"Vier Punkte am Wochenende - das ist für uns kein schlechtes Ergebnis." Irgendwie verwunderte das Statement von EHC-Coach Horymir Sekera schon. Da hatten seine Schützlinge in Hassfurt sicher nur 5:2 gewonnen, um dann beim Heimspiel im "Duell um Platz zwei" gegen die Hannover Indians zu patzen: 3:4 nach Verlängerung. Der selbsternannte Aufstiegs-Mitfavorit zeigte sich zwar im Vergleich zur Vorwoche deutlich verbessert. Allerdings ist das Gefälle innerhalb der Mannschaft nach wie vor zu groß, die Verletztenliste zu lang und Cleverness offenbar ein Wort, das nur der Gegner kennt.
Gegen die Großstadtindianer aus Niedersachsen hatte der EHC bestimmt 70 Prozent der Spielanteile. Den Gästen reichten die übrigen 30 Prozent zu drei Kontertoren und einem Schlittschuhtreffer, den Referee Mrachatz aus Osterode anerkannte und der die Entscheidung bedeutete. Zuvor hatte Weißwasser dreimal ausgeglichen, dreimal das Torgestänge getroffen und zumindest kämpferisch überzeugt. Allerdings: Die Lausitzer
Greg Schmidt - der einzige Arbeiter in der zweiten Sturmformation.
verloren schon im ersten Drittel Verteidiger Pavel Vait mit Oberschenkelproblemen, hatten mit Dennis Cardona einen "Arbeitsverweigerer" im Team und eigentlich nur einen Ernst zu nehmenden Block. Dazu gibt die Statistik Zeugnis: Sieben der acht Wochenendtreffer gingen auf das Konto des Fünfers mit Engel, Vait, Sekera, Pohling und Ludwig. Der "Rest" im Füchsekader spielt augenblicklich nur eine Mitläuferrolle. Dabei ist der Youngstersturm mit Kuhlee, Mücke und Barrtell von der Kritik auszunehmen. Denn diesem Trio kommt die Aufgabe zu, keine Gegentore zu kassieren. Eigene Treffer sind willkommene Beigabe. Dramatisch muten dagegen die Leistungsfähigkeit der Herren Fuchs und Kulabuchov, die ihren Mitspieler und -kämpfer Greg Schmidt "auf verlorenem Posten" stehen lassen sowie der Leistungswille eines Dennis Cardona an, der sich mit lustloser "Kringeldreherei" zunehmend den Zorn der EHC-Oberen zuzieht. "Mit Dennis werde ich kommende Woche ein ernstes Wort reden", kündigte Horymir Sekera an, der ansonsten aber keinen Plan hat, wo und wie man die Routiniers Fuchs und Kulabuchov richtig einsetzt. Und auch die Hoffnung auf die baldige Rückkehr verletzter Akteure ist gering. Viktor Bystryantsev zwickte es nach Kurzeinsätzen in Hassfurt wieder so stark im Knie, das er gegen Hannover passen musste. Bei Markus Kempf schwillt das Knie nicht ab, Pavel Vait ist mit muskulären Problemen im Oberschenkel außer Gefecht und Benjamin Thiede kann nach überstandenem Kreuzbandriss zeitigstens Ende November auf ein Comeback hoffen. "Wir spielen seit Wochen mit nur vier der fünf Ausländer, haben zwei erfahrene Verteidiger nicht zur Verfügung und zu wenig Personal, um experimentieren zu können", klagt Sekera. Vielleicht sind für ihn ja auch unter diesem Blickwinkel vier von sechs möglichen Wochenendzählern "kein schlechtes Ergebnis".
Danke Sebastian für diesen Beitrag. Endlich mal jemand, der das Übel beim Namen nennt.
Ciao Mozart!
2 | turbotox | 28.10.2003 @ 09:50
Nun bin ich aber gespannt auf die "Verteiderger" der Herren B.F. & V.K.
3 | 3liter | 28.10.2003 @ 09:51
sämtliche Nachwuchsspieler? So wie z.B. Mücke, Kuhlee, Wartenberg, Bartlick, Linke und Leyva? Alles klar. *3liter bezog sich auf einen "Beitrag" von M.D. der gelöscht wurde, da er hier keine Plattform bekommen wird. Die Admin´s*
4 | MarTenn | 28.10.2003 @ 09:53
Genau das ist das Problem hätte man noch die guten Leute von der Regionalligamannschaft von der letzten Saison im Verein so könnte man auf die zurückgreifen. Aber beim ESW verkrault man ja die Jungen Guten.
Tja pech gehabt. tauscht doch mit Niesky
5 | MarTenn | 28.10.2003 @ 09:54
Kulabuchov und Fuchs gegen ein paar Junge gute Spieler. *fg*
Ne das war nur ein Spass aber man sollte was im Team ändern.
6 | elFranzo | 28.10.2003 @ 10:01
bin überrascht das aus der zeitung ma so kritische Töne kommen. Aber find ich gut ist ja nicht alles Gold was Glänzt *G*
7 | Kiesi | 28.10.2003 @ 10:05
super beitrag dem ist nichts hinzu zu fügen
8 | Steffen | 28.10.2003 @ 12:05
Nun mal ein bisschen Flexibilität bewiesen Herr Dietze und Herr Sekera !! Problem erkannt, ist schon mal gut, doch der Fuchs braucht nicht nur Zähne sondern auch einen Schwanz (zum Steuern) ;-)
9 | 3liter | 28.10.2003 @ 12:10
Lösung des Problems? Bartell oder Kuhlee wg. Schnelligkeit in die 2. Reihe neben Schmidt/kula und Boris dafür in die dritte, die könnte etwas mehr Erfahrung gebrauchen.
10 | bulfox | 28.10.2003 @ 15:39
die guten aus der RL sind ja nun im kader! beitrag hat einen fehler:wir spielen mit nur 3 ausländern!der 4.ist ab und zu mal da,ansonsten aber ausfall!
11 | Cameleon | 28.10.2003 @ 21:52
War denn da nicht noch eine Verteidigerstelle, die bei der Personalzusammenstellung nicht besetzt wurde?
12 | Füchsin | 29.10.2003 @ 16:47
Im Prinzip guter Vorschlag, 3liter, aber Mücke und Kuhlee würd ich zusammen lassen, die harmonieren sehr gut miteinander (und sind schon ganz paar Tore bei rausgekommen).
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Gegen die Großstadtindianer aus Niedersachsen hatte der EHC bestimmt 70 Prozent der Spielanteile. Den Gästen reichten die übrigen 30 Prozent zu drei Kontertoren und einem Schlittschuhtreffer, den Referee Mrachatz aus Osterode anerkannte und der die Entscheidung bedeutete. Zuvor hatte Weißwasser dreimal ausgeglichen, dreimal das Torgestänge getroffen und zumindest kämpferisch überzeugt. Allerdings: Die Lausitzer
Sebastian Matthieu
Quelle: dnn-online