DEB-Pokalduell: Zwischen Weißwasser und Kassel liegen Welten
Beide Mannschaften spielen ab 15. September gemeinsam in der 2. Bundesliga – allerdings mit ganz unterschiedlichen Zielstellungen. Während die Lausitzer Füchse gegen den Klassenerhalt kämpfen, wollen die Kassel Huskies auf direktem Weg in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) zurückkehren. Der RUNDSCHAU-Vergleich vor dem ungleichen Duell heute im DEB- Pokal (19.30 Uhr) zeigt: Auch finanziell liegen Welten zwischen dem jungen Füchse-Team und dem routinierten Kader der Huskies.
Es ist ein bisschen wie Energie Cottbus gegen Bayern München in der Fußball-Bundesliga. Man könnte auch sagen: David fordert Goliath heraus. Denn bis auf die Zweitliga- Zugehörigkeit weisen Weißwasser und Kassel nicht wirklich viele Gemeinsamkeiten auf. Zu unterschiedlich sind die Voraussetzungen für die kommende Spielzeit und damit auch für das heutige Pokalspiel in Weißwasser.
Der Etat: Die Huskies können nahezu auf den gleichen Etat zurückgreifen wie in der DEL. Mit 3,3 Millionen Euro sind sie der unangefochtene Krösus der 2. Liga vor Wolfsburg (2,9) und Bietigheim (2,8). Die Füchse haben hingegen nur noch 0,85 Millionen Euro zur Verfügung. Das Budget musste um die Hälfte reduziert werden, da ein Teil der Sponsoren-Gelder bereits in der vergangenen Saison ausgegeben wurden. Nur so konnten die finanziellen Löcher gestopft und das Profi- Eishockey in Weißwasser gesichert werden. In ähnlichen Bereichen bewegen sich lediglich die Aufsteiger Crimmitschau (0,9) und Landsberg (0,55).
Der Kader: Trotz des Abstieges ist es Kassel gelungen, einen Teil der Leistungsträger zu halten. Vor allem die Abwehr ist mit den DEL-erprobten Justin Harney, Guy Lehoux, Drew Bannister und Brad Burym hervorragend besetzt. Dazu kommt Neuzugang Mike Pellegrims von den Düsseldorf Metro Stars. Im Angriff verlängerte mit Ryan Kraft einer der DEL-Topscorer seinen Vertrag. Für jede Menge Tore ist auch das Duo Hugo Boisvert und Shawn McNeil gut. Beide spielten zuletzt für Erstligist Duisburg. Neu sind ebenfalls die routinierten Wayne Hynes (Schwenningen) und Steve Palmer (Straubing). Im Tor steht bei den Huskies mit Sebastian Elwing ein ehemaliger Weißwasseraner.
Die Füchse müssen einen großen Umbruch verkraften. Wegen der Etat- Reduzierungen verließen 14 Profis das Team, darunter fast alle Leistungsträger. Von den Führungsspielern blieben nur Torhüter Nolan McDonald und Jörg Pohling übrig. Junge Spieler wie André Mücke und Matt Hubbauer müssen Verantwortung übernehmen.
Die Ziele: Klassenerhalt lautet das Ziel der Füchse. Weitergehende Träumereien verbieten sich angesichts der komplizierten Rahmenbedingungen. Ganz anders sehen die Ziele beim heutigen Kontrahenten aus. «Die Huskies steigen auf, weil . . .» , heißt das Gewinnspiel eines Sponsors. Er hat die Fans aufgerufen, möglichst viele Gründe für die sofortige Rückkehr in die DEL zu finden. Die Vereinsführung spricht zwar offiziell vorerst nur von der Play-off-Teilnahme. Doch die Runde der besten acht Teams soll nur eine Durchgangsstation sein.
Das Fazit: Geld schießt zwar keine Tore – aber es erleichtert die Zusammenstellung einer schlagkräftigen Mannschaft. So gesehen wäre alles andere als ein Erfolg der Huskies eine Überraschung. Mut machen sollte den Füchsen jedoch der 14. Oktober 2000. Damals gewann das kleine Cottbus gegen den großen FC Bayern 1:0. (Frank Noack)
Beide Mannschaften spielen ab 15. September gemeinsam in der 2. Bundesliga – allerdings mit ganz unterschiedlichen Zielstellungen. Während die Lausitzer Füchse gegen den Klassenerhalt kämpfen, wollen die Kassel Huskies auf direktem Weg in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) zurückkehren. Der RUNDSCHAU-Vergleich vor dem ungleichen Duell heute im DEB- Pokal (19.30 Uhr) zeigt: Auch finanziell liegen Welten zwischen dem jungen Füchse-Team und dem routinierten Kader der Huskies.
Es ist ein bisschen wie Energie Cottbus gegen Bayern München in der Fußball-Bundesliga. Man könnte auch sagen: David fordert Goliath heraus. Denn bis auf die Zweitliga- Zugehörigkeit weisen Weißwasser und Kassel nicht wirklich viele Gemeinsamkeiten auf. Zu unterschiedlich sind die Voraussetzungen für die kommende Spielzeit und damit auch für das heutige Pokalspiel in Weißwasser.
Der Etat: Die Huskies können nahezu auf den gleichen Etat zurückgreifen wie in der DEL. Mit 3,3 Millionen Euro sind sie der unangefochtene Krösus der 2. Liga vor Wolfsburg (2,9) und Bietigheim (2,8). Die Füchse haben hingegen nur noch 0,85 Millionen Euro zur Verfügung. Das Budget musste um die Hälfte reduziert werden, da ein Teil der Sponsoren-Gelder bereits in der vergangenen Saison ausgegeben wurden. Nur so konnten die finanziellen Löcher gestopft und das Profi- Eishockey in Weißwasser gesichert werden. In ähnlichen Bereichen bewegen sich lediglich die Aufsteiger Crimmitschau (0,9) und Landsberg (0,55).
Der Kader: Trotz des Abstieges ist es Kassel gelungen, einen Teil der Leistungsträger zu halten. Vor allem die Abwehr ist mit den DEL-erprobten Justin Harney, Guy Lehoux, Drew Bannister und Brad Burym hervorragend besetzt. Dazu kommt Neuzugang Mike Pellegrims von den Düsseldorf Metro Stars. Im Angriff verlängerte mit Ryan Kraft einer der DEL-Topscorer seinen Vertrag. Für jede Menge Tore ist auch das Duo Hugo Boisvert und Shawn McNeil gut. Beide spielten zuletzt für Erstligist Duisburg. Neu sind ebenfalls die routinierten Wayne Hynes (Schwenningen) und Steve Palmer (Straubing). Im Tor steht bei den Huskies mit Sebastian Elwing ein ehemaliger Weißwasseraner.
Die Füchse müssen einen großen Umbruch verkraften. Wegen der Etat- Reduzierungen verließen 14 Profis das Team, darunter fast alle Leistungsträger. Von den Führungsspielern blieben nur Torhüter Nolan McDonald und Jörg Pohling übrig. Junge Spieler wie André Mücke und Matt Hubbauer müssen Verantwortung übernehmen.
Die Ziele: Klassenerhalt lautet das Ziel der Füchse. Weitergehende Träumereien verbieten sich angesichts der komplizierten Rahmenbedingungen. Ganz anders sehen die Ziele beim heutigen Kontrahenten aus. «Die Huskies steigen auf, weil . . .» , heißt das Gewinnspiel eines Sponsors. Er hat die Fans aufgerufen, möglichst viele Gründe für die sofortige Rückkehr in die DEL zu finden. Die Vereinsführung spricht zwar offiziell vorerst nur von der Play-off-Teilnahme. Doch die Runde der besten acht Teams soll nur eine Durchgangsstation sein.
Das Fazit: Geld schießt zwar keine Tore – aber es erleichtert die Zusammenstellung einer schlagkräftigen Mannschaft. So gesehen wäre alles andere als ein Erfolg der Huskies eine Überraschung. Mut machen sollte den Füchsen jedoch der 14. Oktober 2000. Damals gewann das kleine Cottbus gegen den großen FC Bayern 1:0. (Frank Noack)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 01.09.2006