Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Trainer Carroll fordert Disziplin im Fuchsbau
06.10.2006 | 10:30 Uhr von
Weißwasser machte sich zuletzt mit vielen Strafen das Leben schwer
Für die Lausitzer Füchse geht es Schlag auf Schlag: Nach der englischen Woche reist Weißwasser heute zu den Kassel Huskies (19.30 Uhr). Anschließend stehen die Sachsenderbys gegen die Eislöwen Dresden (Sonntag/14 Uhr) und am nächsten Freitag beim ETC Crimmitschau auf dem Programm. Damit die Blau- Gelben in diesen Duellen bestehen, fordert Cheftrainer Fred Carroll mehr Disziplin von den Profis, die sich zuletzt mit vielen Strafzeiten selbst das Leben schwer gemacht haben.
«Immer noch wütend“, ist der Trainer der Füchse, wenn er derzeit auf die letzten Minuten beim 2:4 am Dienstag gegen den EV Landsberg angesprochen wird. Mit viel Energie hatten sich die Gäste von 0:3 auf 2:3 herangekämpft, ehe Verteidiger Markus Witting mit einem überflüssigen Foul sämtliche Hoffnungen auf ein Remis oder gar einen Sieg zerstörte (siehe Extra- Artikel). Die fällige Überzahl nutzte Landsberg zum entscheidenden vierten Treffer. «Einem erfahrenen Spieler darf so etwas nicht passieren“, sagt Carroll.
Dennoch wäre es unfair, die Niederlage allein Witting anzulasten. Zur wenig erfreulichen Spitzenposition in Sachen Strafminuten haben auch andere Spieler beigetragen. Immerhin haben die Füchse bislang im Durchschnitt rund 33 Strafminuten pro Spiel kassiert – soviel wie kein anderes Team der 2. Bundesliga. Die Tatsache, dass so manches Foul auch der Unerfahrenheit einiger Spieler geschuldet ist, will der Coach nicht als Ausrede gelten lassen. «Wir müssen wieder disziplinierter spielen“, fordert Carroll. Denn angesichts des neu formierten Kaders treffen die vielen Unterzahlspiele die Füchse derzeit besonders. Die Last der Verantwortung konzentriert sich in diesen heiklen Situationen dann meistens auf den Schultern der wenigen Führungsspieler.
Umso schmerzlicher ist der Ausfall des gesperrten Markus Witting heute Abend in Kassel. Er muss in der zweiten Verteidigung durch einen Youngster ersetzt werden. Johann Geddert oder Daniel Wimmer könnten auf dieser Position an der Seite von Martin Masak zum Zuge kommen.
Am Sonntag gegen Dresden ist Witting dann wieder dabei. Für das mit Spannung erwartete Derby, das wegen einer Fernseh-Übertragung im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) bereits um 14 Uhr beginnt, sind sämtliche Sitzplatzkarten bereits seit Tagen ausverkauft. Ein stimmungsvoller Rahmen ist also garantiert. Zumal mit den Eislöwen auch viele alte Bekannte in den Fuchsbau zurückkehren. Insgesamt neun Dresdner Spieler waren auch schon in Weißwasser aktiv.
Im ersten Spiel in Dresden setzten sich überraschend die Füchse gegen die spektakulär verstärkten Eislöwen durch. Entsprechend selbstbewusst geht Weißwassers Trainer Carroll das Wiedersehen an. «Dresden wird nach der Niederlage gegen uns im ersten Spiel sicher hochmotiviert sein. Aber auch wir sind bereit“, kündigt er an. «Und auch nach Crimmitschau fahren wie ganz sicher nicht, um dort zu verlieren.» Voraussetzung ist allerdings, dass seine Mannschaft die Forderung nach mehr Disziplin auf dem Eis beherzigt.

Quelle: Lausitzer Rundschau vom 6.Oktober 2006
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