Über 700 Füchse-Fans sahen ein tolles Derby
Die Dresdener Eishalle drohte gestern wirklich bald aus allen Nähten zu platzen. Vor ausverkauftem Hause (3000 Zuschauer) stieg gestern die zweite Auflage des Sachsenderbys, diesmal in der Landeshauptstadt. Über 700 mitgereiste Anhänger machten schon vor dem Spiel gewaltig Stimmung.
Gästetrainer Horymir Sekera hatte auf die gleiche Reihenaufstellung zurückgegriffen, wie am vergangenen Freitag. Da hatte er die Routiniers wie Fuchs und Kulabuchov auf der Bank sitzen lassen und den Youngstern den Vortritt gelassen. Einzig die Keeper tauschte er aus, Itämies erhielt diesmal den Vorzug.
Löwen-Trainer Jiri Kochta musste nur auf den Verletzten Defender Güttler verzichten, plagte sich aber selber mit einem Hexenschuss rum. Aber er hat tapfer durchgehalten an der Bande, trotz höllischer Kreuzschmerzen.
Den etwas besseren Start in Spiel erwischten überraschender Weise die Füchse. In der siebenten Minute wurde Alexander Engel wegen eines Bandenchecks in die Box geschickt, und sofort belagerten die Löwen wieder den Kasten von Itämies. Aber Jörg Pohling gelang es trotzdem den Puck abzustauben und ihn an Boris Ackers vorbei im Löwentor zu versenken. Dies war sein viertes Unterzahl-Tor in der laufenden Saison. Der Jubel unter den Füchse-Anhängern brachte die Halle zum beben. Zwei Minuten und fünf Sekunden später bekam Markus Kempf, vor dem Tor von Ackers stehend, den Puck von Bartell vorgelegt und traf links am Löwen-Keeper vorbei ins Netz. Man kann es sich echt kaum vorstellen, was da für eine Stimmung in der blau-gelben Ecke los ging, die blanke Derby-Gänsehaut-Stimmung, auch wenn die wenigsten Fans mit einer 2:0-Führung seitens der Gäste nach zehn Minuten gerechnet hatten.
Nach dem zweiten Gegentor wachten zwar die Löwen auf, aber unter den ihren Fans war Stille eingezogen. Ein glänzend agierender Itämies hielt seinen Kastens aber sauber. Damit gingen die Füchse auch ohne Gegentor in die erste Pause.
Im zweiten Drittel kam dann das inzwischen obligatorische Black Out der Füchse. Nach nur 34 Spielsekunden konnte Jedrzej Kasperczyk den Anschlusstreffer erzielen und erwischte die Füchse damit eiskalt in ihrer schwächsten Phase dieses Spiels. Und wie so oft hatten sich die Lausitzer noch nicht richtig von diesem Treffer erholt, da folgte schon der nächste Schock. Richard Richter konnte nach nicht einmal zwei Minuten den Ausgleich erzielen. Nun war die Begeisterung freilich auf der anderen Hallenseite eingekehrt und blankes Entsetzen bei den Füchse-Fans. Wieder hatten die Füchse den Beginn des zweiten Drittels verpennt.
Dennoch bewiesen die Füchse Moral, und ließen sich von den wieder erstarkten Löwen nicht unterkriegen. Die Dresdener erarbeiteten sich zwar jetzt mehr Chancen, verzweifelten aber an Iiro Itämies.
Somit herrschte nach dem zweiten Drittel in Dresden die gleiche Situation wie beim Spiel in Weißwasser. Das erste Drittel ging an die Füchse, das zweite an die Löwen und somit hätte der Schlussabschnitt wieder an die Füchse gehen müssen.
Es sah auch fast danach aus. In der 43. Minute schickte Referee Krüger dann den Dresdener Sikora wegen Beinstellens in die Box. Und Marcel Linke brachte die Füchse in der 44. Minute im Powerplay in Führung. Da ging wieder ein Hauch von Hoffnung durch die Reihen der Füchse-Anhänger und in diesem Moment stieg auch ein ganzes Rudel Stoßgebete zum Himmel empor. Die Löwen warfen nun alles nach vorn und die Füchse verteidigten mit Mann und Maus ihren Kasten. Roger Trudeau gelang es aber in der 53. Minute dennoch den viel umjubelten und verdienten Ausgleich zu erzielen.
Das 3:3 war auch gleichzeitig der Stand nach der regulären Spielzeit.
Die Verlängerung brachte auch kein zählbares Ergebnis, obwohl die Löwen dabei noch zwei Minuten Power play hatten, weil Greg Schmidt wegen Hakens noch zwei Minuten in die Box musste.
So ging es also nahtlos weiter zum Penaltyschiessen, mehr Spannung kann es bei einem Derby eigentlich kaum geben. Gerade die nervlich zarter besaiteten weiblichen Füchse-Fans wurden auf eine sehr harte probe gestellt. Für die Füchse traten Kempf, Pohling, Schmidt, Sekera und Linke an. Pohling traf als einziger, Schmidt traf nur den Pfosten. Auf Dresdener Seite trafen Kasperzcyk und Trudeau. Damit war die Sache klar. Zwei Punkte blieben in Dresden und einen nahmen die Lausitzer mit nach Hause.
Dennoch zeigten sich die Füchse Fans nicht unzufrieden und bejubelten ihr Team kräftig. Nur ein Dummer aus dem Gästefanblock hatte wohl wieder einen zuviel gebechert und konnte es sich nicht verkneifen nach dem Spiel eine Rauchbombe auf das Eis zu werfen. Es ist nur schade wenn bei einem fair ausgetragenen Derby, ein einzelner den gesamten Füchse-Anhang wieder als radikale Fans in Verruf bringt. Soviel Idiotie gehört bestraft!!!
Aber insgesamt ein richtig klasse Derby, das verlangt nach mehr.
1 | Axel Schweiss | 20.11.2003 @ 11:54
Naja weiss nicht warum Sekera mit einen Punkt zufrieden ist.Ich denke wir haben Aufstiegsambitionen?Es wäre ja zu schön gewesen wenn man ein 2:0 mal halten würde.Aus den letzten 5Spielen haben wir 1Sieg geholt.Naja ich weiss ja nicht was da toll sei.
2 | @Kojoti | 20.11.2003 @ 14:49
super Spielbericht, genau wie das Derby selbst. @Axel gibt es irgendein Thema, das du nicht schlecht machen kannst?
3 | manni | 20.11.2003 @ 15:36
ich habs zwar nicht live gesehen aber guter bericht das spiel ging unglücklich verloren aber immerhin nen punkt geholt....@kojoti....ja doch gibt es....alles was sich auf ihn selbst bezieht.....
4 | matthias | 20.11.2003 @ 15:46
Unglücklich verloren? Ich denke mit dem Punkt können wir zufrieden sein, wenn man berdenkt wie viele Chancen die Dresdener ungenutzt ließen - zum Glück.
5 | Derbyzuschauer | 20.11.2003 @ 17:44
Der Bericht kann zwar nicht die stimmung wiedergeben wie man sie in Dresden vorgefunden hat, aber es kommt fast drann. Schade ich hätte die Füchse gerne gewinnen sehen!
6 | Frank aus Rabu | 20.11.2003 @ 20:58
@Axel: Bis Mitte Januar geht es ausschließlich darum, den 5.Platz in der Tabelle zu belegen. Und wenn es nur ein Tor mehr ist. Der Modus will es so. Trotz langer Verletztenliste lagen die Füchse immer in diesem Soll!
7 | anja | 21.11.2003 @ 12:37
wieso bekommen es die füchse denn nie gebacken, die führung mal zu halten!!!andauernd muss man sich mit ansehen, wie eine so gut erspielte Führung wieder weggenommen wird...
würde mir langsam mal gedanken darüber machen!!!!
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Die Dresdener Eishalle drohte gestern wirklich bald aus allen Nähten zu platzen. Vor ausverkauftem Hause (3000 Zuschauer) stieg gestern die zweite Auflage des Sachsenderbys, diesmal in der Landeshauptstadt. Über 700 mitgereiste Anhänger machten schon vor dem Spiel gewaltig Stimmung.
Gästetrainer Horymir Sekera hatte auf die gleiche Reihenaufstellung zurückgegriffen, wie am vergangenen Freitag. Da hatte er die Routiniers wie Fuchs und Kulabuchov auf der Bank sitzen lassen und den Youngstern den Vortritt gelassen. Einzig die Keeper tauschte er aus, Itämies erhielt diesmal den Vorzug.
Löwen-Trainer Jiri Kochta musste nur auf den Verletzten Defender Güttler verzichten, plagte sich aber selber mit einem Hexenschuss rum. Aber er hat tapfer durchgehalten an der Bande, trotz höllischer Kreuzschmerzen.
Den etwas besseren Start in Spiel erwischten überraschender Weise die Füchse. In der siebenten Minute wurde Alexander Engel wegen eines Bandenchecks in die Box geschickt, und sofort belagerten die Löwen wieder den Kasten von Itämies. Aber Jörg Pohling gelang es trotzdem den Puck abzustauben und ihn an Boris Ackers vorbei im Löwentor zu versenken. Dies war sein viertes Unterzahl-Tor in der laufenden Saison. Der Jubel unter den Füchse-Anhängern brachte die Halle zum beben. Zwei Minuten und fünf Sekunden später bekam Markus Kempf, vor dem Tor von Ackers stehend, den Puck von Bartell vorgelegt und traf links am Löwen-Keeper vorbei ins Netz. Man kann es sich echt kaum vorstellen, was da für eine Stimmung in der blau-gelben Ecke los ging, die blanke Derby-Gänsehaut-Stimmung, auch wenn die wenigsten Fans mit einer 2:0-Führung seitens der Gäste nach zehn Minuten gerechnet hatten.
Nach dem zweiten Gegentor wachten zwar die Löwen auf, aber unter den ihren Fans war Stille eingezogen. Ein glänzend agierender Itämies hielt seinen Kastens aber sauber. Damit gingen die Füchse auch ohne Gegentor in die erste Pause.
Im zweiten Drittel kam dann das inzwischen obligatorische Black Out der Füchse. Nach nur 34 Spielsekunden konnte Jedrzej Kasperczyk den Anschlusstreffer erzielen und erwischte die Füchse damit eiskalt in ihrer schwächsten Phase dieses Spiels. Und wie so oft hatten sich die Lausitzer noch nicht richtig von diesem Treffer erholt, da folgte schon der nächste Schock. Richard Richter konnte nach nicht einmal zwei Minuten den Ausgleich erzielen. Nun war die Begeisterung freilich auf der anderen Hallenseite eingekehrt und blankes Entsetzen bei den Füchse-Fans. Wieder hatten die Füchse den Beginn des zweiten Drittels verpennt.
Dennoch bewiesen die Füchse Moral, und ließen sich von den wieder erstarkten Löwen nicht unterkriegen. Die Dresdener erarbeiteten sich zwar jetzt mehr Chancen, verzweifelten aber an Iiro Itämies.
Somit herrschte nach dem zweiten Drittel in Dresden die gleiche Situation wie beim Spiel in Weißwasser. Das erste Drittel ging an die Füchse, das zweite an die Löwen und somit hätte der Schlussabschnitt wieder an die Füchse gehen müssen.
Es sah auch fast danach aus. In der 43. Minute schickte Referee Krüger dann den Dresdener Sikora wegen Beinstellens in die Box. Und Marcel Linke brachte die Füchse in der 44. Minute im Powerplay in Führung. Da ging wieder ein Hauch von Hoffnung durch die Reihen der Füchse-Anhänger und in diesem Moment stieg auch ein ganzes Rudel Stoßgebete zum Himmel empor. Die Löwen warfen nun alles nach vorn und die Füchse verteidigten mit Mann und Maus ihren Kasten. Roger Trudeau gelang es aber in der 53. Minute dennoch den viel umjubelten und verdienten Ausgleich zu erzielen.
Das 3:3 war auch gleichzeitig der Stand nach der regulären Spielzeit.
Die Verlängerung brachte auch kein zählbares Ergebnis, obwohl die Löwen dabei noch zwei Minuten Power play hatten, weil Greg Schmidt wegen Hakens noch zwei Minuten in die Box musste.
So ging es also nahtlos weiter zum Penaltyschiessen, mehr Spannung kann es bei einem Derby eigentlich kaum geben. Gerade die nervlich zarter besaiteten weiblichen Füchse-Fans wurden auf eine sehr harte probe gestellt. Für die Füchse traten Kempf, Pohling, Schmidt, Sekera und Linke an. Pohling traf als einziger, Schmidt traf nur den Pfosten. Auf Dresdener Seite trafen Kasperzcyk und Trudeau. Damit war die Sache klar. Zwei Punkte blieben in Dresden und einen nahmen die Lausitzer mit nach Hause.
Dennoch zeigten sich die Füchse Fans nicht unzufrieden und bejubelten ihr Team kräftig. Nur ein Dummer aus dem Gästefanblock hatte wohl wieder einen zuviel gebechert und konnte es sich nicht verkneifen nach dem Spiel eine Rauchbombe auf das Eis zu werfen. Es ist nur schade wenn bei einem fair ausgetragenen Derby, ein einzelner den gesamten Füchse-Anhang wieder als radikale Fans in Verruf bringt. Soviel Idiotie gehört bestraft!!!
Aber insgesamt ein richtig klasse Derby, das verlangt nach mehr.