(Noch) Flaute im Sturm – Defizite in der Defensive
12.09.2006 | 18:01 Uhr von
Füchse-Trainer Carroll bittet um Geduld mit seiner jungen Mannschaft
Glückliche Trainer sehen anders aus. In den sieben Vorbereitungsspielen auf die am Freitag startende Saison in der 2. Eishockey-Bundesliga gelangen den Lausitzer Füchsen nur zwei Siege. «Wir müssen Geduld haben mit der jungen Mannschaft» , appelliert Fred Carroll eindringlich an die Fans des Traditionsvereins aus Weißwasser. Denn auch der Kanadier weiß ganz genau, dass die Füchse einer schweren Spielzeit entgegen gehen. Die Bilanz der Vorbereitung fällt ernüchternd aus: Im Sturm herrscht weitgehend Flaute, auch in der Defensive gibt es Defizite.
Angesichts der nackten Zahlen konnte der Füchse-Trainer für einen Moment seine Ratlosigkeit nicht verbergen. «36:8» , schüttelte Carroll den Kopf und hob anschließend seine Schultern in die Höhe. Soll heißen: 36 Mal hatten seine Spieler am Sonntag gegen die Hannover Indians in den ersten beiden Dritteln erfolglos auf das Tor geschossen. Die Gäste aus Niedersachsen brachten es in 40 Minuten auf bescheidene acht Versuche. Diese genügten ihnen allerdings zu zwei Treffern und einem schmeichelhaften 2:1-Auswärtssieg. Carroll blieb deshalb nur die nüchterne Bilanz: «Unsere Chancenverwertung war katastrophal.»
Nun ist eine solche Niederlage in der Vorbereitung für sich genommen nicht sonderlich Besorgnis erregend. Im Falle der Füchse setzte sie jedoch den Trend fort, der sich bereits in den Testspielen zuvor angedeutet hatte. Die junge Mannschaft ist noch längst nicht dort, wo sie Carroll auf dem Weg zum Klassenerhalt haben will. Resignieren will der Coach deswegen keineswegs. «Abgerechnet wird im März. Dann müssen wir topfit sein.» Bis dahin gibt es in fast allen Mannschaftsteilen viel Arbeit.
Tor: Zumindest hier sind die Füchse konkurrenzfähig. Der Kanadier Nolan McDonald bleibt die Nummer eins und ist nach dem Abschied von Sebastian Elwing unumstrittener denn je. Allerdings steht ihm aufgrund der Dauerbelastung eine harte Saison bevor. Der neu verpflichtete Martin Niemz ist als sporadischer Rückhalt gefragt.
Abwehr: Sie ließ in den meisten Partien die nötige Stabilität vermissen. Vor allem in punkto Aggressivität besteht Nachholbedarf. Da die dritte und vierte Verteidigung ausschließlich aus jungen Spielern besteht, ist hier ein Lernprozess vorprogrammiert. Viel wird deshalb davon abhängen, wie die Top-Defender Jerry Galway und Robert Bartlick ihrer Verantwortung gerecht werden.
Angriff: Auch hier stehen die wenigen Routiniers wie Kapitän Jörg Pohling und der erfahrene Slowake Branislav Janos in der Pflicht, die Youngster zu führen. Als größtes Problem in der Vorbereitung erwies sich die Tatsache, dass Weißwasser zu wenig Tore geschossen hat. Nur beim 5:3 gegen Most und beim 7:2 gegen die Eisbären Juniors konnte die Offensive glänzen. In den anderen fünf Partien mussten sich die Füchse mit jeweils einem Treffer begnügen. Immerhin erspielte sich die Mannschaft am Sonntag gegen Hannover endlich Chancen in Hülle und Fülle. Nur mit der Verwertung haperte es (noch) gewaltig! (Frank Noack)
Glückliche Trainer sehen anders aus. In den sieben Vorbereitungsspielen auf die am Freitag startende Saison in der 2. Eishockey-Bundesliga gelangen den Lausitzer Füchsen nur zwei Siege. «Wir müssen Geduld haben mit der jungen Mannschaft» , appelliert Fred Carroll eindringlich an die Fans des Traditionsvereins aus Weißwasser. Denn auch der Kanadier weiß ganz genau, dass die Füchse einer schweren Spielzeit entgegen gehen. Die Bilanz der Vorbereitung fällt ernüchternd aus: Im Sturm herrscht weitgehend Flaute, auch in der Defensive gibt es Defizite.
Angesichts der nackten Zahlen konnte der Füchse-Trainer für einen Moment seine Ratlosigkeit nicht verbergen. «36:8» , schüttelte Carroll den Kopf und hob anschließend seine Schultern in die Höhe. Soll heißen: 36 Mal hatten seine Spieler am Sonntag gegen die Hannover Indians in den ersten beiden Dritteln erfolglos auf das Tor geschossen. Die Gäste aus Niedersachsen brachten es in 40 Minuten auf bescheidene acht Versuche. Diese genügten ihnen allerdings zu zwei Treffern und einem schmeichelhaften 2:1-Auswärtssieg. Carroll blieb deshalb nur die nüchterne Bilanz: «Unsere Chancenverwertung war katastrophal.»
Nun ist eine solche Niederlage in der Vorbereitung für sich genommen nicht sonderlich Besorgnis erregend. Im Falle der Füchse setzte sie jedoch den Trend fort, der sich bereits in den Testspielen zuvor angedeutet hatte. Die junge Mannschaft ist noch längst nicht dort, wo sie Carroll auf dem Weg zum Klassenerhalt haben will. Resignieren will der Coach deswegen keineswegs. «Abgerechnet wird im März. Dann müssen wir topfit sein.» Bis dahin gibt es in fast allen Mannschaftsteilen viel Arbeit.
Tor: Zumindest hier sind die Füchse konkurrenzfähig. Der Kanadier Nolan McDonald bleibt die Nummer eins und ist nach dem Abschied von Sebastian Elwing unumstrittener denn je. Allerdings steht ihm aufgrund der Dauerbelastung eine harte Saison bevor. Der neu verpflichtete Martin Niemz ist als sporadischer Rückhalt gefragt.
Abwehr: Sie ließ in den meisten Partien die nötige Stabilität vermissen. Vor allem in punkto Aggressivität besteht Nachholbedarf. Da die dritte und vierte Verteidigung ausschließlich aus jungen Spielern besteht, ist hier ein Lernprozess vorprogrammiert. Viel wird deshalb davon abhängen, wie die Top-Defender Jerry Galway und Robert Bartlick ihrer Verantwortung gerecht werden.
Angriff: Auch hier stehen die wenigen Routiniers wie Kapitän Jörg Pohling und der erfahrene Slowake Branislav Janos in der Pflicht, die Youngster zu führen. Als größtes Problem in der Vorbereitung erwies sich die Tatsache, dass Weißwasser zu wenig Tore geschossen hat. Nur beim 5:3 gegen Most und beim 7:2 gegen die Eisbären Juniors konnte die Offensive glänzen. In den anderen fünf Partien mussten sich die Füchse mit jeweils einem Treffer begnügen. Immerhin erspielte sich die Mannschaft am Sonntag gegen Hannover endlich Chancen in Hülle und Fülle. Nur mit der Verwertung haperte es (noch) gewaltig! (Frank Noack)
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 12.09.2006