Mit einem rauschenden Eishockeyfest beendeten die Lausitzer Eishockeyfüchse das Jahr 2003. Mit 5:2 siegte der EHC über die Berlin Capitals. Bis zur 37. Spielminute lagen die stark ersatzgeschwächten Weißwasseraner vor 2.916 Zuschauern noch 1:2 zurück. Nur dem tadelsfreien Keeper Iiro Itämies hatten es die Füchse bis dahin zu verdanken, dass der Rückstand nicht größer war. Dann aber folgten die großen Auftritte des neuen Füchse- Verteidigers Todd Gill, der mit einem Schlagschuss und einem Alleingang in Unterzahl(!) das Match drehte.
Das mit Spannung erwartete Debüt des 38- jährigen NHL- Veterans Todd Gill verlief glanzvoll. Schon beim Einspielen war der grazile Laufstil des Kanadiers aufgefallen. Weil bei den Lausitzern mit Schmidt, Sekera, Vait, Hanusch, Bartlick und Kuhlee gleich sechs Akteure gesperrt, krank bzw. verletzt fehlten, konnte Coach Horymir Sekera nur fünf Verteidiger und neun Stürmer aufbieten. Gill stand so bereits beim Anstoßbully auf dem Eis. Zuvor hatte er per „Helmstoß“ Torhüter Itämies „eingeschworen“ und mit den Mitspielern abgeklatscht. Als Marcel Linke nach 82 Sekunden aus unmöglich spitzem Winkel das 1:0 erzielte, saß Gill gerade auf der Wechselbank, klopfte aber mit dem Schläger Beifall gegen die Bande. Den zweiten Wechsel des Kanadiers beendete Referee Kadow mit einer 2-Minuten-Strafe. Nach einem harten, aber regelgerechten Check musste Gill erstmals erkennen, dass deutsche Schiedsrichter die Regeln anders auslegen, als in Übersee. Kaum zurück auf dem Eis ließ der Defender erstmals seine Klasse aufblitzen. Er umspielte gekonnt einen Berliner Abwehrmann und schoss sofort direkt, scheiterte aber am gegnerischen Torhüter Marti’n. Das 1:1 der Capitals erlebte Gill von der Bank. Beim Führungstreffer der Hauptstädter stand der neue Hoffnungsträger mit auf dem Eis. Allerdings war das Tor „dreifach irregulär“. Per Schlittschuh aus dem Torraum ins verschobene Gehäuse hatte Fadeev getroffen. Schiri Kadow hatte dies alles nicht mitbekommen, ließ anschließend sogar bei noch immer nicht wieder verankertem Tor weiterspielen. Das Mitteldrittel gehörte anfangs klar den Gästen, die mindestens sechsmal in besten Positionen an Weißwassers Goalie Itämies scheiterten. In dieser Phase bestach die Ruhe, mit der Gill die Scheibe sicherte und den Spielaufbau startete. Zunehmend wurde der Kanadier zur zentralen Figur des EHC- Spiels, die den Puck forderte und seine Mitspieler dirigierte. Als die Lausitzer nach 37 Minuten doppelte numerische Überzahl hatten, versenkte Gill die Hartgummischeibe per Direktschuss aus 10 Metern im linken unteren Eck. Exakt 152 Sekunden später spritze der Routinier – hier war Weißwasser in Unterzahl – in einen Fehlpass und erzielte per Sololauf die vielumjubelte Führung. Da sage noch einer, Todd Gill sei langsam… Im Schlussabschnitt lenkte Todd Gill das Spiel der Lausitzer, als sei er schon jahrelang ein Fuchs. Nach einem Stockschlag in der 50 Minute auf den Unterarm (musste mit Eis gekühlt werden) schickte der Kanadier kurz vor Spielende mit einem Pass wie an der Schnur gezogen Jörg Pohling auf die Reise, der den Endstand herstellte. Das 4:2 hatte Kulabuchov besorgt. Gill wurde unter dem tosenden Jubel der Fans zum besten Spieler gewählt und musste mehrere Ehrenrunden laufen. „Todd ist ein super Einkauf. Er bringt Ruhe ins Match, spielt super Pässe. Er läuft vielleicht nicht so schnell. Aber er denkt sehr schnell.“, lobte Trainer Horymir Sekera seinen Neuzugang. Die nächste Chance, den neuen Weißwasseraner Hoffnungsträger zu bestaunen, gibt es bereits heute (2.1.04) um 19.30 Uhr, wenn die Füchse die Hannover Indians empfangen. Sonntag muss der EHC nach Hassfurt reisen.
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Das mit Spannung erwartete Debüt des 38- jährigen NHL- Veterans Todd Gill verlief glanzvoll. Schon beim Einspielen war der grazile Laufstil des Kanadiers aufgefallen. Weil bei den Lausitzern mit Schmidt, Sekera, Vait, Hanusch, Bartlick und Kuhlee gleich sechs Akteure gesperrt, krank bzw. verletzt fehlten, konnte Coach Horymir Sekera nur fünf Verteidiger und neun Stürmer aufbieten. Gill stand so bereits beim Anstoßbully auf dem Eis. Zuvor hatte er per „Helmstoß“ Torhüter Itämies „eingeschworen“ und mit den Mitspielern abgeklatscht. Als Marcel Linke nach 82 Sekunden aus unmöglich spitzem Winkel das 1:0 erzielte, saß Gill gerade auf der Wechselbank, klopfte aber mit dem Schläger Beifall gegen die Bande. Den zweiten Wechsel des Kanadiers beendete Referee Kadow mit einer 2-Minuten-Strafe. Nach einem harten, aber regelgerechten Check musste Gill erstmals erkennen, dass deutsche Schiedsrichter die Regeln anders auslegen, als in Übersee. Kaum zurück auf dem Eis ließ der Defender erstmals seine Klasse aufblitzen. Er umspielte gekonnt einen Berliner Abwehrmann und schoss sofort direkt, scheiterte aber am gegnerischen Torhüter Marti’n. Das 1:1 der Capitals erlebte Gill von der Bank. Beim Führungstreffer der Hauptstädter stand der neue Hoffnungsträger mit auf dem Eis. Allerdings war das Tor „dreifach irregulär“. Per Schlittschuh aus dem Torraum ins verschobene Gehäuse hatte Fadeev getroffen. Schiri Kadow hatte dies alles nicht mitbekommen, ließ anschließend sogar bei noch immer nicht wieder verankertem Tor weiterspielen. Das Mitteldrittel gehörte anfangs klar den Gästen, die mindestens sechsmal in besten Positionen an Weißwassers Goalie Itämies scheiterten. In dieser Phase bestach die Ruhe, mit der Gill die Scheibe sicherte und den Spielaufbau startete. Zunehmend wurde der Kanadier zur zentralen Figur des EHC- Spiels, die den Puck forderte und seine Mitspieler dirigierte. Als die Lausitzer nach 37 Minuten doppelte numerische Überzahl hatten, versenkte Gill die Hartgummischeibe per Direktschuss aus 10 Metern im linken unteren Eck. Exakt 152 Sekunden später spritze der Routinier – hier war Weißwasser in Unterzahl – in einen Fehlpass und erzielte per Sololauf die vielumjubelte Führung. Da sage noch einer, Todd Gill sei langsam… Im Schlussabschnitt lenkte Todd Gill das Spiel der Lausitzer, als sei er schon jahrelang ein Fuchs. Nach einem Stockschlag in der 50 Minute auf den Unterarm (musste mit Eis gekühlt werden) schickte der Kanadier kurz vor Spielende mit einem Pass wie an der Schnur gezogen Jörg Pohling auf die Reise, der den Endstand herstellte. Das 4:2 hatte Kulabuchov besorgt. Gill wurde unter dem tosenden Jubel der Fans zum besten Spieler gewählt und musste mehrere Ehrenrunden laufen. „Todd ist ein super Einkauf. Er bringt Ruhe ins Match, spielt super Pässe. Er läuft vielleicht nicht so schnell. Aber er denkt sehr schnell.“, lobte Trainer Horymir Sekera seinen Neuzugang. Die nächste Chance, den neuen Weißwasseraner Hoffnungsträger zu bestaunen, gibt es bereits heute (2.1.04) um 19.30 Uhr, wenn die Füchse die Hannover Indians empfangen. Sonntag muss der EHC nach Hassfurt reisen.