Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Gesperrter Witting: Geht so nicht weiter
06.10.2006 | 10:35 Uhr von
Füchse-Verteidiger muss heute in Kassel zuschauen
Es trifft sich ganz gut, dass der kleine Colin mit seinen fast drei Jahren derzeit andere Dinge im Kopf hat als Strafbank-Statistiken. Andernfalls würde er sich wahrscheinlich fragen: Ist DAS wirklich mein Papa? Immerhin hat Markus Witting in dieser Saison bereits 61 Strafminuten kassiert. Er ist damit im Moment der Strafbank-König der 2. Liga. Zuletzt in Landsberg holte sich der 27-Jährige erst eine Zehn-Minuten- und dann sogar eine Spieldauer-Disziplinarstrafe ab. Er hat damit schon jetzt fast doppelt so viele Strafen gesammelt wie in der vergangenen Saison bei den Krefeld Pinguins. Heute im Auswärtsspiel der Füchse bei den Kassel Huskies muss Witting wegen der obligatorischen Sperre zuschauen.
Dabei ist der gebürtige Bad Tölzer im Privatleben alles andere als ein Haudrauf. Im Gegenteil: Witting gilt als ruhiger Zeitgenosse, als umgänglicher Typ. Kein Wunder, dass der Verteidiger über Platz eins in der Sünderstatistik ziemlich unglücklich ist. «Das kann so nicht weitergehen. Ich muss mich künftig zurücknehmen“, hat er sich vorgenommen. Denn der Neuzugang hat den Anspruch, als Leistungsträger die junge Weißwasseraner Mannschaft mit anzuführen. «Von der Strafbank aus ist das nicht möglich“, weiß Witting nur allzu genau. Dabei hat der Abwehrspieler nicht nur wegen seiner zwei Tore einen guten Einstand in der Lausitz hingelegt. Getrübt wird das positive Gesamtbild lediglich durch die Strafminuten.
Seine Fouls in Landsberg bezeichnet er im Rückblick als «unglücklich“. Die Zehn- Minuten-Strafe erhielt er für einen Check gegen den Kopf- und Nackenbereich des Gegenspielers. Die Spieldauer- Disziplinarstrafe gab es für einen Stock-Check. «Im Nachhinein tun mir die Fouls natürlich leid. Aber ich kann sie leider nicht mehr rückgängig machen“, betont Witting. Ihm ist es wichtig, dass sein Name zwar für körperbetontes, aber nicht für unfaires Eishockey steht.
Deshalb wehrt er sich gegen das Image eines vermeintlichen Rüpels auf dem Eis: «Ich wollte in Landsberg ganz sicher niemanden verletzten. Ich habe mich im Zweikampf einfach nur dumm angestellt. Aber auch das darf eigentlich nicht passieren.» Außerdem gibt Markus Witting mit seinen 61 Strafminuten im Moment kein wirklich gutes Vorbild für Klein-Colin ab. Der besitzt zu Hause in Bad Tölz immerhin schon einen Eishockey-Schläger. Demnächst, verrät der stolze Papa, sollen Schlittschuhe hinzukommen. Spätestens bis dahin will er den Titel des Strafbank- Königs der 2. Liga wieder loswerden.

Quelle: LR vom 6.Oktober 2006
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