Füchse-Manager Dietze über seine Krankheit und die sportliche Krise
Füchse-Manager Dr. Klaus Dietze sitzt der Schock noch immer in den Gliedern. "Ich habe dem Tod in die Augen geschaut", sagt der 59-Jährige. Am vergangenen Donnerstag hatte er einen Herzinfarkt erlitten. Im ersten Interview nach seiner Entlassung aus der Klinik spricht Dietze über sein verändertes Leben, die sportliche Krise der Lausitzer Füchse und die Chancen, den langjährigen Nationalspieler Michael Bresagk nach Weißwasser zurückzuholen.
Herr Dr. Dietze, wie geht es Ihnen nach dem Herzinfarkt?
Schon wieder ganz gut, obwohl ich mich natürlich noch schonen soll - und auch schonen werde. Ehrlich gesagt, am Anfang habe ich diesen Herzinfarkt total unterschätzt. Erst als mir mein Arzt erklärte, dass jeder zweite Betroffene eine solch kritische Situation nicht überlebt, wurde mir die Dramatik klar. Ich hatte Glück im Unglück, dass wir in Leipzig in unmittelbarer Nähe der Herzklinik wohnen. Ansonsten hätte es sehr eng werden können. Ich habe dem Tod in die Augen geschaut. Welche persönlichen Konsequenzen ziehen Sie aus dieser Krankheit?
Mir ist bewusst geworden, dass ich mein Leben ändern muss. Ich habe mir vorgenommen, künftig wieder mehr Sport zu treiben und auch mit dem Rauchen aufzuhören. Solch eine Angst möchte ich nicht noch einmal durchmachen. Was heißt das für Ihren Job als Manager der Lausitzer Füchse?
Den möchte ich natürlich weitermachen. Dazu habe ich diesen Verein zu sehr lieb gewonnen. Wann ich wieder in das Tagesgeschäft zurückkehren kann, muss ich noch mit den Reha-Ärzten besprechen. Bis dahin werde ich mich mit unserem Vereinsvorsitzenden Ludwig Thomaschk und auch Geschäftsstellenleiter Matthias Broda bei mir zu Hause in Leipzig treffen, um die wichtigen Dinge zu besprechen. Die Füchse sind nur Tabellenvierter in der Oberliga. Wo sehen Sie die Ursachen für die sportliche Krise?
Wir haben derzeit sehr viele Verletzte. Das kann kein Team der Welt einfach so wegstecken. Zuletzt in Bremerhaven hat die Mannschaft trotz der Niederlage aber wieder ordentliches Eishockey gespielt. Das stimmt mich zuversichtlich. Deshalb hoffe ich auf eine baldige Rückkehr solcher Leistungsträger wie Markus Kempf, Viktor Bystryantsev und Pavel Vait. Angesichts der ausbleibenden Erfolge wird der Ruf nach Verstärkungen lauter. Sehen Sie Handlungsbedarf?
Zuerst einmal, wir lassen uns von Außen nicht unter Druck setzen. Die Entscheidung über diese Frage trifft einzig und allein Trainer Horymir Sekera. Wenn er der Meinung ist, wir müssen uns von dem einen oder anderen Spieler trennen, dann werden wir handeln. Immer unter der Voraussetzung, dass es Alternativen gibt. In dieser Woche trainiert der langjährige Nationalspieler Michael Bresagk in Weißwasser. Wäre er eine solche Alternative für die Abwehr?
Natürlich ist er das. Mehr noch: Michael ist mein absoluter Wunschspieler. Er ist ein Weißwasseraner Eigengewächs und kennt sich im Umfeld bestens aus. Da er noch keinen neuen Verein gefunden hat, haben wir natürlich Interesse signalisiert. Auch finanziell würden wir uns einig werden. Die Entscheidung liegt allein bei Michael Bresagk.
so kinder. der doc kommt wieder auf die beine und auf kurz oder lang nach wsw zurück. aber ordentlich genesen muss erst mal.
2 | Proll | 06.11.2003 @ 13:48
uups da habt ihr ihn gerade gelöscht als ich geantwortet habe also noch mal GUTE BESSERUNG DOC (Löscht mal bitte das Alte)
3 | dolphin girl | 06.11.2003 @ 16:40
Jep, der Doc soll sich mal schonen und seinen Lebensstil umstellen. Und er soll nix übers Knie brechen. Damit tut er sich keinen Gefallen und uns auch nich. "Eile mit Weile" Gute Besserung auch von mit nochmal!
4 | dolphin girl | 06.11.2003 @ 16:41
Jep, der Doc soll sich mal schonen und seinen Lebensstil umstellen. Und er soll nix übers Knie brechen. Damit tut er sich keinen Gefallen und uns auch nich. "Eile mit Weile" Gute Besserung auch von mit nochmal!
5 | gizmo | 06.11.2003 @ 22:30
Alles gute auch von mir und er soll erstmal eine weile kürzer tretten und seinen Job erstmal ruhen lassen bis alles wieder in Ordnung ist
6 | Letterman (ETCC) | 07.11.2003 @ 06:11
Auch von mir, Gute Besserung!
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Füchse-Manager Dr. Klaus Dietze sitzt der Schock noch immer in den Gliedern. "Ich habe dem Tod in die Augen geschaut", sagt der 59-Jährige. Am vergangenen Donnerstag hatte er einen Herzinfarkt erlitten. Im ersten Interview nach seiner Entlassung aus der Klinik spricht Dietze über sein verändertes Leben, die sportliche Krise der Lausitzer Füchse und die Chancen, den langjährigen Nationalspieler Michael Bresagk nach Weißwasser zurückzuholen.
Herr Dr. Dietze, wie geht es Ihnen nach dem Herzinfarkt?
Schon wieder ganz gut, obwohl ich mich natürlich noch schonen soll - und auch schonen werde. Ehrlich gesagt, am Anfang habe ich diesen Herzinfarkt total unterschätzt. Erst als mir mein Arzt erklärte, dass jeder zweite Betroffene eine solch kritische Situation nicht überlebt, wurde mir die Dramatik klar. Ich hatte Glück im Unglück, dass wir in Leipzig in unmittelbarer Nähe der Herzklinik wohnen. Ansonsten hätte es sehr eng werden können. Ich habe dem Tod in die Augen geschaut.
Welche persönlichen Konsequenzen ziehen Sie aus dieser Krankheit?
Mir ist bewusst geworden, dass ich mein Leben ändern muss. Ich habe mir vorgenommen, künftig wieder mehr Sport zu treiben und auch mit dem Rauchen aufzuhören. Solch eine Angst möchte ich nicht noch einmal durchmachen. Was heißt das für Ihren Job als Manager der Lausitzer Füchse?
Den möchte ich natürlich weitermachen. Dazu habe ich diesen Verein zu sehr lieb gewonnen. Wann ich wieder in das Tagesgeschäft zurückkehren kann, muss ich noch mit den Reha-Ärzten besprechen. Bis dahin werde ich mich mit unserem Vereinsvorsitzenden Ludwig Thomaschk und auch Geschäftsstellenleiter Matthias Broda bei mir zu Hause in Leipzig treffen, um die wichtigen Dinge zu besprechen.
Die Füchse sind nur Tabellenvierter in der Oberliga. Wo sehen Sie die Ursachen für die sportliche Krise?
Wir haben derzeit sehr viele Verletzte. Das kann kein Team der Welt einfach so wegstecken. Zuletzt in Bremerhaven hat die Mannschaft trotz der Niederlage aber wieder ordentliches Eishockey gespielt. Das stimmt mich zuversichtlich. Deshalb hoffe ich auf eine baldige Rückkehr solcher Leistungsträger wie Markus Kempf, Viktor Bystryantsev und Pavel Vait.
Angesichts der ausbleibenden Erfolge wird der Ruf nach Verstärkungen lauter. Sehen Sie Handlungsbedarf?
Zuerst einmal, wir lassen uns von Außen nicht unter Druck setzen. Die Entscheidung über diese Frage trifft einzig und allein Trainer Horymir Sekera. Wenn er der Meinung ist, wir müssen uns von dem einen oder anderen Spieler trennen, dann werden wir handeln. Immer unter der Voraussetzung, dass es Alternativen gibt.
In dieser Woche trainiert der langjährige Nationalspieler Michael Bresagk in Weißwasser. Wäre er eine solche Alternative für die Abwehr?
Natürlich ist er das. Mehr noch: Michael ist mein absoluter Wunschspieler. Er ist ein Weißwasseraner Eigengewächs und kennt sich im Umfeld bestens aus. Da er noch keinen neuen Verein gefunden hat, haben wir natürlich Interesse signalisiert. Auch finanziell würden wir uns einig werden. Die Entscheidung liegt allein bei Michael Bresagk.
Mit DR. KLAUS DIETZE sprach Frank Noack
Quelle: Lausitzer Rundschau