Dirk Rohrbach von den Lausitzer Füchsen beendet seine Karriere
Dirk Rohrbach hat den letzten Zweikampf seiner langen Karriere verloren. Unterlegen ist er diesmal allerdings nicht einem Gegenspieler, sondern dem eigenen Körper. Nach 15 anstrengenden Jahren im Profi-Eishockey fordern die geschundenen Bänder und Knochen nun ihren Tribut.
„Es gib keine Alternative, ich muss meine Karriere beenden“, bringt der 33-Jährige seine gesundheitliche Situation auf den Punkt. Dieser notwendige Entschluss ist bei dem Stürmer nicht von heute auf morgen gereift. In der entscheidenden Phase der vergangenen Saison konnte er der Mannschaft wegen eines Bänderrisses in der Schulter nicht helfen.
In diesen Wochen der Zwangspause hatte Rohrbach genügend Zeit, um über seine persönliche Zukunft nachzudenken. Zudem ließ er ein medizinisches Gutachten erstellen. Es kommt zu dem unmissverständlichen Schluss, dass er eigentlich schon vor zwei Jahren seine Karriere hätte beenden müssen. Damals wagte er nach dem Kreuzbandriss im Knie noch einmal ein Comeback. „Ich hatte zwar noch eine schöne Zeit auf dem Eis. Wir sind als Aufsteiger immerhin in die Play-offs der 2. Liga eingezogen. Heute weiß ich aber, dass ich meine Gesundheit aufs Spiel gesetzt haben“, betont der Weißwasseraner.
Denn spielen und trainieren konnte er nur mit Hilfe von Spritzen und schmerzstillenden Medikamenten. Der Abschied ist deshalb auf der einen Seite eine Niederlage. Auf der anderen Seite ist es aber auch ein Sieg der Vernunft. „Ich habe schließlich noch einiges vor im Leben. Dazu brauche ich wenigstens einen halbwegs gesunden Körper“, findet Rohrbach, der sich aufgrund der anhaltenden Kniebeschwerden derzeit nur mit Fahrradfahren einigermaßen fithalten kann.
Sechs schweren Operationen hat er während seiner Karriere über sich ergehen lassen müssen. Neben vielen Schmerzen werden ihm aber vor allem die Erfolge in Erinnerungen bleiben. Neben den Füchsen stürmte Rohrbach für die Hannover Indians, die Herner EG und den ETC Crimmitschau. „Stolz machen mich die zwei Jahre in der höchsten deutschen Liga. Auch in Crimmitschau hatte ich schöne Jahre. Mit der Rückkehr in die Lausitz hat sich für mich der Kreis geschlossen. Ich glaube, ich konnte dem Weißwasseraner Eishockey einiges von dem zurückgeben, was es mir gegeben hat“, bilanziert Rohrbach und verweist außerdem auf seine Tätigkeit als amtierender Präsident des ES Weißwasser.
Dem Eishockey wird er weiter treu bleiben, vorerst jedoch nur in beratender Funktion. Schon jetzt hat er für die Füchse viele Vertragsgespräche geführt und in Abstimmung mit Cheftrainer Fred Carroll nach neuen Spielern gesucht.
Im Vordergrund steht für Rohrbach jedoch die Ausbildung, wahrscheinlich zum Sport- und Eventkaufmann. Vermisst er bereits die aktive Zeit als Profi? „Im Moment nicht“, sagt Rohrbach. „Aber es wird sicher noch einmal sehr schmerzlich, wenn die Jungs zur Vorbereitung auf das Eis gehen.“ (Wolfgang von der Burg)
gute entscheidung rohre ich hoffe du machst noch ein abschiedspiel.
2 | Stadtfuchs | 13.06.2006 @ 18:28
Ich glaube, niemand hat ernsthaft damit gerechnet, ihn noch einmal als Profi spielen zu sehen. Umsomehr kann er auf eine tolle Karriere rückblicken und er wird immer als absoluter Kämpfer im Herzen bleiben. Ich hoffe auch weiterhin auf eine Tätigkeit hinter den Kulissen im Eishockey von WSW.
3 | Miese21 | 13.06.2006 @ 19:14
Danke Dirk! Du hast uns viel Freude gebracht!
4 | G-Fly | 13.06.2006 @ 19:45
@2 bin ganz deiner meinung
5 | Scottie | 13.06.2006 @ 20:14
Ja is Schade das er aufhören muss! Aber alles hat ein Ende!!! Ich hoffe auch das er weiterhin Hinter den Kulissen tätig ist!
6 | wolfgang der 2 | 14.06.2006 @ 00:00
Danke für die zeit. Werden dich als spieler und als persönlichkeit auf dem Eis sehr vermissen. Wir wünschen dir für deinen weitern weg alles gute. Mfg " die Wilde Horde"
7 | angel185 | 14.06.2006 @ 13:10
auch ich möchte dir dankesagen für die schöne zeit und wünsche dir für deinen weiteren weg alles gute. ich hoffe du fährst noch eine abschiedsrunde für uns. ;-)
8 | AnnaSe | 14.06.2006 @ 19:16
war zwar eigentlich klar, aberjetzt wo es offiziell ist, ist es doch schon komisch.. schade! wünsch ihm viel erfolg für seine weiteren vorhaben und hoffe auch, dass er noch fleißig mit "hinter den kulissen" mitarbeitet..
9 | Hoywoyfux | 18.06.2006 @ 14:21
Ciao Rohre - und wir sehen uns :-)
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Dirk Rohrbach hat den letzten Zweikampf seiner langen Karriere verloren. Unterlegen ist er diesmal allerdings nicht einem Gegenspieler, sondern dem eigenen Körper. Nach 15 anstrengenden Jahren im Profi-Eishockey fordern die geschundenen Bänder und Knochen nun ihren Tribut.
„Es gib keine Alternative, ich muss meine Karriere beenden“, bringt der 33-Jährige seine gesundheitliche Situation auf den Punkt. Dieser notwendige Entschluss ist bei dem Stürmer nicht von heute auf morgen gereift. In der entscheidenden Phase der vergangenen Saison konnte er der Mannschaft wegen eines Bänderrisses in der Schulter nicht helfen.
In diesen Wochen der Zwangspause hatte Rohrbach genügend Zeit, um über seine persönliche Zukunft nachzudenken. Zudem ließ er ein medizinisches Gutachten erstellen. Es kommt zu dem unmissverständlichen Schluss, dass er eigentlich schon vor zwei Jahren seine Karriere hätte beenden müssen. Damals wagte er nach dem Kreuzbandriss im Knie noch einmal ein Comeback. „Ich hatte zwar noch eine schöne Zeit auf dem Eis. Wir sind als Aufsteiger immerhin in die Play-offs der 2. Liga eingezogen. Heute weiß ich aber, dass ich meine Gesundheit aufs Spiel gesetzt haben“, betont der Weißwasseraner.
Denn spielen und trainieren konnte er nur mit Hilfe von Spritzen und schmerzstillenden Medikamenten. Der Abschied ist deshalb auf der einen Seite eine Niederlage. Auf der anderen Seite ist es aber auch ein Sieg der Vernunft. „Ich habe schließlich noch einiges vor im Leben. Dazu brauche ich wenigstens einen halbwegs gesunden Körper“, findet Rohrbach, der sich aufgrund der anhaltenden Kniebeschwerden derzeit nur mit Fahrradfahren einigermaßen fithalten kann.
Sechs schweren Operationen hat er während seiner Karriere über sich ergehen lassen müssen. Neben vielen Schmerzen werden ihm aber vor allem die Erfolge in Erinnerungen bleiben. Neben den Füchsen stürmte Rohrbach für die Hannover Indians, die Herner EG und den ETC Crimmitschau. „Stolz machen mich die zwei Jahre in der höchsten deutschen Liga. Auch in Crimmitschau hatte ich schöne Jahre. Mit der Rückkehr in die Lausitz hat sich für mich der Kreis geschlossen. Ich glaube, ich konnte dem Weißwasseraner Eishockey einiges von dem zurückgeben, was es mir gegeben hat“, bilanziert Rohrbach und verweist außerdem auf seine Tätigkeit als amtierender Präsident des ES Weißwasser.
Dem Eishockey wird er weiter treu bleiben, vorerst jedoch nur in beratender Funktion. Schon jetzt hat er für die Füchse viele Vertragsgespräche geführt und in Abstimmung mit Cheftrainer Fred Carroll nach neuen Spielern gesucht.
Im Vordergrund steht für Rohrbach jedoch die Ausbildung, wahrscheinlich zum Sport- und Eventkaufmann. Vermisst er bereits die aktive Zeit als Profi? „Im Moment nicht“, sagt Rohrbach. „Aber es wird sicher noch einmal sehr schmerzlich, wenn die Jungs zur Vorbereitung auf das Eis gehen.“ (Wolfgang von der Burg)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 13.06.2006