Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Nach furiosem Start doch noch kalt erwischt
16.09.2006 | 01:23 Uhr von
Wie es sich die Füchse vorgestellt hatten, starteten sie mit großem Elan in die neue Saison. Vor 1443 begeisterten Zuschauern legten sie gegen den Favorieten aus Wolfsburg auch gleich richtig los.

Schon in der zweiten Spielminute hatte Matt Hubbauer eine riesige Chance vom linken Bullykreis. Danach setzten sich die Füchse weiter im Drittel der Grizzlys fest. Unterbrochen wurde diese Druckphase nur durch zwei Strafen, einmal gegen Wolfsburg, einmal gegen die Füchse. Als die wieder komplett waren, hatte Branislav János die nächste Großchance für Weißwasser. Nach einem Pass aus dem eigenen Drittel stand er allein vor dem Gästetorwart Seamus Kotyk, der glänzend parierte.

Trotz druckvollem Spiel nach vorne – die Füchse kassierten die meisten Tore. Die Grizzlys in weiß waren cleverer. Foto: Gunnar Schulze
So hätte es weiter gehen können. Doch mitten in diesem Offensivdrang der Füchse machte André Mücke an der eigenen blauen Linie einen Abspielfehler und verlor den Puck. Diesen Fauxpas nutzte Gästestürmer Todd Simon eiskalt aus. Allein vor dem Tor stehend, lupfte der Kanadier den Puck über die Schulter von Heimtorwart Nolan McDonald, der nichts machen konnte.

Doch von diesem Tor ließen sich die Lausitzer nicht lange schocken. Während einer Zeitstrafe gegen die Wolfsburger in der 14. Minute gab Mücke an Jörg Pohling ab, der nur knapp verpasste. Kurz darauf hatte dann Benjamin Hecker nach Zuspiel von János die nächste Gelgenheit zum Ausgleich. Doch auch hier stand Grizzlytorwart Kotyk richtig. In der 18. Spielminute hatte Lanny Gare nach Pass von Hubbauer die letzte Chance für die Füchse im ersten Drittel. Das Publikum hatte ein starkes Heimteam gesehen, bei nur drei Chancen der Gäste. Die machten jedoch das Tor. Die Zuschauer im Fuchsbau waren trotzdem zufrieden und jubelten.

Zwei tolle erste Drittel

Das zweite Drittel begann, wie das erste geendet hatte. Mit einem offensiven Spiel der Lausitzer Füchse. Zwar hatte Wolfsburg in der ersten Minute noch eine Chance, das war es dann aber auch schon von den Grizzlys. Jetzt stürmten die Füchse, wenn auch nicht mehr ganz so dominant. Trotzdem hätte allein Hubbauer mit einem verdeckten Schuss in der 22. und mit einem Solo nach einem Break in der 27. Minute schon für den Ausgleich sorgen können. Und in der 39. Minute hatte János nach einer herrlichen Kombination ebenfalls noch einmal eine große Möglichkeit. Doch auch er scheiterte am Keeper der Gäste. Und so ging es erneut in die Kabine. Ein schönes Spiel der Füchse aber die Chancenverwertung war wieder das Hauptmanko.

Wie so oft im Sport sollte sich dieser Mangel am Ende rächen. Im letzten Drittel waren es plötzlich die Gäste, die Druck machten. Und vor allem auch die Tore. Nach Callanders 0:2 in der 42. Minute schien bei den Wolfsburgern alles zu klappen. Die Gegentore drei und vier fielen dann im Minutentakt.

Erst nach diesem hoffnungslosen Rückstand klappte es doch noch bei den Füchsen. Aber zu spät. Das erste Saisontor für die Lauitzer von János fiel erst fünf Minuten vor Schluss nach einem Powerplay mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Zwar konnte Hubbauer nur drei Minuten darauf sogar noch einmal nachlegen, aber selbst eine Auszeit und die Auswechslung des Torwarts durch einen Feldspieler brachte nichts mehr. In den letzten Sekunden schoben die Gäste dann erneut den Puck in das nun verwaiste Tor der Lausitzer.

Eine Niederlage der Füchse, die trotzdem Hoffnung macht. Bei besserer Chancenverwertung dürften die ersten Punkte bald sicher sein.

Stimmen

Anton Krinner (Trainer EHC Wolfsburg):
Das Spiel wurde durch unsere größere Cleverness entschieden. Mit der Leistung meiner Mannschaft an sich war ich insgesamt nicht zufrieden.
Insbesondere in den ersten zwei Spielabschnitten haben wir uns nicht sehr überzeugend präsentiert. Erst im letzten Drittel konnten wir die entscheidenen Tore machen. Die Füchse haben ein sehr gutes Spiel gezeigt.
Im Vorfeld wurden die Lausitzer als erster Abstiegskandidat und Punktelieferant gehandelt. Wenn sie aber so weiter spielen, dann haben sie gute Aussichten darauf, dass sie mit dem Tabellenkeller nichts zu tun haben.

Fred Carroll (Trainer Lausitzer Füchse):
Ich bin zufrieden mit der Mannschaft, auch wenn wir am Ende verloren haben. Unsere Niederlage beruhte vor allem auf Unkonzentriertheiten und der mangelnden Verwertung unserer Tormöglichkeiten.
Gegen die Dresdner Eislöwen haben wir im nächsten Spiel wieder eine neue Chance.
Wenn wir weiter so hart arbeiten und unsere Möglichkeiten besser nutzen, dann hoffe ich, dass sich auch die Erfolge sehr bald einstellen.

Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 16.09.2006
692 mal gelesen
 
1 | Anubis | 16.09.2006 @ 02:03
"Grizzlytorwart McDonald " hehe sz immer wieder geil
2 | DavidH. | 16.09.2006 @ 09:45
hehe jo habs mal richtig gemacht
3 | Skyblue | 16.09.2006 @ 11:14
Es waren nicht nur 1443 zuschauer sondern um die 1700!
4 | Jörg | 16.09.2006 @ 13:45
Exakt 1743-lt.Stadiondurchsage. Bloß was die nur dem Favo rieten...
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