
Gönnen wir uns zwei Sichtweisen auf die Ereignisse um das vergangene und saisonletzte Füchsespiel – mit Jubel und plötzlich hochkochender Politik.
Die erste: Der Oberbürgermeister hätte es gerne gesehen, wenn die Füchse den Klassenerhalt nicht per Sieg geschafft hätten. Zu den finanziellen Schwierigkeiten des Eissports kämen spielerische. So etwas kann kein Aushängeschild der Region sein. Wer den Füchsen nun die Förderung verwehrt, ist dann nicht mehr automatisch der Buhmann.
Die zweite Deutung: Der Oberbürgermeister fiebert bei den Spielen mit – weil er um den Erhalt des Eissports bibbert. Der hat ja Weißwasser bekannt gemacht. Verlieren die Füchse, verliert die Stadt ein Aushängeschild und das Selbstvertrauen so mancher Einwohner. Das ist für einen Politiker nicht so gut.
Was ist richtig? Ob der OB für die Füchse fiebert, ist seine Sache. Seine politischen Entscheidungen und Äußerungen müssen lediglich offen, deutlich und fair bleiben. Dies sehen einige Fuchsfreunde derzeit nicht. Es ist höchste Zeit, dass alle ihre Karten offen ausspielen.
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 11.04.2006