Gestern Abend trafen sich Füchse-Geschäftsführer René Reinert und Trainer Fred Carroll. Gut möglich, dass dabei auch über eine Nichtabstiegsprämie gesprochen wurde. "Klar wäre es schön, materiellen Anreiz zu schaffen. Aber mir ist klar, dass es mit Geld im Fuchsbau nicht so rosig aussieht", bleibt der Oberfuchs Realist. Zweites Thema dürfte die Zukunft des Trainers gewesen sein. Der lässt keine Zweifel an seinen Plänen: "Ich würde gern in Weißwasser bleiben und hier mit jungen Spielern etwas aufbauen. Fast täglich bekomme ich Anrufe von Cracks, die hier Eishockey spielen wollen." Zunächst aber gilt das Hauptaugenmerk einer optimalen Vorbereitung auf die Abstiegsrunde. "Ich denke dass 19 oder 20 Zähler für den Klassenerhalt reichen", hat Carroll bereits ausgerechnet. Zudem appelliert er weiter an die Ehre der Profis. Die schoben unter der Woche Sonderschichten mit Blick auf einen Spieler der Gegner: Eric Schneider. Der Top-Torjäger der Liga wird heute ab 19.30 Uhr mit dem SC Bietigheim-Bissingen im Fuchsbau auflaufen. "Ihm dürfen wir keinen Spielraum bieten", erklärt der EHC-Coach. Verzichten muss er weiter auf Kapitän Mattias Wikström. Noch steht das Ergebnis einer Kernspintomographie aus. Fraglich ist der Einsatz des erkälteten Robert Bartlick. Vielleicht ist er wenigstens am Sonntag beim EHC Freiburg wieder dabei.
Am nun schon 46. von 52 Spieltagen erwarten die Lausitzer Füchse den SC Bietigheim-Bissingen zu Gast im Fuchsbau. Die mit 85 Punkten derzeit auf dem dritten Tabellenplatz rangierenden Steelers haben an diesem Wochenende die große Chance ihrem Saisonziel, einem Playoff-Platz mit Heimspielrecht ein gutes Stück näher zu kommen. Am Sonntag erwarten die Steelers den Tabellenletzten Essen. In den letzten Wochen hatte Trainer Uli Liebsch viele Ausfälle in seinem Team zu beklagen, konnte das Mannschaftstraining deshalb oft nicht im vollen Umfang laufen lassen. Doch das Lazarett der Steelers lichtet sich langsam. Top-Defender Björnlie ist nach 9wöchiger Pause wieder in den Kader zurück gekehrt. Mit Eric Schneider stellen die Steelers den Top-Scorer der 2. Bundesliga, der erzeit 80 Scorerpunkte verbuchen kann. Goalie Jason Elliot zählt mit einem Gegentorschnitt von 2,51 zu den besten Keepern der Liga. Die Steelers bescherten am 18.11. den Füchsen ihren ersten Heimsieg. Die Gastgeber gewannen damals 4:3 n.P. Auswärts gab es für die Füchse bei den Steelers nichts zu holen, beide Partien endeten siegreich für die Bietigheimer (4:2 und 3:2). Nachdem die Füchse letzten Sonntag gegen Kaufbeuren überraschend einen Dreier einfahren konnten, dürfte das Selbstvertrauen vielleicht etwas gestiegen sein. Coach Caroll muss weiterhin auf Rohrbach und Wikström verzichten. Robert Bartlick ist erkältet, Einsatz fraglich. Das Spiel am Freitag wird von HSR Oliver Kleiner (Bremer EV). Ihm werden die Linesmen Daniel Ratz (SC Wedemark) und Gregor Sochiera (EJ Kassel) assistieren. Die Füchse erwartet in den kommenden Tagen ein straffes Programm: Sonntag geht die Reise nach Freiburg und am Dienstag müssen die Füchse in Wolfsburg ran, da der komplette 50. Spieltag vom 28.2. auf den 21.2. wegen des All-Star-Games in Straubing vorverlegt wurde. Lars Müller ist für die Partie in Straubing übrigens auch nominiert.
Weißwasser macht Heimpleite wett
13.02.2006 | 23:11 Uhr von
Die Hoffnung auf eine weitere Saison Zweitliga-Eishockey in Weißwasser hat neue Nahrung bekommen. Und sie hat einen Namen: Dieter Krein. Der Ex-Präsident vom FC Energie Cottbus ergriff am Freitag nach der 0:3-Heimpleite gegen den REV Bremerhaven das Wort und ließ alle wissen: "Auch im nächsten Jahr wird es in Weißwasser Zweitliga-Eishockey geben - ohne finanzielle Sorgen." Dabei war die Wortwahl Kreins beachtlich: "WIR haben es dem Gegner heute leicht gemacht. WIR müssen aus solchen Niederlagen lernen." Überhaupt ist das "WIR-Gefühl" Schwerpunkt Nummer 1 im Fahrplan des Trebendorfers. Wer den 64-Jährigen erlebte, hatte nicht das Gefühl, dass da "nur" der Vorsitzende des neugegründeten Finanzbeirates sprach. ...weiter
Die Füchse reisten heute Abend nach Kaufbeuren zu den Jokern und brachten 3 Punkte mit. Man gewann das Spiel mit 1:4 (2:0,1:1,0:1).
Der Abend begann für die Füchse diesmal recht gut. Man konnte den Anfangsschwung gut nutzen und Pohling konnte in 5. Spielminute die 0:1 Führung für die Füchse erzielen. Was danach folgte, beschreibt man wohl am besten mit den Worten „Eishockey zum Abgewöhnen“. Viel viel Leerlauf und keine wirklichen Chancen für beide Teams. So dauerte es bis zu 15.Minute ehe erneut ein Treffer fiel. Erneut waren es die Füchse. ...weiter
Füchse im verschneiten Allgäu
11.02.2006 | 23:08 Uhr von
Am Sonntag reisen die Füchse in den tief verschneiten Allgäu. Die Joker aus Kaufbeuren haben eine furiose erste Saisonhälfte gespielt, lagen bis vor kurzem noch in den Playoff-Rängen, womit vor der Saison niemand gerechnet hatte, denn da wurden die Joker als Abstiegskandidaten Nr. 1 gehandelt. In den letzten Wochen ging den Kaufbeurern ein wenig die Luft aus. Sie rutschten auf den 10. Platz, neun Punkte fehlen zum Platz 8. Für die Füchse gab es bei den Jokern bisher nichts zu holen, außer drei deutlichen Niederlagen, das Torverhältnis 15:8 aus Sicht der Joker spricht da Bände. Nach der 0:3-Niederlage vom Freitag gegen Bremerhaven am Freitag vor heimischer Minuskulisse dürfte den Füchsen kein gesteigertes Selbstvertrauen beschert haben. Im Team der Füchse fehlen nach wie vor Rohrbach und Wikström. Thomas Holzmann und Sascha Jocham fehlen bei den Jokern, sie sind mit der U19 Nationalmannschaft bei einem Turnier. Die Partie am Sonntag steht unter der Leitung von HSR Stephan Kadow (EC Eppelheim). Ihm werden die Linesmen Jörg Edler (EHC Osterode) und Dennis Krah ( EHC Adendorf) assistieren.
Füchse senden trostlose Signale
11.02.2006 | 00:08 Uhr von
Die wichtigste Nachricht gab es schon vor dem Spiel: Der kanadische Stürmer Richard Rochefort ist weg, in die erste italienische Liga zum Tabellendritten Ritten. Offizielle Erklärungen vor dem Spiel gab es von Seiten der Lausitzer Füchse nicht. Auf konkrete Nachfragen wurde der Abgang von Rochefort am Donnerstag Abend sogar dementiert, obwohl da schon alles in trockenen Tüchern war. Offensichtlich musste man sich bei den Füchse-Verantwortlichen erst noch überlegen, wie man den Anhängern erklärt, dass trotz des derzeit arg gebeulteten Kaders, so kurz vor den über den Klassenerhalt entscheidenden Playdowns einer der besten Stürmer abgegeben wird. ...weiter
REV Bremerhaven zu Gast im Fuchsbau
10.02.2006 | 12:20 Uhr von
Letzte Info: Ronny Glaser wird heute laut Radio 90,7 für die Pinguins im Tor stehen, auf der Bank sitzt Martin Morczinietz. Greg Gardner bleibt zu Hause. Weiterhin fehlen Kerry Ellis-Toddington (Leistenverletzung) sowie Semen Glusanok und Sergej Janzen (beide bei der U-20-Nationalmannschaft).
Am heutigen 44. Spieltag erwarten die Lausitzer Füchse den derzeitigen Tabellenvierten, den REV Bremerhaven zu Gast. Das Team von Coach Igor Pavlov hat sich seit Jahresbeginn mit einer wahrhaften Siegesserie an die Tabellenspitze gearbeitet, denn nur ein Punkt fehlt auf den Tabellenführer Regensburg. Hinter den Kulissen werkelt man an der See schon an den Personalplanungen für die kommende Saison. So unterschrieb Pavlov einen verbesserten Vertrag für die nächste Spielzeit. Unbedingt gehalten werden sollen auch Greg Gardner, Jason Pinizzotto, Brent Robinson und der junge Deutsche Rene Röthke. Auch von den Qualitäten des Verteidigers Kerry Ellis-Toddington will man weiter profitieren.
Topscorer der Pinguins ist Radek Krestan mit derzeit 65 Scorerpunkten.
Ganz andere personelle Frage beschäftigen derzeit das Team der Lausitzer Füchse. Wichtige Ausfälle wie Rohrbach, Wikström und Warren können vor allem im Sturm nicht kompensiert werden. Zudem wird durch die kurzfristige Vertragsauflösung mit dem Kanadier Richard Rochefort die Personaldecke noch dünner. Nur gut, dass die jungen Spieler wie Noack, Ostwald und Götz ihre Chancen auf mehr Eiszeit bisher so prima genutzt haben. In der Verteidigung stößt Robert Bartlick wieder ins Team, nachdem er bereits letztes Wochenende beschwerdefrei spielen konnt. Das erste Heimspiel gewannen die Pinguine klar mit 7:4 im Fuchsbau, da stand es bereits nach 22 Minuten 0:5 aus Sicht der Hausherren. Auch an der See gabs bisher für die Füchse nichts zu holen, dort gab es ebenso klare Niederlagen (5:1, 6:2) wie zu Hause. Folglich gehen die Füchse auch heute eher als Außenseiter an den Start. Das Spielt steht unter der Verantwortung von HSR Zsolt Heffler (ERV Dinslaken). Ihm werden die Linesmen Thorsten Kärgel (SC Wedemark) und Patrick Meier (Hamburger SV) assistieren. ...weiter
Rohrbach wieder Chef der Füchse
10.02.2006 | 11:08 Uhr von
"Was unter der Woche außerhalb der Eisfläche passierte, hat uns kalt gelassen. Außerdem haben wir allein genügend Sorgen", kommentierte Füchse-Coach Fred Carroll den Wechsel an der Spitze des Stammvereins der Lausitzer Füchse. Nach dem Rücktritt von Klaus Riehle ist nun wieder Dirk Rohrbach Vorsitzender des ES Weißwasser. Ein neuer Beirat soll Geld beschaffen, und davon möglichst viel. Denn die Kassen sind leer. Dieter Krein, Ex-Präsident von Energie Cottbus, führt das Gremium an. Mehr als ein Quintett der Cracks der Lausitzer Füchse plagt sich derweil mit Abwanderungsgedanken. Zunächst aber gilt es für alle, ihre Verträge in Weißwasser zu erfüllen. So auch heute daheim gegen den REV Bremerhaven (19.30 Uhr) und am Sonntag (18 Uhr) in Kaufbeuren.
Die Lausitzer Füchse haben einen überraschenden Spielerabgang zu beklagen. Den 29-jährige kanadischen Stürmer Richard Rochefort zieht es wieder über den Brennerpass gen Italien. Ab sofort schließt er sich dem Südtiroler Eishockeyverein Ritten Sport an, der zur Zeit auf dem 3.Platz der italienischen Serie A liegt. Bei seinem neuen Verein trifft "Rocky" einige Bekannte aus seiner HC Fassa Zeit. Ausschlaggebend für den überraschenden Wechsel war sicherlich, dass sein Ex-Fassa Trainer Ron Ivany zur Zeit Ritten Sport trainiert. Weiterhin trifft er auf Steve Rymsha (Ex-Schwenningen) und George Halkidis, die schon letzte Saison mit "Rocky" zusammenspielten. Das junge Team aus dem Südtirol ist für technisch-verspieltes Eishockey bekannt, was dem Neuzugang auf alle Fälle entgegenkommen wird.
Im offiziellen Sprachgebrauch wird der Wechsel mit "persönlicher Unzufriedenheit" des Kanadiers begründet werden, fast sicher wird aber auch die derzeitige Finanzlage bei den Füchsen eine Aktie daran haben. Somit gehen die Füchse nur noch mit 5 Kontingentspielern in die Abstiegsrunde.
Richard Rochefort konnte in 39 Spielen 7 Tore und 19 Assist für die Lausitzer Füchse erzielen und kassierte 61 Strafminuten. Das Team von www.es-weisswasser.de wünscht "Rocky" für den weiteren Werdegang viel Erfolg und bedankt sich für nie mangelnden Einsatz im Dress der Füchse.
Riehle tritt als Füchse-Chef zurück
09.02.2006 | 06:40 Uhr von
Präsident wirft «aus persönlichen Gründen» hin / Rohrbach wird Nachfolger
Dieter Krein will als kommissarischer Leiter des neuen Finanzbeirates bei den Lausitzer Füchsen die Profi-Spielbetriebs-GmbH und den Stammverein ES Weißwasser wieder näher zusammenführen, der bisherige ESW-Präsident Klaus Riehle hat dagegen die Brocken hingeworfen und ist überraschend von seinem Amt zurückgetreten: Der Traditionsverein der 2. Eishockey- Bundesliga sorgt vor den beiden Wochenend-Partien morgen gegen den REV Bremerhaven (Beginn um 19.30 Uhr) und am Sonntag beim ESV Kaufbeuren (18 Uhr) vor allem außerhalb der Eisfläche für Schlagzeilen. ...weiter