Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Mit dem Lotterielos in die Lausitz
16.09.2006 | 01:17 Uhr von
Wie viele Jungs in Winnipeg, in Kanadas mittlerem Westen, träumte Matt Hubbauer von einer Karriere in der Profiliga NHL. Talentiert genug schaffte er kurz vor Ende seiner Junioren-Zeit den Sprung ins Trainingscamp der Detroit Red Wings. Der Weg des mit 1,78 Meter relativ kleinen Stürmers schien geebnet. Doch Ärzte stoppten ihn. Weil ihm regelmäßig die Nase blutete, wurde Matt genauer untersucht. Ein apfelgroßer Tumor knapp neben dem Gehirn wurde in einer komplizierten Operation entfernt. Für Hubbauer, dessen Großeltern einst aus Siebenbürgen nach Nordamerika ausgewandert waren, ein Schock: „Zum Glück war der Tumor gutartig. Aber die Zeit im Krankenhaus warf alle Pläne über den Haufen.“ Mit dem Mut der Verzweiflung trainierte er wieder, bewarb sich bei Teams, nahm sogar mit 2 400 anderen Bewerbern an einer Fernseh-Show teil, bei der Einladungen in Trainingscamps kanadischer NHL-Vereine verlost wurden. Zufällig war Matt einer der Gewinner, kam zu den Calgary Flames. Dort wartete der nächste Tiefschlag: In der Sichtung gescheitert landete er über Farmteams bei Ostküstenverein Columbia Inferno, klemmte sich im vierten Spiel einen Nerv in der Schulter ein und musste wieder monatelang pausieren.

Beim Neuanfang streckte er die Fühler auch nach Übersee aus. Sein Freund Neville Rauters in München hat Kontakt zu den Frankfurt Lions und zu Fred Carroll, dem kanadischen Trainer der Lausitzer Füchse. Fast eine Stunde telefonierten sie miteinander – und redeten Klartext über ihre Situation. Der genesene Hubbauer will Eishockey spielen, und sei es im deutschen Osten mit den Lausitzer Füchsen gegen den Abstieg aus der Bundesliga. Vom neuen Stürmer-Kollegen André Mücke lernte er die ersten Worte deutsch. „Fliege“ half ihm auch beim DVD-Ausleihen in der Videothek.

Nun strotzt Matt vor Tatendrang. Das spürt auch seine Freundin Jess, die ihn gerade in Weißwasser besucht. Eine erste Heldentat für die Füchse vollbrachte Matt schon vor dem heutigen Spiel gegen Wolfsburg. Gegen Tschechiens Extraliga-Meister Sparta Prag erzielte er im Test den 1:4-Ehrentreffer. (SZ/am)

Quelle: Sächsische Zeitung vom 15.09.2006
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