2 Ex-Spieler und ein aktueller Spieler des EC Bad Nauheim in Drogen-Affäre verwickelt
Aus der Frankfurter Rundschau vom 01.03.2002
In eine Kokainaffäre verwickelt sind ein aktueller und zwei ehemalige Spieler des Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim. Während einer der Betroffenen per Strafbefehl zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, kamen die beiden früheren Teamkameraden glimpflicher davon. Wegen geringer Schuld wurden ihre Verfahren gegen die Zahlung einer Geldbuße eingestellt. Das bestätigte gestern ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen. Namen nannte er nicht.
Von der FR am Donnerstag mit der Affäre konfrontiert, zeigte sich Klubeigner Hans-Bernd Koal überrascht. Gestern Nachmittag konfrontierte er die Mannschaft mit den Vorwürfen. Bei diesem Treffen habe ein Spieler eingeräumt, dass gegen ihn eine Geldstrafe verhängt worden war. Namen nannte auch Koal nicht.
Der Sportler habe eingestanden, vor einem Jahr "in einer schwierigen menschlichen Phase" Kokain konsumiert zu haben. Seither habe er nichts mehr genommen, habe er versichert. Um das zu belegen, werde der Spieler sich einer Dopingprobe unterziehen, kündigte Koal an: "Wir warten das Ergebnis ab. Ich habe aber keinen Anlass, ihm nicht zu glauben." Sollte das Ergebnis der Dopingprobe negativ ausfallen, "ist die Sache für uns erledigt", sagte Koal. Zu den beiden anderen Fällen wollte er sich nicht äußern. Die Spieler seien ohnehin nicht mehr im aktuellen Saisonkader.
Die Staatsanwaltschaft hatte den Eishockey-Cracks vorgeworfen, jeweils "in drei bis sechs Fällen geringe Mengen Kokain zum Eigenverbrauch erworben" zu haben, so der Gießener Oberstaatsanwalt Reinhard Hübner im Gespräch mit der FR. Es seien jeweils "ein bis zwei Gramm" gewesen.
Die Ermittler waren auf das Trio aufmerksam geworden, als im Mai vergangenen Jahres ein Drogendealer-Ring in Bad Nauheim aufflog. Gegen "Kunden" der Rauschgifthändler sind seitdem rund 40 Strafverfahren eingeleitet worden. Die Verfahren gegen die Nauheimer Spieler wurden laut Staatsanwaltschaft im Januar und Februar abgeschlossen. Neben der strafrechtlichen hat die Affäre auch eine sportrechtliche Seite: Kokain steht als verbotene Substanz auf der Dopingliste. (tob)
Aus der Frankfurter Rundschau vom 01.03.2002
In eine Kokainaffäre verwickelt sind ein aktueller und zwei ehemalige Spieler des Eishockey-Zweitligisten EC Bad Nauheim. Während einer der Betroffenen per Strafbefehl zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, kamen die beiden früheren Teamkameraden glimpflicher davon. Wegen geringer Schuld wurden ihre Verfahren gegen die Zahlung einer Geldbuße eingestellt. Das bestätigte gestern ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen. Namen nannte er nicht.
Von der FR am Donnerstag mit der Affäre konfrontiert, zeigte sich Klubeigner Hans-Bernd Koal überrascht. Gestern Nachmittag konfrontierte er die Mannschaft mit den Vorwürfen. Bei diesem Treffen habe ein Spieler eingeräumt, dass gegen ihn eine Geldstrafe verhängt worden war. Namen nannte auch Koal nicht.
Der Sportler habe eingestanden, vor einem Jahr "in einer schwierigen menschlichen Phase" Kokain konsumiert zu haben. Seither habe er nichts mehr genommen, habe er versichert. Um das zu belegen, werde der Spieler sich einer Dopingprobe unterziehen, kündigte Koal an: "Wir warten das Ergebnis ab. Ich habe aber keinen Anlass, ihm nicht zu glauben." Sollte das Ergebnis der Dopingprobe negativ ausfallen, "ist die Sache für uns erledigt", sagte Koal. Zu den beiden anderen Fällen wollte er sich nicht äußern. Die Spieler seien ohnehin nicht mehr im aktuellen Saisonkader.
Die Staatsanwaltschaft hatte den Eishockey-Cracks vorgeworfen, jeweils "in drei bis sechs Fällen geringe Mengen Kokain zum Eigenverbrauch erworben" zu haben, so der Gießener Oberstaatsanwalt Reinhard Hübner im Gespräch mit der FR. Es seien jeweils "ein bis zwei Gramm" gewesen.
Die Ermittler waren auf das Trio aufmerksam geworden, als im Mai vergangenen Jahres ein Drogendealer-Ring in Bad Nauheim aufflog. Gegen "Kunden" der Rauschgifthändler sind seitdem rund 40 Strafverfahren eingeleitet worden. Die Verfahren gegen die Nauheimer Spieler wurden laut Staatsanwaltschaft im Januar und Februar abgeschlossen. Neben der strafrechtlichen hat die Affäre auch eine sportrechtliche Seite: Kokain steht als verbotene Substanz auf der Dopingliste. (tob)
Quelle: www.fr-online.de