Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Arbeitsentwurf DNN-Artikel 09.12.03
09.12.2003 | 06:42 Uhr von
Wie leistungsstark sind die Lausitzer Eishockeyfüchse wirklich? Diese Frage
ist auch für Eishockeyexperten momentan kaum zu beantworten ist. Denn
unterschiedlicher als die Auftritte des EHC gegen Hassfurt vor Wochenfrist
(1:4) und fünf Tage später beim 8:3 gegen den souveränen Tabellenführer REV
Bremerhaven können sportliche Leistungen kaum sein. "Zu 80 % ist das alles
eine Frage des Kopfes.", räumte Füchse- Stürmer Markus Kempf ein. Müssen die
Weißwasseraner dann vielleicht mal auf die berühmte "Couch"? Sicher: Gegen die Fischtown Pinguins gelang ein Auftakt nach Maß. Nach nur 93 Sekunden zappelte der Puck schon das zweite Mal im Netz. Beachtlich aber war, wie die Lausitzer diesmal auch die Zweikämpfe annahmen, konsequentes Forechecking betrieben, nach der klaren Führung nicht leichtsinnig wurden und läuferisch zu überzeugen vermochten. Da konnte am Ende auch Trainer Horymir Sekera eine Runde frotzeln: "Nach unserem 6:1 in der 34. Minute bekam ich Angst, das Match könnte noch kippen.", sagte der Tscheche und fügte ganz ernst hinzu: "Hoffentlich vertrauen die Jungs jetzt mir und dem System, dass ich ihnen vorgebe." Vertrauen in die eigene Stärke könnte auch dadurch aufkommen, dass nun endlich einmal die Blocks längere Überlebenszeiten erreichen. Denn nach der Hassfurt- Katastrophe hatte Sekera das Team erneut komplett umgekrempelt und alle Formationen - auch die Verteidigerpaare - neu zusammengestellt. Und diese Blöcke durften unverändert (!) beide Wochenendpartien absolvieren. Im Tor stand dabei Sebastian Elwing, der tadelsfreie Leistungen ablieferte und drauf und dran ist, den Finnen Iiro Itämies endgültig auf die Bank zu verdrängen. Interessant war die neue Rolle von Vadim Kulabuchov. Der Ukrainer mit den zwei Verträgen (DNN berichtete) agierte sozusagen unter 14-tägiger "Bewährung". Gerade ihm hatte Coach Sekera nochmals klar gemacht, dass Eishockey nicht nur Angriff heißt. Weit weniger spektakulär als sonst, dafür sehr mannschaftsdienlich und auch defensiv orientiert, kämpfte der 34-Jährige darum, auch im nächsten Jahr noch das EHC- Dress tragen zu dürfen.
Kämpferisch und spielerisch stark präsentierte sich Weißwasser auch in Schweinfurt. Bei den Mighty Dogs, die zuletzt reihenweise Siege eingefahren hatten, leuchtete nach zwei Dritteln ein 2:0 für die Füchse von der Anzeigetafel. Vielleicht spielentscheidend war die Unachtsamkeit zu Beginn des Schlussdrittels, die nach 31 Sekunden zum 1:2 der "Hunde" führte. Denn dieser Treffer brachte die Gastgeber wieder in Schwung und in der Verlängerung gar noch zum Sieg. Genau 55 Sekunden vor dem Ende der Overtime besiegelte "Väterchen" (Rob) Frost den "plötzlichen Tod" der Lausitzer (3:2). Während die Wochenendleistungen also achtbar waren, verrät ein Blick auf die Tabelle, dass der EHC dringend weiter auf diesem Level spielen muss. Drei Punkte Vorsprung auf den Sechsten Bayreuth haben die Gelb- Blauen noch. Da ist schnellstens eine Konto-Aufbesserung vonnöten. "Ihr seid Erster-keiner weiß warum!", hatten die Füchse- Fans Bremerhaven verabschiedet. Die Anhänger des REVB hätten gut dagegen halten können: "Ihr seid Fünfter-keiner weiß warum!" Das würde zutreffen, wenn die Füchse- Leistungen endlich stabiler würden. Wie stark sind die Lausitzer denn wirklich? (jur)
639 mal gelesen
 
1 | elFranzo | 09.12.2003 @ 08:54
"...kämpfte der 34-Jährige darum, auch im nächsten Jahr noch das EHC- Dress tragen zu dürfen..." - aber bitte nicht bei unserem EHC, da macht man wahrscheinlich den gleichen Fehler wie mit Pogodin.
2 | turbotox | 09.12.2003 @ 09:09
elFranzo, bei der Personal-Politik ist alles möglich. Man kann nur hoffen das Leute wie Reinert endlich mal mit eiserner Hand agieren!
3 | Mozart | 09.12.2003 @ 09:18
Schon mal dran gedacht, dass wir bald Jahreswechsel haben??? ;-) Ciao Mozart!
4 | turbotox | 09.12.2003 @ 09:43
Mozart, deine Ruhe und Gelassenheit möcht ich haben.... "Weisheit kommt nach der Enttäuschung."
5 | manni | 09.12.2003 @ 15:41
die mannschaft hat das potential oben mitzuspielen das hat man gesehen..alles reine kopfsache wie der kämpfer schon sagt.wenn VK 14 tage gas gibt und dann sein vertrag verlängert ist wird er dann wieder fast einschlafen auf dem weg ins eigene drittel
6 | Bure | 09.12.2003 @ 17:43
wir brauchen 3 top ausländer die uns weiter bringen und keine die schon über 35 jahre sind kulabuchov soll auch im nächsten jahr bei uns spielen na vielen dank,ist ja ne super idee das ich nicht lache.immer weiter so vorstand..........
7 | haaaalllloooo | 09.12.2003 @ 17:47
es ist vom nächsten Jahr (schon schlimm genug), nicht von nächster Saison die Rede. mfg 3liter
8 | Bobo | 09.12.2003 @ 17:54
Für einige echt zu kompliziert. Laß es sein es bringt nichts.
9 | matthias | 10.12.2003 @ 09:46
Wer sagt denn, dass ein Spieler wie Kulabuchov überhaupt noch bereit ist, über die Saison hinaus in WSW zu bleiben - in welcher Anstellung auch immer?
10 | matthias | 10.12.2003 @ 09:56
Man sieht doch jetzt wie andere Vereine Spieler verpflichten und sich selbst 'Eigengewächse' weigern, für ihren Heimatverein zu spielen... Das hat Gründe, nämlich wie man hier mit Leuten umgeht.
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