verteilen. Dazu gehöre natürlich der Tierpark, aber auch die Schwimmhalle und die Bibliothek.

„Ich habe die aufwändige Sanierung der Schimmhalle und die Anschaffung der Grizzlybären nicht beschlossen“, sagte der Oberbürgermeister. „Jetzt ist die Schwimmhalle aber da und die Kredite müssen abgezahlt werden.“

Es stimme nicht, so der OB weiter, dass er die Patenschaft über die Bären übernommen hat. Er war ein Jahr Pate eines Waschbärs, aber auch die Grizzlys brauchen Futter.

Der Geschäftsführer der Profiabteilung des Eissports, Rene Reinert, sieht in der Haltung des Oberbürgermeisters den Grundsatz der Gleichbehandlung verletzt. „Warum bekommen der Tierpark, die Schwimmhalle und die Bibliothek Zuschüsse der Stadt im sechsstelligen Bereich und der Eissport null Cent?“ Eine Antwort blieb der OB schuldig und verwies auf Beschlüsse des Stadtrates, die er umzusetzen habe.

Der Chef des vor einigen Monaten gegründeten Beirates, Dieter Krein, forderte zur Gemeinsamkeit auf. „Zunächst müssen Verein und Profis wieder zu einer Einheit werden. Da ist in den vergangenen Wochen schon viel geschehen.“ Aber es wäre auch wünschenswert, so Krein weiter, wenn der Eissport spüren würde, dass die Stadt hinter dem Verein steht. Dabei geht es nicht nur um Geld. Es geht auch um Engagement, bei der Erschließung von Geldquellen.

In Niesky ist man schon weiter

Der Beirat hat eine Bedarfsanalyse auf den Weg gebracht, wie hoch der Ausnutzungsgrad der Eishalle ist. Diese Analyse ist Grundlage für den mittelfristigen Bau einer neuen Halle.

Eine neue Halle plant auch Niesky. Hier hat Bürgermeister Wolfgang Rückert bereits ein stadteigenes Grundstück zur Verfügung gestellt. Eishockey-Vereinspräsident Bernd Funke würde neidlos den Hallenbau in Weißwasser favorisieren. Doch wenn absehbar ist, dass sich in der größten Stadt des Kreises nichts tut, dann wolle man die Sache in Niesky in Angriff nehmen. (Wolfgang Nagorske)

Nicht um Geld allein
Von Wolfgang Nagorske

Eine Stadt hat viele Möglichkeiten zu zeigen, wie ernst sie es meint mit Unterstützung, zum Beispiel von Eishockey. Oberbürgermeister Rauh hat Recht, wenn er sagt, die Stadt könne nicht die Bundesliga finanzieren. Das weiß auch der Eissportverein.

Sicher, in der Vergangenheit floss das Geld großzügig aus den Stadtkassen und führte zu einem Gewöhnungseffekt. Ehrlicher Umgang wäre es gewesen zu sagen, wir können das nicht mehr und fahren die Förderung stufenweise in fünf Jahren herunter. Das wäre für den Verein berechenbar gewesen und hätte den Druck auf eigene Akquise erhöht.

Doch hier wurde einem Kranken abrupt der Stecker aus der Beatmungsmaschine gezogen. Das schafft kein Vertrauen. Warum tut sich die Stadt mit ihrem Werbeträger Nr. 1 so schwer? Es geht nicht nur ums Geld. Es geht viel mehr um das Öffnen von Türen.

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 01.06.2006
885 mal gelesen
 
1 | FüchseFan05 | 01.06.2006 @ 13:16
Doch hier wurde einem Kranken abrupt der Stecker aus der Beatmungsmaschine gezogen. Das schafft kein Vertrauen. Warum tut sich die Stadt mit ihrem Werbeträger Nr. 1 so schwer? Es geht nicht nur ums Geld. Es geht viel mehr um das Öffnen von Türen. der teil gefällt mir am besten!!!!!
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