Nachdem nun an den Weihnachtsfeiertagen der Flug unseres Neuzugangs gebucht war, wusste man, dass er um 11.30 Uhr des 28.12.2003 mit der British Aiways aus London kommend in Berlin-Tegel einfliegen würde. Die ganze Fahrt über waren Geschäftsführer René Reinert und meine Wenigkeit gespannt, wie sich ein alter NHL-Haudege im "normalen" Leben verhalten würde. Um nur eins vorneweg zu nehmen, wir waren beide positiv überrascht!
Nun aber zu dem extra-langen Tag des Todd Gill´s. Gestern (28.12.03) bestieg er gegen halb 8 (abends) in Montreal den Flieger Richtung Deutschland, der ihn mit Zwischenstopp in London, zu unseren Füchsen bringen sollte. Todd hatte während des Fluges keine Minute geschlafen, er war zu gespannt was ihn bei uns erwarten würde.
Ein weiterer Grund der Schlaflosigkeit dürfte auch das Essen an Bord gewesen sein, was laut seiner eigenen Aussage, etwas Ähnlichkeit mit Plastik hatte... *g*
Kurz vor 12 kam er dann zum Abfertigungsschalter hinaus, komischerweise nur mit seinem Handgepäck. Wir befürchteten schon das Schlimmste. Nach den Turbulenzen beim Inman-Transfer war man auf alles vorbereitet. Wie sich aber bald herausstellte, war "nur" sein Gepäck verlustig gegangen (darin natürlich seine Skates und seine alten BAUER-Sticks). Glücklicherweise fand es sich im Laufe des Tages wieder an, so dass es nach dem Spiel am Flughafen abgeholt werden konnte.
Danach hiess es erstmal Essen fassen und so ging es zu einem kleinen Italiener im Ostberliner Zentrum. Bei diesem Essen wurde schon kräftig Small Talk betrieben. Dabei kam heraus, dass sich Todd in letzter Zeit jede Woche mindestens 4mal auf dem Eis fitgehalten hat, aus einer 10.000 Einwohner Stadt kommt, 4 Kinder hat (2 Mädchen, 2 Jungen), das Weihnachten in Familie doch ganz schön stressig sein kann *g* und dass er sehr wissbegierig war, wie denn alles in Weisswasser und Deutschland abläuft.
Nachdem wir drei gesättigt waren ging es auf Sight-Seeing Tour ins Berliner Zentrum. Vom Reichstag bis zum Brandenburger Tor war alles dabei. Todd zeigte sich von Berlin sehr angetan, obwohl er eigentlich so grosse Städte nicht mag. Nachdem auch noch die Friedrichstrasse erkundet wurde, ging es dann gegen halb vier zur Deutschlandhalle.
Da wurde es noch einmal richtig spannend. Denn wie würde er von der Mannschaft angenommen werden und wie würde er dem Team gegenüber treten. Aber alle kleinen Sorgen waren vergessen, als ein freudestrahlender Greg Schmidt aus dem Bus stieg und fast ungläubig zu Todd Gill herüberkam. Wir hatten Todd schon "vorgewarnt", dass er Greg Schmidt´s grosses Idol ist und er wollte es uns erst gar nicht glauben. Jetzt wohl schon... *g*
Im Kabinegang stellte er sich bei den vorbeikommenden Spielern kurz vor und war auch zugleich mit André Mücke in einen Small Talk vertieft. Durch seine offene, herzliche Art wurde Todd jedenfalls vom Team beim kurzen Beschnuppern gut aufgenommen. Gleich danach ging es auch schon zum nächsten Termin, Vorstellung bei Bernd Nadebor. Nachdem dies geschafft war wurde noch ein kleiner Imbiss genommen und das Spiel konnte beginnen. Todd ging auch während des Spiels schon voll mit, zum Beispiel bei der ersten Chance von Vait sprang er fast auf und rief: "Did it, dit it...". Auch ärgerte er sich wie die ganze Führungsriege über vergebene Chancen und Chancen der Berliner. Während des ganzen Spiels fragte er zu gewissen Regeln (Icing, 2-Linien-Abseits, Fights) und meinte dann, dass diese europäischen Regeln seiner Spielweise entgegen kommen würden. Ausserdem deutete er taktische Defensiv-Fehler an, die er prompt immer mit einem Beispiel belegen konnte. Dies aber absolut nicht lehrmeisterhaft, sondern in der Art und Weise, dass er mithelfen möchte diese mit abzustellen. Nach der 0-4 Niederlage fragte ich ihn scherzhaft, ob er jetzt gleich wieder heimfliegen möchte. Todd antwortete nur: "Nein, hier wartet noch viel Arbeit, aber sowas mag ich. Ich habe in meiner Karriere noch nie eine Meisterschaft gefeiert, es muss ja mal langsam werden. Das Team kann sicher besser spielen und da möchte ich mithelfen."
Nach dem Spiel ging es dann gleich zum Flughafen das Gepäck abholen und dann Richtung neue Heimat. Dort kamen wir gegen 22 Uhr an und Todd fiel todmüde ins Bett und dürfte die paar Stunden Schlaf geniessen. Am Montag erwartet ihn vormittags die Erledigung der Passformalitäten, die Ausgabe der Ausrüstung und um 17.00 Uhr das erste Eistraining mit der Mannschaft.
Wenn Todd das was er an menschlichen Qualitäten zeigte auch auf dem Eis bringen kann, ist er ein absoluter Gewinn für die Füchse. Deshalb nochmal: "WELCOME TODD!".
Hier die ersten Eindrücke von Todd Gill:
1 | Axel Schweiss | 29.12.2003 @ 00:54
Klingt nicht schlecht.Guter Bericht.Tschau Axel.
2 | SvenS. | 29.12.2003 @ 01:00
Leider fehlt mir der Inmann...schade das es nicht klappt...frage mich nur wieso man mit einem Spieler verhandelt der keine Freigabe hat
3 | Skyblue | 29.12.2003 @ 01:00
Toller Bericht! Lieber Gott hoffentlich ist er die versprochene Verstärkung!
4 | SvenS. | 29.12.2003 @ 01:01
Er alleine wirds nicht reissen können....wir brauchen weiterhin noch mindestens einen Topstürmer! Also dranbleiben Herr Reinert - noch sind 21 Tage Zeit!!!
5 | Planfried | 29.12.2003 @ 01:01
Klasse Bericht. Sieht doch gut aus, wenn ihm jetzt schon Fehler auffallen. Denke mal daß es da mit Sekera sen. die eine oder andere Diskussion geben wird. Kann ja auch positiv sein.
6 | Mozart | 29.12.2003 @ 01:03
Inman hatte die mündliche Zusage seines Vereins, dass er nach Europa wechseln darf. Die Freigabe wurde aber gestern Abend überraschend zurückgezogen. Ab morgen wird weiter mit dem Verein verhandelt.
Ciao Mozart!
7 | MikeM | 29.12.2003 @ 01:32
Gut das er aus einer kleinen Stadt kommt. Dann kommt er hoffentlich mit der beschaulichen Lausitz zurecht.
Und vom aussehen her...nicht älter als 30 würd ich ihn schätzen :)
8 | bure | 29.12.2003 @ 02:07
ich hoffe das inman noch kommt die zeit rennt mitlerweile wir brauchen einen super stürmer also beten beten das es klappt wenn nicht es gibt noch andere knaller in echl,bloß zeit is nich mehr viel also daumen drücken.
9 | oli81 | 29.12.2003 @ 06:57
saubere arbeit mozart...habe gute erste eindrücke von unseren neuen. aber wir brauchen noch einen, welche tore schießt!
10 | cat | 29.12.2003 @ 09:52
Sieht man mal was mündliche Zusagen wert sind. Ansonsten super Bericht.
11 | Mischka | 29.12.2003 @ 11:17
Mensch Sascha, schade, dass ich nicht kommen konnte. Wär doch mal ein schönes Gesprächsthema gewesen. "Good for Greg, to draft this man"
12 | Nadia | 30.12.2003 @ 23:58
Ein ganz KLASSE-GEGRÜSSUNGSBERICHT!!! Danke und macht weiter so! ... wie sagt man: "Der erste Eindruck ist immer der beste! Symphatisches Kerlchen!
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Nun aber zu dem extra-langen Tag des Todd Gill´s. Gestern (28.12.03) bestieg er gegen halb 8 (abends) in Montreal den Flieger Richtung Deutschland, der ihn mit Zwischenstopp in London, zu unseren Füchsen bringen sollte. Todd hatte während des Fluges keine Minute geschlafen, er war zu gespannt was ihn bei uns erwarten würde.
Ein weiterer Grund der Schlaflosigkeit dürfte auch das Essen an Bord gewesen sein, was laut seiner eigenen Aussage, etwas Ähnlichkeit mit Plastik hatte... *g*
Kurz vor 12 kam er dann zum Abfertigungsschalter hinaus, komischerweise nur mit seinem Handgepäck. Wir befürchteten schon das Schlimmste. Nach den Turbulenzen beim Inman-Transfer war man auf alles vorbereitet. Wie sich aber bald herausstellte, war "nur" sein Gepäck verlustig gegangen (darin natürlich seine Skates und seine alten BAUER-Sticks). Glücklicherweise fand es sich im Laufe des Tages wieder an, so dass es nach dem Spiel am Flughafen abgeholt werden konnte.
Danach hiess es erstmal Essen fassen und so ging es zu einem kleinen Italiener im Ostberliner Zentrum. Bei diesem Essen wurde schon kräftig Small Talk betrieben. Dabei kam heraus, dass sich Todd in letzter Zeit jede Woche mindestens 4mal auf dem Eis fitgehalten hat, aus einer 10.000 Einwohner Stadt kommt, 4 Kinder hat (2 Mädchen, 2 Jungen), das Weihnachten in Familie doch ganz schön stressig sein kann *g* und dass er sehr wissbegierig war, wie denn alles in Weisswasser und Deutschland abläuft.
Nachdem wir drei gesättigt waren ging es auf Sight-Seeing Tour ins Berliner Zentrum. Vom Reichstag bis zum Brandenburger Tor war alles dabei. Todd zeigte sich von Berlin sehr angetan, obwohl er eigentlich so grosse Städte nicht mag. Nachdem auch noch die Friedrichstrasse erkundet wurde, ging es dann gegen halb vier zur Deutschlandhalle.
Da wurde es noch einmal richtig spannend. Denn wie würde er von der Mannschaft angenommen werden und wie würde er dem Team gegenüber treten. Aber alle kleinen Sorgen waren vergessen, als ein freudestrahlender Greg Schmidt aus dem Bus stieg und fast ungläubig zu Todd Gill herüberkam. Wir hatten Todd schon "vorgewarnt", dass er Greg Schmidt´s grosses Idol ist und er wollte es uns erst gar nicht glauben. Jetzt wohl schon... *g*
Im Kabinegang stellte er sich bei den vorbeikommenden Spielern kurz vor und war auch zugleich mit André Mücke in einen Small Talk vertieft. Durch seine offene, herzliche Art wurde Todd jedenfalls vom Team beim kurzen Beschnuppern gut aufgenommen. Gleich danach ging es auch schon zum nächsten Termin, Vorstellung bei Bernd Nadebor. Nachdem dies geschafft war wurde noch ein kleiner Imbiss genommen und das Spiel konnte beginnen. Todd ging auch während des Spiels schon voll mit, zum Beispiel bei der ersten Chance von Vait sprang er fast auf und rief: "Did it, dit it...". Auch ärgerte er sich wie die ganze Führungsriege über vergebene Chancen und Chancen der Berliner. Während des ganzen Spiels fragte er zu gewissen Regeln (Icing, 2-Linien-Abseits, Fights) und meinte dann, dass diese europäischen Regeln seiner Spielweise entgegen kommen würden. Ausserdem deutete er taktische Defensiv-Fehler an, die er prompt immer mit einem Beispiel belegen konnte. Dies aber absolut nicht lehrmeisterhaft, sondern in der Art und Weise, dass er mithelfen möchte diese mit abzustellen. Nach der 0-4 Niederlage fragte ich ihn scherzhaft, ob er jetzt gleich wieder heimfliegen möchte. Todd antwortete nur: "Nein, hier wartet noch viel Arbeit, aber sowas mag ich. Ich habe in meiner Karriere noch nie eine Meisterschaft gefeiert, es muss ja mal langsam werden. Das Team kann sicher besser spielen und da möchte ich mithelfen."
Nach dem Spiel ging es dann gleich zum Flughafen das Gepäck abholen und dann Richtung neue Heimat. Dort kamen wir gegen 22 Uhr an und Todd fiel todmüde ins Bett und dürfte die paar Stunden Schlaf geniessen. Am Montag erwartet ihn vormittags die Erledigung der Passformalitäten, die Ausgabe der Ausrüstung und um 17.00 Uhr das erste Eistraining mit der Mannschaft.
Wenn Todd das was er an menschlichen Qualitäten zeigte auch auf dem Eis bringen kann, ist er ein absoluter Gewinn für die Füchse. Deshalb nochmal: "WELCOME TODD!".
Hier die ersten Eindrücke von Todd Gill: