Lausitzer Füchse stecken in der sportlichen Krise
Heute trifft sich Füchse-Geschäftsführer René Reinert in Frankfurt/Main mit Michael Bresagk. Sein Ziel: Er will dem gebürtigen Weißwasseraner eine Rückkehr in die sportliche Heimat schmackhaft machen. Dass der langjährige DEL-Verteidiger für die Lausitzer Füchse eine enorme Verstärkung wäre, steht außer Frage – spätestens seit der desolaten Vorstellung am Sonntag beim 1:4 auf eigenem Eis gegen den ERC Haßfurt. Derzeit liegt Weißwasser auf Rang fünf der Oberliga-Tabelle. Anders ausgedrückt: Der Aufstiegs-Aspirant ist selbst in der dritten Liga nur noch Mittelmaß. "Das kann aber nicht der Anspruch der Lausitzer Füchse sein. Deshalb müssen wir gegen das Mittelmaß ankämpfen", fordert Geschäftsführer Reinert. Es ist ein verzweifelter Kampf, denn zu tun gibt es jede Menge.
1. Kampfplatz – die Tabelle:
Rang fünf nach 20 Spieltagen kommt einer herben Enttäuschung gleich, auch wenn er noch alle Möglichkeiten lässt. Die ersten fünf Teams qualifizieren sich für die Meisterrunde, der Rest spielt gegen den Abstieg. Fünf Punkte trennen die Füchse derzeit vom Tabellensechsten Berlin. "Mit dieser Leistung müssen wir uns ernsthafte Sorgen um den fünften Platz machen", erklärte Kapitän Torsten Hanusch nach der Pleite gegen Haßfurt. Das verpassen der Meisterrunde wäre für den Traditionsverein eine Katastrophe mit möglicherweise weitreichenden Folgen.
2. Kampfplatz – das Team:
Es unterliegt unerklärlichen Leistungsschwankungen. Am Freitag ein 4:3-Erfolg beim Tabellenzweiten in Hannover, zwei Tage später dann das Heimdebakel gegen Haßfurt. Dabei kann sich die Mannschaft Leichtfertig- oder gar Überheblichkeit nicht leisten. Dazu ist die Lage inzwischen viel zu ernst. "Wir haben immer dann Probleme, wenn wir das Spiel machen müssen. Und klappt das nicht, werden wir zu schnell nervös", analysiert Stürmer Martin Sekera. Genau wie die anderen Leistungsträger blieb er am Sonntag weit unter seiner Normalform. Stattdessen leistete er sich genau wie der Kanadier Gregg Schmidt mehrere Unbeherrschtheiten, die jeweils mit Strafen geahndet wurden. Gestern entschuldigte sich die Mannschaft öffentlich für ihren schwachen Auftritt.
3. Kampfplatz – der Coach:
"Chaos auf dem Eis", nannte Horymir Sekera das Spiel seiner Mannschaft gegen Haßfurt – und kritisierte sich damit gleichzeitig selbst. Denn dieses Chaos beseitigen konnte auch er nicht. Seine Kritiker werfen ihm vor, die Reihen zu oft umzustellen, so dass sich kaum ein Block wirklich einspielen kann. Das Ergebnis: eben Chaos wie gegen Haßfurt. Auch bei der Besetzung der Torhüter-Position hatte er zuletzt kein gutes Händchen.
Iiro Itämies war an mindestens zwei der vier Gegentore beteiligt. Sebastian Elwing, der in Hannover ein gutes Spiel gemacht hatte, saß nur auf der Bank. "Beide Keeper brauchen Spielpraxis", begründete Sekera den Wechsel im Kasten. Trotzdem musste er sich intern durchaus kritische Fragen gefallen lassen.
4. Kampfplatz – die Fans:
Mit der "Aktion voller Fuchsbau" versuchen die Verantwortlichen, das Niveau des Rahmenprogramms anzuheben und damit wieder mehr Besucher in die Eishalle zu holen. Gestern haben die Macher der Fan-Website www.es-weisswasser.de mit der Aktion "Fans kaufen eine Werbebande" zu weiterer Unterstützung aufgerufen. Auf dieser Bande können sich Einzelpersonen und Firmen gegen einen entsprechenden Betrag mit ihrem Namen verewigen.
5. Kampfplatz – der Eklat:
Ein Novum in der Vereinsgeschichte stellen die Vorgänge um den Vertrag von Vadim Kulabuchov dar. Wie jetzt bekannt wurde, besitzt der Stürmer zwei gültige Kontrakte. Einen bis zum Saisonende, der andere ist bis Ende des Jahres datiert. Aufgrund der gezeigten Leistungen wurde eigentlich eine Trennung von Kulabuchov erwogen, um seinen Ausländerplatz neu besetzen zu können. Derzeit befinden sich Spieler und Vereinsführung in Gesprächen, um die Situation zu klären.
Nachtrag vom News-Team:
Der vorläufige Geschäftsführer der Lausitzer Füchse, René Reinert, und Michael Bresagk treffen sich heute um 18.00 Uhr in Frankfurt/Main. Mit einem Ergebnis der Vertragsverhandlungen wird am späten Abend gerechnet. Das News-Team von www.es-weisswasser.de wird versuchen euch schnellstmöglich darüber zu informieren.
1 | Peter | 02.12.2003 @ 15:07
Hilfeeeeeeeeee Polizei
2 | Bobo | 02.12.2003 @ 15:36
Es ist also wahr. Nummer 27 hat wirklich ein Vertrag bis März. Das erklärt die Leistung voll und ganz. Dietze jetzt übernehme dafür mal die Verantwortung ich persönlich bin radikal entäuscht von ihnen.
3 | MarTenn | 02.12.2003 @ 15:55
Wie bitte Kulabuchov hat einen Vertrag bis Saisonende? Das kann nicht sein. "Ich kann nicht Eishockey spielen -> bekomme ich auch einen Vertrag"??? Leute denkt mal nach das kann nicht sein er weiter so lustlos spielt und als Belohnung ein neuen
4 | MarTenn | 02.12.2003 @ 15:58
Vertrag bekommt. Leute wenn sich bald nicht etwas ändert in wsw dann könnt ihr den Verein dicht machen, denn wer so unproffesionel arbeitet der kann auf längere Zeit son nicht weiter arbeiten und vor allem nicht überlben.
mfg MarTenn
5 | matthias | 02.12.2003 @ 16:40
Vadim Kulabuchov hat schon im Sommer gesagt, dass er letzte Saison einen 2-Jahres-Vertrag unterschrieben hatte. Es kann also von einem neuen Vertrag keine Rede sein, die Fans wurden nur im falschen Glauben gelassen...
6 | matthias | 02.12.2003 @ 16:42
Eine Stellungnahme von Herrn Dietze wäre zu dem Thema wünschenswert! Hat er wirklich einem Spieler 2 Verträge gegeben? Wurde vergessen den anderen Vertrag aufzuheben?...
7 | Peter_Motsche | 02.12.2003 @ 17:35
abgründe tun sich da auf, ABGRÜNDE.....
8 | hmf | 02.12.2003 @ 17:52
geil, ich lach mich gleich schief, da wird man als fan richtig gut ver... !!!
9 | Schinzi | 02.12.2003 @ 18:02
das ist alles nur noch traurig. An allen Ecken und Enden sind Stümper am Werk, das Chaos um den Nachwuchs, Verträge, ratloser Trainer, Mannschaft mit zwei oder mehr Gesichtern und, und, und!
WOLLT IHR DEN VEREIN VOR DIE HUNDE GEHEN LASSEN???
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
Heute trifft sich Füchse-Geschäftsführer René Reinert in Frankfurt/Main mit Michael Bresagk. Sein Ziel: Er will dem gebürtigen Weißwasseraner eine Rückkehr in die sportliche Heimat schmackhaft machen. Dass der langjährige DEL-Verteidiger für die Lausitzer Füchse eine enorme Verstärkung wäre, steht außer Frage – spätestens seit der desolaten Vorstellung am Sonntag beim 1:4 auf eigenem Eis gegen den ERC Haßfurt. Derzeit liegt Weißwasser auf Rang fünf der Oberliga-Tabelle. Anders ausgedrückt: Der Aufstiegs-Aspirant ist selbst in der dritten Liga nur noch Mittelmaß. "Das kann aber nicht der Anspruch der Lausitzer Füchse sein. Deshalb müssen wir gegen das Mittelmaß ankämpfen", fordert Geschäftsführer Reinert. Es ist ein verzweifelter Kampf, denn zu tun gibt es jede Menge.
1. Kampfplatz – die Tabelle:
Rang fünf nach 20 Spieltagen kommt einer herben Enttäuschung gleich, auch wenn er noch alle Möglichkeiten lässt. Die ersten fünf Teams qualifizieren sich für die Meisterrunde, der Rest spielt gegen den Abstieg. Fünf Punkte trennen die Füchse derzeit vom Tabellensechsten Berlin. "Mit dieser Leistung müssen wir uns ernsthafte Sorgen um den fünften Platz machen", erklärte Kapitän Torsten Hanusch nach der Pleite gegen Haßfurt. Das verpassen der Meisterrunde wäre für den Traditionsverein eine Katastrophe mit möglicherweise weitreichenden Folgen.
2. Kampfplatz – das Team:
Es unterliegt unerklärlichen Leistungsschwankungen. Am Freitag ein 4:3-Erfolg beim Tabellenzweiten in Hannover, zwei Tage später dann das Heimdebakel gegen Haßfurt. Dabei kann sich die Mannschaft Leichtfertig- oder gar Überheblichkeit nicht leisten. Dazu ist die Lage inzwischen viel zu ernst. "Wir haben immer dann Probleme, wenn wir das Spiel machen müssen. Und klappt das nicht, werden wir zu schnell nervös", analysiert Stürmer Martin Sekera. Genau wie die anderen Leistungsträger blieb er am Sonntag weit unter seiner Normalform. Stattdessen leistete er sich genau wie der Kanadier Gregg Schmidt mehrere Unbeherrschtheiten, die jeweils mit Strafen geahndet wurden. Gestern entschuldigte sich die Mannschaft öffentlich für ihren schwachen Auftritt.
3. Kampfplatz – der Coach:
"Chaos auf dem Eis", nannte Horymir Sekera das Spiel seiner Mannschaft gegen Haßfurt – und kritisierte sich damit gleichzeitig selbst. Denn dieses Chaos beseitigen konnte auch er nicht. Seine Kritiker werfen ihm vor, die Reihen zu oft umzustellen, so dass sich kaum ein Block wirklich einspielen kann. Das Ergebnis: eben Chaos wie gegen Haßfurt. Auch bei der Besetzung der Torhüter-Position hatte er zuletzt kein gutes Händchen.
Iiro Itämies war an mindestens zwei der vier Gegentore beteiligt. Sebastian Elwing, der in Hannover ein gutes Spiel gemacht hatte, saß nur auf der Bank. "Beide Keeper brauchen Spielpraxis", begründete Sekera den Wechsel im Kasten. Trotzdem musste er sich intern durchaus kritische Fragen gefallen lassen.
4. Kampfplatz – die Fans:
Mit der "Aktion voller Fuchsbau" versuchen die Verantwortlichen, das Niveau des Rahmenprogramms anzuheben und damit wieder mehr Besucher in die Eishalle zu holen. Gestern haben die Macher der Fan-Website www.es-weisswasser.de mit der Aktion "Fans kaufen eine Werbebande" zu weiterer Unterstützung aufgerufen. Auf dieser Bande können sich Einzelpersonen und Firmen gegen einen entsprechenden Betrag mit ihrem Namen verewigen.
5. Kampfplatz – der Eklat:
Ein Novum in der Vereinsgeschichte stellen die Vorgänge um den Vertrag von Vadim Kulabuchov dar. Wie jetzt bekannt wurde, besitzt der Stürmer zwei gültige Kontrakte. Einen bis zum Saisonende, der andere ist bis Ende des Jahres datiert. Aufgrund der gezeigten Leistungen wurde eigentlich eine Trennung von Kulabuchov erwogen, um seinen Ausländerplatz neu besetzen zu können. Derzeit befinden sich Spieler und Vereinsführung in Gesprächen, um die Situation zu klären.
Quelle: Lausitzer Runschau
Nachtrag vom News-Team:
Der vorläufige Geschäftsführer der Lausitzer Füchse, René Reinert, und Michael Bresagk treffen sich heute um 18.00 Uhr in Frankfurt/Main. Mit einem Ergebnis der Vertragsverhandlungen wird am späten Abend gerechnet. Das News-Team von www.es-weisswasser.de wird versuchen euch schnellstmöglich darüber zu informieren.