Dresden gewinnt Derby 4:3 / Vertrag für Bresagk?
Es war ein dramatisches Sachsenderby, das eigentlich zwei Sieger verdient gehabt hätte. Am Ende jubelten die Dresdner Eislöwen über den hauchdünnen 4:3-Erfolg im Penaltyschießen. Die Lausitzer Füchse verpassten es trotz großartigen Kampfes, den Konkurrenten aus der Landeshauptstadt in der Tabelle zu überflügeln. Weißwasser bleibt auf Rang vier der Oberliga Südost. Vor 2860 Zuschauern erzielte Roger Trudeau den entscheidenden Treffer im Penaltyschießen. "Wir haben eine super Leistung von beiden Mannschaften gesehen. Trotzdem bin ich natürlich traurig darüber, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben", erklärte Füchse-Trainer Horymir Sekera. Sein Dresdner Kollege Jiri Kochta meinte: "Beide Teams haben sehr engagiertes Eishockey geboten. Wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten, wäre ein Sieg nach regulärer Spielzeit möglich gewesen."
Das erste Drittel ging - zumindest zahlenmäßig - klar an die Gäste aus Weißwasser, bei denen diesmal der erfahrene Iiro Itämies anstelle von Sebastian Elwing den Vorzug als Torhüter erhielt. Mit ihm überstandenen die Füchse nicht nur zwei Unterzahlspiele ohne Schaden, sondern gingen sogar selbst in Führung. Jörg Pohling traf in der 8. Minute zum 1:0. Es war bereits sein viertes Unterzahltor in dieser Saison. Nur zwei Minuten später erhöhte Markus Kempf dann auf 2:0 (10.). Der Vorsprung ging zu diesem Zeitpunkt durchaus in Ordnung, weil die Gastgeber in der Abwehr große Probleme mit den Füchse-Kontern hatten und nach vorn nur wenig Ideen produzierten.
Das änderte sich jedoch im zweiten Drittel. Denn innerhalb von knapp zwei Minuten machten die Eislöwen den Rückstand wett und bereiteten den zu passiven Füchsen erhebliche Probleme. Torhüter Itämies wurde jetzt vor den rund 700 mitgereisten Fans zum stärksten Gäste-Spieler. Im Schlussabschnitt spitzte sich die Spannung dann in dem offenen Schlagabtausch immer mehr zu. Die erneute Weißwasseraner Führung durch Marcel Linke (44.) beantwortete Roger Trudeau mit dem 3:3-Ausgleich sieben Minuten vor dem Ende.
Wie am Rande der Partie bekannt wurde, ist die Rückkehr von Nationalspieler Michael Bresagk in den Fuchsbau zumindest ein kleines Stück realistischer geworden. Der 33-jährige Verteidiger spielte zuletzt für die Frankfurt Lions. Bresagk würde zwar am liebsten weiter für die Hessen auflaufen, ist aber nach wie vor ohne Vertrag. Auch ein Gespräch mit den Lions-Verantwortlichen in dieser Woche brachte keine Klarheit über seine Zukunft. Aus Rücksicht auf seine fünfjährige Tochter Emma hat der alleinerziehende Vater zuletzt mehrere Engagements in der ersten Liga abgelehnt, weil er sie am liebsten in der gewohnten Umgebung in Frankfurt belassen möchte. "Mein Ziel bleibt die DEL. Kurzfristig muss ich jedoch sehen, dass ich möglichst schnell Spielpraxis bekomme", erklärte Bresagk gestern auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Und das kann durchaus in Weißwasser sein. Ich werde in den nächsten Tagen in Ruhe eine Entscheidung fällen. Denkbar sei laut Füchse-Geschäftsführer René Reinert, dass Michael Bresagk in der Lausitz einen Vertrag mit Ausstiegsklausel für die DEL erhält.
(Frank Noack)
Tolle stimmung von euch in dresden Nur die Rauchbombe und das mit dem Hochwasser war ECHT SCHEISSE!!
bis zum nächsten mal
2 | Experte | 20.11.2003 @ 18:15
Naja wir haben uns auch über die Abwasser Sprüche gefreut. Da kann es schonmal passieren das das Echo lauter ist
3 | fuechsefan | 20.11.2003 @ 18:18
das mit der rauchbombe war echt mies,falls sich noch jemand erinnert!es wurde ja sehr laut gerufen!könnt ihr euch erinnern,könnt ihr euch erinnern!8zu5,8zu5!ich muss sagen die dresdner5 sind alle heimgegangen aus wsw,verloren,aber kein solcher mist..
4 | DRESDEN | 20.11.2003 @ 18:38
..war ein toller, spannender Abend! Danke nach WSW und Deppen (Rauchbombe) gibt es leider überall!
5 | schulz | 20.11.2003 @ 22:03
kann mich mal jmd. über die rauchbombe aufklären?
danke - schulz
6 | @schulz | 20.11.2003 @ 22:59
...du willst wissen, was eine Rauchbombe ist ?
7 | @schulz | 21.11.2003 @ 00:20
Auf der Eislöwenfanseite gibt's ein Foto - viel Rauch, viel Gestank und alles zog zurück in unseren Block - ganz "tolle" Sache ...
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Es war ein dramatisches Sachsenderby, das eigentlich zwei Sieger verdient gehabt hätte. Am Ende jubelten die Dresdner Eislöwen über den hauchdünnen 4:3-Erfolg im Penaltyschießen. Die Lausitzer Füchse verpassten es trotz großartigen Kampfes, den Konkurrenten aus der Landeshauptstadt in der Tabelle zu überflügeln. Weißwasser bleibt auf Rang vier der Oberliga Südost. Vor 2860 Zuschauern erzielte Roger Trudeau den entscheidenden Treffer im Penaltyschießen. "Wir haben eine super Leistung von beiden Mannschaften gesehen. Trotzdem bin ich natürlich traurig darüber, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben", erklärte Füchse-Trainer Horymir Sekera. Sein Dresdner Kollege Jiri Kochta meinte: "Beide Teams haben sehr engagiertes Eishockey geboten. Wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten, wäre ein Sieg nach regulärer Spielzeit möglich gewesen."
Das erste Drittel ging - zumindest zahlenmäßig - klar an die Gäste aus Weißwasser, bei denen diesmal der erfahrene Iiro Itämies anstelle von Sebastian Elwing den Vorzug als Torhüter erhielt. Mit ihm überstandenen die Füchse nicht nur zwei Unterzahlspiele ohne Schaden, sondern gingen sogar selbst in Führung. Jörg Pohling traf in der 8. Minute zum 1:0. Es war bereits sein viertes Unterzahltor in dieser Saison. Nur zwei Minuten später erhöhte Markus Kempf dann auf 2:0 (10.). Der Vorsprung ging zu diesem Zeitpunkt durchaus in Ordnung, weil die Gastgeber in der Abwehr große Probleme mit den Füchse-Kontern hatten und nach vorn nur wenig Ideen produzierten.
Das änderte sich jedoch im zweiten Drittel. Denn innerhalb von knapp zwei Minuten machten die Eislöwen den Rückstand wett und bereiteten den zu passiven Füchsen erhebliche Probleme. Torhüter Itämies wurde jetzt vor den rund 700 mitgereisten Fans zum stärksten Gäste-Spieler. Im Schlussabschnitt spitzte sich die Spannung dann in dem offenen Schlagabtausch immer mehr zu. Die erneute Weißwasseraner Führung durch Marcel Linke (44.) beantwortete Roger Trudeau mit dem 3:3-Ausgleich sieben Minuten vor dem Ende.
Wie am Rande der Partie bekannt wurde, ist die Rückkehr von Nationalspieler Michael Bresagk in den Fuchsbau zumindest ein kleines Stück realistischer geworden. Der 33-jährige Verteidiger spielte zuletzt für die Frankfurt Lions. Bresagk würde zwar am liebsten weiter für die Hessen auflaufen, ist aber nach wie vor ohne Vertrag. Auch ein Gespräch mit den Lions-Verantwortlichen in dieser Woche brachte keine Klarheit über seine Zukunft. Aus Rücksicht auf seine fünfjährige Tochter Emma hat der alleinerziehende Vater zuletzt mehrere Engagements in der ersten Liga abgelehnt, weil er sie am liebsten in der gewohnten Umgebung in Frankfurt belassen möchte. "Mein Ziel bleibt die DEL. Kurzfristig muss ich jedoch sehen, dass ich möglichst schnell Spielpraxis bekomme", erklärte Bresagk gestern auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Und das kann durchaus in Weißwasser sein. Ich werde in den nächsten Tagen in Ruhe eine Entscheidung fällen. Denkbar sei laut Füchse-Geschäftsführer René Reinert, dass Michael Bresagk in der Lausitz einen Vertrag mit Ausstiegsklausel für die DEL erhält.
(Frank Noack)
Quelle: Lausitzer Rundschau