Die Dresdner Eislöwen haben gestern Abend das zweite Derby gegen die Lausitzer Füchse knapp mit 4:3 (0:2, 2:0, 1:1) nach Penaltyschießen für sich entschieden. Damit revanchierten sich die Elbestädter erfolgreich für die 5:8-Hinspiel-Niederlage. Auch in der Tabelle zahlt sich der Sieg aus, denn die Eislöwen verteidigten nicht nur Platz drei, sondern vergrößerten den Abstand zu den Füchsen, die ihnen auf Platz vier dicht im Nacken sitzen, auf nunmehr drei Zähler. Dabei hatte dieses Derby alles, was zu einem Top-Eishockeyspiel gehört: Ein mit mehr als 3000 Zuschauern ausverkauftes Haus, ein an Spannung und Dramatik kaum zu überbietendes Szenario sowie Nervenkitzel bis zur letzten Sekunde.
Für das Team der Eislöwen begann die Vorbereitung auf die Partie mit einem kleinen Schock, denn Trainer Jiri Kochta konnte sich wegen akuter Rückenschmerzen kaum auf den Beinen halten. Deshalb wollte der 57-Jährige eigentlich in der Kabine bleiben und das Kommando an der Bande an Manager Jan Tabor übergeben. Doch dann entschloss sich Kochta doch, bei diesem wichtigen Spiel seine Jungs selbst zu coachen und eine Schmerztablette half zumindest ein wenig. Das Handicap des Trainers schien sich zu Beginn der Begegnung auf seine Truppe zu übertragen. Die Löwen verschliefen den Start komplett. In der 8. Minute schnappte sich Jörg Pohling bei einem Überzahlspiel der Eislöwen kurzerhand den Puck und überwand Boris Ackers im Tor der Eislöwen. Und schon zwei Minuten später schlug es erneut bei den Gastgebern ein, als Markus Kempf aus kurzer Distanz traf. Zwar wachten nun die Dresdner langsam auf, doch ihre Chancen konnten sie nicht verwerten (Alleingänge Vit und Calce).
Psychologe Kochta rüttelte seine Jungs in der Drittelpause auf. Und das wirkte wieder einmal Wunder. Gerde 34 Sekunden waren im zweiten Durchgang gespielt, als Jedrzej Kasperczyk der umjubelte Anschlusstreffer glückte. Und nicht einmal zwei Minuten darauf glich Richard Richter zum 2:2 (23.) aus. Jetzt dominierten die Hausherren, erarbeiteten sich weitere Möglichkeiten, die sie aber nicht nutzen konnten oder sie scheiterten am gut parierenden Iirio Itämies im Füchse-Kasten. Bis dahin glich das Szenario also dem vom ersten Spiel in Weißwasser. Und auch der letzte Abschnitt begann ähnlich wie beim ersten Derby, denn Marcel Linke brachte bei einem Powerplay seine Füchse mit 3:2 (44.) in die Vorhand. Jiri Kochta ärgerte sich später: "Das Foul von Petr Sikora und die damit verbundene Strafe war unnötig." Doch die Eislöwen steckten nicht auf. Und nach erneut vielen vergebenen Chancen, gelang Roger Trudeau der Ausgleich zum 3:3 (53.). So blieb es bis zur Schluss-Sirene und auch die fünfminütige Verlängerung ging ohne Tor vorüber. So bekamen die Fans im Derby alles geboten, was das Herz begehrt. Das Penaltyschießen sollte den Schlusspunkt setzen. Während für die Weißwasseraner nur Jörg Pohling traf, konnten für die Eislöwen Jedrzej Kasperczyk und im fünften und entscheidenden Schuss Roger Trudeau die Scheibe im Tor unterbringen. Ein Extralob verdiente sich dabei auch Goalie Boris Ackers, der im Kasten die Nerven behielt und eiskalt reagierte.
Jiri Kochta freute sich riesig: "Diese zwei Punkte sind ganz wichtig. Insgesamt war es ein tolles Derby. Eigentlich hätten wir nach dem 2:2 nur unsere vielen Chancen verwerten müssen. Boris Ackers hat eine super Leistung geboten. Natürlich gehört zum Penaltyschießen auch immer Glück, das hatten wir diesmal auf unserer Seite." Füchse-Coach Horymir Sekera war am Ende ganz zufrieden mit einem Punkt, ärgerte sich aber: "Wir haben im zweiten Drittel mit Kinderfehlern die Dresdner wieder ins Spiel gebracht."
(Astrid Hofmann)
Für das Team der Eislöwen begann die Vorbereitung auf die Partie mit einem kleinen Schock, denn Trainer Jiri Kochta konnte sich wegen akuter Rückenschmerzen kaum auf den Beinen halten. Deshalb wollte der 57-Jährige eigentlich in der Kabine bleiben und das Kommando an der Bande an Manager Jan Tabor übergeben. Doch dann entschloss sich Kochta doch, bei diesem wichtigen Spiel seine Jungs selbst zu coachen und eine Schmerztablette half zumindest ein wenig. Das Handicap des Trainers schien sich zu Beginn der Begegnung auf seine Truppe zu übertragen. Die Löwen verschliefen den Start komplett. In der 8. Minute schnappte sich Jörg Pohling bei einem Überzahlspiel der Eislöwen kurzerhand den Puck und überwand Boris Ackers im Tor der Eislöwen. Und schon zwei Minuten später schlug es erneut bei den Gastgebern ein, als Markus Kempf aus kurzer Distanz traf. Zwar wachten nun die Dresdner langsam auf, doch ihre Chancen konnten sie nicht verwerten (Alleingänge Vit und Calce).
Psychologe Kochta rüttelte seine Jungs in der Drittelpause auf. Und das wirkte wieder einmal Wunder. Gerde 34 Sekunden waren im zweiten Durchgang gespielt, als Jedrzej Kasperczyk der umjubelte Anschlusstreffer glückte. Und nicht einmal zwei Minuten darauf glich Richard Richter zum 2:2 (23.) aus. Jetzt dominierten die Hausherren, erarbeiteten sich weitere Möglichkeiten, die sie aber nicht nutzen konnten oder sie scheiterten am gut parierenden Iirio Itämies im Füchse-Kasten. Bis dahin glich das Szenario also dem vom ersten Spiel in Weißwasser. Und auch der letzte Abschnitt begann ähnlich wie beim ersten Derby, denn Marcel Linke brachte bei einem Powerplay seine Füchse mit 3:2 (44.) in die Vorhand. Jiri Kochta ärgerte sich später: "Das Foul von Petr Sikora und die damit verbundene Strafe war unnötig." Doch die Eislöwen steckten nicht auf. Und nach erneut vielen vergebenen Chancen, gelang Roger Trudeau der Ausgleich zum 3:3 (53.). So blieb es bis zur Schluss-Sirene und auch die fünfminütige Verlängerung ging ohne Tor vorüber. So bekamen die Fans im Derby alles geboten, was das Herz begehrt. Das Penaltyschießen sollte den Schlusspunkt setzen. Während für die Weißwasseraner nur Jörg Pohling traf, konnten für die Eislöwen Jedrzej Kasperczyk und im fünften und entscheidenden Schuss Roger Trudeau die Scheibe im Tor unterbringen. Ein Extralob verdiente sich dabei auch Goalie Boris Ackers, der im Kasten die Nerven behielt und eiskalt reagierte.
Jiri Kochta freute sich riesig: "Diese zwei Punkte sind ganz wichtig. Insgesamt war es ein tolles Derby. Eigentlich hätten wir nach dem 2:2 nur unsere vielen Chancen verwerten müssen. Boris Ackers hat eine super Leistung geboten. Natürlich gehört zum Penaltyschießen auch immer Glück, das hatten wir diesmal auf unserer Seite." Füchse-Coach Horymir Sekera war am Ende ganz zufrieden mit einem Punkt, ärgerte sich aber: "Wir haben im zweiten Drittel mit Kinderfehlern die Dresdner wieder ins Spiel gebracht."
(Astrid Hofmann)
Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten