Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Arbeitsentwurf DNN-Artikel vom 05.12.03
04.12.2003 | 22:59 Uhr von
Zum Ende einer bewegten Woche nach der 1:4-Heimblamage gegen den ERC Hassfurt gibt es in Eishockey-Weißwasser reichlich Grund zu Spekulationen und Hoffnungen, aber nur wenig greifbare Fakten. Einen Tag vor dem Heimauftritt gegen den bisher souveränen Spitzenreiter aus Bremerhaven (Anstoß 19.30 Uhr) hat sich die EHC- Geschäftsführung mit sofortiger Wirkung von Boris Fuchs getrennt. Der 34-jährige Deutsch- Russe war zuletzt überwiegend nur noch Ersatz und hatte ohnehin nur einen bis zum 31.12.2003 befristeten Vertrag. Der Stürmer, der nie die in ihn als Routinier gesetzten Erwartungen erfüllen konnte, ist vom Trainingsbetrieb freigestellt. "Wir verstehen diese Maßnahme als Zeichen an die gesamte Mannschaft. Sollte das kommende Wochenende nicht den gewünschten Erfolg bringen, wird über weitere personelle Konsequenzen entschieden.", erklärte EHC- Geschäftsführer René Reinert, der mit seinen Mitstreitern und dem Trainer derweil auch an Verstärkungen für das Team arbeitet.

So soll spätestens am Sonntag endgültig die Personalie "Michael Bresagk" geklärt werden, mit dem sich Reinert am Dienstag in Frankfurt/Main noch mal getroffen hatte. Der Ex- Nationalverteidiger kann zwischen Zweitligist Schwenningen und den Füchsen wählen. Für die Wild Wings spricht die höhere sportliche Klasse, für Weißwasser die familiären Bindungen des alleinerziehenden - weil verwitweten - Vaters. Ungeklärt bleibt die Situation hinsichtlich der ausländischen Akteure Vadim Kulabuchov (DNN berichtete) und Viktor Bystryantsev, mit denen über Auflösungsverträge verhandelt werden soll. Dagegen sei Martin Niemz nur zu Trainingszwecken im Fuchsbau, ohne das eine Verpflichtung geplant sei. Der einst in Riessersee beschäftigte Torhüter hält sich seit dieser Woche in Weißwasser fit.

Während in Sachen "Spieler" Neuigkeiten noch auf sich warten lassen, schaffen die Fans vollendete Tatsachen. Trotz des bisherigen sportlichen Desasters riefen sie die Aktion "Fans kaufen eine Werbebande" ins Leben. Bis 18.01.2004 sollen mindestens 3000 € zusammenkommen, wobei Privatspender ab 10 € und Firmen ab 100 € dabei sein können. "Wir zeigen damit unsere Verbundenheit zu unserem sächsischen Traditionsverein und wollen ein Zeichen setzen, dass der Wiederaufstieg in Liga 2 nur gemeinsam zu schaffen ist.", sagte Mitinitiator Sascha Hache, der außerdem dazu aufgerufen hat, einen Slogan zur Beschriftung der Bande zu entwerfen. Alle Spender werden auf einer gesonderten Tafel "verewigt" und nehmen an der Verlosung attraktiver Preise teil.

Auf "Schmusekurs" mit den Fans gehen auch die Füchse- Cracks. Sie spendieren nach dem Bremerhaven-Spiel ein Fass Freibier und wollen sich den Fragen der Anhänger stellen, die sie mit einer unterirdischen Leistung letzten Sonntag vergraulten. Am kommenden Sonntag treten die Weißwasseraner dann den schweren Gang zum ERV Schweinfurt an. Insofern dürften die Matches gegen die beiden Spitzenteams richtungsweisenden Charakter haben. Noch zwei Pleiten, und dann hat der Oberliga-Abstiegskampf endgültig begonnen. Und das, wo man doch "Jetzt erst Recht!", sofort zurück in die 2. Bundesliga wollte... (jur)
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1 | Gähn | 05.12.2003 @ 05:31
Jetzt weiss ich warum ich Morgenpost lese.
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