Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Sachsenderby nun doch am Bußtag
23.10.2003 | 10:19 Uhr von
Am 16. November ist in Dresden ein großer Sporttag. Fußball-Star Ulf Kirsten gibt seine Abschiedsgala im Harbig-Stadion. Spielbeginn ist um 18 Uhr. Zur gleichen Zeit sollte auch das Oberliga-Derby im Eishockey zwischen den Dresdner Eislöwen und den Lausitzer Füchsen in der Eishalle an der Pieschener Allee über die Bühne gehen. Für die Fans stellte sich die Frage: Welches Spektakel schaue ich mir an? Die Verantwortlichen der Dresdner Eislöwen dachten sich: Verlegen wir unser Spiel, dann kommen die Fans in den Genuss beider Ereignisse. Der erste Vorschlag, das Eishockey-Derby auf 15 Uhr vorzuziehen, wurde letzte Woche vom Sportbetrieb abgelehnt. ESCD-Präsidentin Barbara Lässig dazu: "Die Begründung lautete, dass zu dieser Zeit ein Sledge-Hockeyspiel stattfindet. Doch mit den Spielern dieser Mannschaft hatten wir geredet. Sie hätten ihr Spiel verlegt und auch der DEB und die Lausitzer waren mit diesem Termin einverstanden. Dennoch ging beim Sportamt nichts. So haben wir nach einer neuen Variante gesucht. Und so kam man auf den 19. November. Lässig: "Da ist Feiertag, für die Fans, für alle Familien ein günstiger Tag." Doch erst einmal wieder Fehlanzeige: Vom Sportbetrieb wurde auch dieser Termin abgelehnt. Marketing-Chefin Sabine Voigtsberger erzählt: "Betriebsleiter Raphael Beckmann erklärte uns, dass genau an diesem Tag die Generalüberholung der Linien in der Eishalle erfolgen soll. Das werde schon immer an diesem Tag gemacht." Dabei hatten die Eislöwen erneut die Zustimmung von DEB und den Lausitzer Füchsen in der Tasche. Barbara Lässig versuchte ihr Glück nun über Sportbürgermeister Winfried Lehmann, der Hilfe zusagte. "Noch gestern Vormittag wiederholte aber das Sportamt seine Absage. Dabei hatten wir auch noch den Dienstag Abend angeboten. Wir machen uns ja beim DEB lächerlich, wenn wir aller fünf Minuten mit einer anderen Variante kommen", meint die Stadrätin. Sie verstand die Welt nicht mehr: "Da haben wir zwei große Sportereignisse in der Stadt und sollten deswegen froh sein. Da muss doch ein Weg zu finden sein, um die Terminüberschneidung zu vermeiden."

DNN erkundigte sich noch gestern Abend bei Raphael Beckmann. Der Chef des Sportbetriebes meinte zum Zwist: "Der ESCD hat da ein Kommunikationsproblem. Man hätte alles gleich vernünftig besprechen sollen, doch der Verein stellt nur Forderungen. Schließlich muss auch mit den anderen Vereinen, die in der Eishalle Zeiten belegt haben, so eine Sache abgestimmt werden. Man muss auf diese Vereine zugehen."

Das sieht Barbara Lässig etwas anders: "Das Sportamt ist ein Dienstleister. Schließlich verdienen sie an jeder von uns verkauften Eintrittskarte 10 Prozent mit. Da kann man doch verlangen, dass das Sportamt die Sache mit den anderen Vereinen regelt, zumal wir selbst zum Beispiel mit Sledge-Hockey gesprochen hatten. Außerdem geht es doch hier um den Gesamtsport in der Stadt."

Letztlich gab Raphael Beckmann nach dem ganzen Tauziehen unserer Zeitung gegenüber Entwarnung: "Es ist zwar noch inoffiziell, aber ich denke, wir bekommen es hin, dass am 19. November gespielt wird. Allerdings wird das zu Lasten anderer Vereine gehen. Denn wir werden die Arbeiten an den Linien nun am 10. November durchführen. Diese Vereine müssen heute noch zustimmen."

Quelle: www.dnn.de
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1 | turbotox | 23.10.2003 @ 14:00
"Hütet Euch vor Bürokraten, denn die behindern unsre Taten"
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