Mit dem Derby-Sieg in Dresden beweisen die Füchse endgültig ihre Zweitliga-Tauglichkeit
Willkommen in der 2. Bundesliga! Nach vielen Umstellungen im Kader, einer mäßigen Vorbereitung und der Auftakt-Niederlage gegen Wolfsburg haben die Lausitzer Füchse durch das 5:3 am Sonntag ausgerechnet im Sachsen-Derby bei den Eislöwen Dresden bewiesen, dass sie doch über eine Zweitliga- taugliche Mannschaft verfügen – auch wenn so mancher Experte vorher das Gegenteil prophezeit hatte. «Dieser Sieg ist für das Selbstvertrauen der vielen jungen Spieler wichtig» , meint Trainer Fred Carroll.
Die Entscheidung: Matt Hubbauer trifft zum 5:3-Endstand ins leere Tor.Zwei auf einen Streich: Füchse-Verteidiger Markus Witting (Mitte) ist obenauf. Die spektakulär verstärkten Dresdner Eislöwen mit den beiden Ex-Weißwasseranern David Musial (l.) und Robert Brezina (r.) blieben dagegen in den Startlöchern sitzen. Foto: Aswendt
Die Pressekonferenzen nach den Heimspielen der Lausitzer Füchse in Weißwasser besitzen einen ganz eigenen Charme. Bei der Fragestunde zwischen den beiden Trainern auf der einen Seite und den Journalisten auf der anderen Seite herrscht bisweilen ein buntes Treiben wie auf dem Jahrmarkt. Während die Pressekonferenzen in der Deutschen Eishockey-Liga als höchster Spielklasse ab sofort ausschließlich den Medienvertretern vorbehalten sind, nimmt es die 2. Liga damit nicht ganz so genau und öffnet ihre Türen einem deutlich größeren Personenkreis. Die Folge: Je größer die Zahl der Zuhörer, um so höher der Geräuschpegel. Vielleicht lag es ja gerade an diesem erhöhten Geräuschpegel, dass die Warnungen von Toni Krinner nicht bis nach Dresden vorgedrungen sind. Vielleicht lag es aber auch am bayrischen Dialekt des Trainers vom EHC Wolfsburg. Er äußerte nämlich trotz des klaren 5:2-Sieges der Niedersachsen sein Unverständnis darüber, dass die Füchse vor Saisonbeginn von vielen Experten als Kanonenfutter eingestuft worden sind. Krinner sah sich deshalb dazu aufgerufen, «einen Gruß an die gesamte Liga rauszuposaunen» . Der Inhalt dieses Grußes darf, vom Bayrischen ins Deutsche übersetzt, in etwa so zusammengefasst werden: Wer sich gegen Weißwasser nicht den Hintern aufreißt, der bekommt selbigen versohlt. Anders ausgedrückt: «Der wird sein blaues Wunder erleben» , prophezeite Krinner.
Dass die Füchse nur zwei Tage später ein solches Wunder vollbrachten, darf dennoch als Überraschung gelten. Denn eigentlich schienen die Rollen in Eishockey-Sachsen klar verteilt. Aufsteiger Crimmitschau und die völlig neu formierte Mannschaft der Füchse galten als Außenseiter, die spektakulär verstärkten Eislöwen aus der Landeshauptstadt als Platzhirsche. Bisher hält sich allerdings nur Crimmitschau mit zwei Niederlagen an diese Rollenverteilung. Der Auswärtssieg der Füchse in Dresden passte dagegen nicht wirklich in die allgemeinen Saisonprognosen. Inwieweit diese Prognosen einer dauerhaften Korrektur bedürfen, werden die nächsten Wochen zeigen. In jedem Fall haben die Füchse bewiesen, dass mit entsprechendem Teamgeist der Klassenerhalt ein realistisches Ziel ist. «Diese Willensstärke der Mannschaft macht Mut» , ist Trainer Fred Caroll optimistisch. Und Geschäftsführer René Reinert wies nach dem Sieg im Derby völlig zurecht darauf hin, dass Weißwasser derzeit «die Nummer eins in Sachsen» darstellt. Klar, es sind zwar erst zwei von 52 Spieltagen absolviert – aber selbst diesen zwischenzeitlichen Höhenflug haben nur Wenige für möglich gehalten.
find ich auch..., aber abgesehen davon, es is ein Sieg - natürlich ein megageiler! - im erst 2. Spiel.
also nich dass es so is, doch auf mich wirkt das Ganze etwas übertrieben.... hoffen wa ma, dass der "zwischenzeitliche Höhenflug" ;) ein bisschen anhält!
3 | Thorben | 19.09.2006 @ 08:48
Mal ganz ruhig bleiben, es sind noch 50 Spieltage und der eine Sieg sagt noch nichts über den Saisonablauf!
4 | claudi | 19.09.2006 @ 11:26
hab ich was anderes geschrieben?
5 | Jörg | 19.09.2006 @ 14:10
Wichtig ist: Die Spieler haben gesehen, dass sich der hohe Aufwand lohnt! Das sollten sie verinnerlichen und uns so noch viele rassige Spiele liefern. Mit der Einstellung des 1. Wochenendes muss einem nicht bange sein! Ansonsten bin ich gespannt, wie man sich gegen (vermutet) ebenbürtige Teams wie Kaufbeuren aus der Affäre zieht.
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Willkommen in der 2. Bundesliga! Nach vielen Umstellungen im Kader, einer mäßigen Vorbereitung und der Auftakt-Niederlage gegen Wolfsburg haben die Lausitzer Füchse durch das 5:3 am Sonntag ausgerechnet im Sachsen-Derby bei den Eislöwen Dresden bewiesen, dass sie doch über eine Zweitliga- taugliche Mannschaft verfügen – auch wenn so mancher Experte vorher das Gegenteil prophezeit hatte. «Dieser Sieg ist für das Selbstvertrauen der vielen jungen Spieler wichtig» , meint Trainer Fred Carroll.
Dass die Füchse nur zwei Tage später ein solches Wunder vollbrachten, darf dennoch als Überraschung gelten. Denn eigentlich schienen die Rollen in Eishockey-Sachsen klar verteilt. Aufsteiger Crimmitschau und die völlig neu formierte Mannschaft der Füchse galten als Außenseiter, die spektakulär verstärkten Eislöwen aus der Landeshauptstadt als Platzhirsche. Bisher hält sich allerdings nur Crimmitschau mit zwei Niederlagen an diese Rollenverteilung. Der Auswärtssieg der Füchse in Dresden passte dagegen nicht wirklich in die allgemeinen Saisonprognosen. Inwieweit diese Prognosen einer dauerhaften Korrektur bedürfen, werden die nächsten Wochen zeigen. In jedem Fall haben die Füchse bewiesen, dass mit entsprechendem Teamgeist der Klassenerhalt ein realistisches Ziel ist. «Diese Willensstärke der Mannschaft macht Mut» , ist Trainer Fred Caroll optimistisch. Und Geschäftsführer René Reinert wies nach dem Sieg im Derby völlig zurecht darauf hin, dass Weißwasser derzeit «die Nummer eins in Sachsen» darstellt. Klar, es sind zwar erst zwei von 52 Spieltagen absolviert – aber selbst diesen zwischenzeitlichen Höhenflug haben nur Wenige für möglich gehalten.
Quelle: Lausitzer Rundschau vom 19.09.2006