Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Es ist nicht mein Ding, mich zu drücken
14.09.2006 | 07:47 Uhr von
Jörg Pohling über seine neue Rolle als Kapitän der Lausitzer Füchse
Als Jörg Pohling vor zwölf Jahren seine Laufbahn als Eishockey-Profi begann, da spielten die Lausitzer Füchse noch in der höchsten deutschen Spielklasse. Seitdem hat sich viel geändert in Weißwasser – Dauerbrenner Pohling aber ist immer noch dabei und hat ab sofort so viel Verantwortung wie noch nie. «Realistisch betrachtet, wird es natürlich ganz schwer. Aber wir können den Klassenerhalt schaffen» , sagt der neue Füchse-Kapitän vor dem morgigen Start in der 2. Liga.

Der 31-jährige Angreifer, der in diesen zwölf Jahren seinem Heimatverein stets die Treue gehalten hat, soll mit seiner Erfahrung die extrem verjüngte Mannschaft in den Kampf um den Klassenerhalt führen. Pohling tritt in diesem Amt die Nachfolge des zum EHC Wolfsburg abgewanderten Mattias Wikström an. Pikanterweise treffen beide Teams bereits am ersten Spieltag in Weißwasser (Beginn um 19.30 Uhr) aufeinander. Im RUNDSCHAU- Interview spricht Jörg Pohling über . . .

. . . das Saisonziel der Füchse
„Realistisch betrachtet, wird es natürlich ganz schwer. Wir sind fast in jedem Spiel Außenseiter. Aber wir können den Klassenerhalt schaffen. Ich bin sicher, dass uns die jungen Leute viel mehr weiterhelfen werden, als das so mancher Experte jetzt im Vorfeld der Saison prognostiziert hat.“

. . . seine Vertragsverlängerung. Neben Torhüter Nolan McDonald ist Pohling der einzige Leistungsträger, der in Weißwasser geblieben ist
„Es ist nicht mein Ding, mich vor der Verantwortung zu drücken. Deshalb stelle ich mich der Herausforderung, in dieser Saison mit einer sehr jungen Mannschaft um den Klassenerhalt zu kämpfen. Unsere Aufgabe ist es, das Beste aus diesen begrenzten Möglichkeiten zu machen.“

. . . seine neue Rolle
„Ich sehe die Hauptaufgabe darin, meine Erfahrung weiterzugeben und den vielen jungen Spielern zu zeigen, wie der Hase läuft – auf und neben dem Eis. Aber letztlich sind wir alle Eishockey-Spieler und müssen unsere Leistung bringen. Egal, ob man nun 21 oder 31 Jahre ist.“

. . . die Vorbereitung
«Fakt ist, dass wir zu wenig Tore geschossen haben. Aber man sollte die Vorbereitung nicht überbewerten. Ich bin mir sicher, dass jeder Spieler gegen Wolfsburg mit noch mehr Elan zur Sache geht.»

. . . den ersten Gegner
«Wolfsburg zählt neben Kassel und Bietigheim zu den Topteams der Liga. Aber auch gegen diesen Gegner haben wir eine Chance. Allerdings nur mit eiserner Disziplin. Das Deckungsverhalten muss stimmen und wir müssen unsere Chancen besser nutzen. Das ist im Grunde genommen ein einfaches Rezept – aber schwer umzusetzen.»

. . . sein persönliches Saisonziel
«Ich lasse mich nicht gern auf eine Trefferzahl festlegen. Wenn ich nicht ein einziges Tor geschossen habe, wir aber den Klassenerhalt schaffen, dann könnte ich damit auch sehr gut leben.»

Zur Sache Der Dauerbrenner
Jörg Pohling hat seine komplette Profi-Karriere in Weißwasser verbracht. Der in Spremberg geborene Stürmer spielt seit zwölf Jahren für die erste Mannschaft der Füchse.
Lange Zeit haftete ihm das Image des „ewigen Talentes“ an. Nach einem Kreuzbandriss im Jahr 2002 drohte zwischenzeitlich sogar das Karriere-Ende. Doch er kehrte damals stärker denn je auf das Eis zurück.
Endgültig in den Blickpunkt spielte sich Pohling in der Abstiegsrunde der vergangenen Saison, als er mit seinem beherzten Engagement und insgesamt neun Scorerpunkten wesentlichen Anteil am Klassenerhalt besaß.

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 14.09.2006
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