Trainer, Mannschaft und Fans feiern Kanadier Gill/Weißwasser heute gegen Hannover
Der Kandier Todd Gill benötigte bei seiner Premiere für die Lausitzer Füchse nur 121 Sekunden, um sich in den Statistiken des europäischen Eishockeys zu verewigen - mit einer Zwei-Minuten-Strafe wegen unkorrekten Körperangriffs. Und nur knapp 40 Spielminuten benötigte der 38-jährige Routinier, um sich in die Herzen der Weißwasseraner Fans zu schießen.
Denn mit seinen beiden Treffern beim 5:2-Erfolg gegen die Berlin Capitals avancierte Gill auf Anhieb zum Publikumsliebling. Er ist deshalb auch heute der große Hoffnungsträger, wenn die Füchse ab 19.30 Uhr auf den KEV Hannover treffen.
Seinen schwierigsten Auftritt hatte Todd Gill am Dienstag erst nach Spielschluss zu bestreiten. Sichtlich gerührt und fast schon ein wenig verlegen stand der 1120-fache NHL-Profi auf der provisorischen Showbühne und nahm die nicht enden wollenden Huldigungen der blau-gelben Fangemeinde entgegen. "Toooooodd Gill" schallte es ihm aus rund 300 Kehlen immer wieder entgegen. Solche tollen Fans, bedankte sich der Kanadier ganz Gentleman-like, habe er selbst in der NHL nur selten erlebt: "Es ist einfach Wahnsinn, was hier abgeht!"
Zur Erinnerung: Die Füchse spielen derzeit in der dritten Liga. Sieben Spieltage vor dem Ende der Vorrunde müssen sie als Tabellenvierter weiterhin um Rang fünf und damit den Einzug in die Meisterrunde bangen. Aber - sie haben mit Todd Gill einen neuen Hoffnungsträger, der für eine regelrechte Aufbruchstimmung sorgte. Seine Premiere wurde zu einem rauschenden Puckfest, das so emotional und euphorisch schon lange nicht mehr im Fuchsbau stattgefunden hat. Von den Anhängern wurde der Routinier aus Übersee umgehend zum neuen Messias im Fuchspelz geadelt. Sie rücken seinen Namen schon jetzt in eine Reihe mit einstigen Publikumslieblingen wie Morgan Samuelsson und Josef Reznicek.
Was ist also dran an dem 38-jährigen NHL-Veteran Todd Gill? "Wir haben mit ihm einen super, super Kauf gemacht", schwärmte der sonst eher zurückhaltende Füchse-Trainer Horymir Sekera. "Er war der Ruhepol in unserer Mannschaft und hat das Spiel mit viel Übersicht aufgebaut." Vor allem in taktischer Hinsicht erfüllte Gill auf Anhieb die hohen taktischen Anforderungen, mit denen manch anderer Profi Probleme hat.
Auch das Team akzeptierte den Neuen sofort als Führungspersönlichkeit. Vor allem Gills kanadischer Landsmann Greg Schmidt hatte jenen Glanz in den Augen, den man gemeinhin nur bei Kindern unterm Weihnachtsbaum sieht. "Einfach unglaublich, hervorragend", lobte der gegen Berlin gesperrte Stürmer. "Ich habe großen Respekt vor Todds langer Karriere. Dass ich mit so einem Mann in einer Mannschaft spielen darf - das ist ist phantastisch." Und auch Markus Kempf schloss sich dem Lob an. "Ein Mann wie Todd Gill strahlt einfach Sicherheit aus. Da merkst du sofort, dass du dich auf ihn hundertprozentig verlassen kannst", erklärte er.
Was der Heimsieg gegen die Berliner wert ist, wird sich bereits heute Abend zeigen. Dann gastiert der KEV Hannover in Weißwasser. Beide Teams sind derzeit in der Tabelle einen Punkt getrennt. Nur der Sieger dieses Nachbarschaftsduells macht einen großen Schritt in Richtung Meisterrunde. Bei den Gastgebern hat sich die angespannte Personalsituation über den Jahreswechsel wieder einigermaßen entspannt. Zum gestrigen Abschlusstraining meldeten sich mit Kapitän Torsten Hanusch, Pavel Vait, Robert Bartlick und Martin Sekera gleich vier zuletzt angeschlagene Spieler wieder fit. Auch Greg Schmidt steht nach seiner Sperre heute zur Verfügung.
Endgültig zerschlagen haben sich dagegen die Hoffnungen auf eine Verpflichtung des kanadischen Talents David Inman. Trotz unterschriebenen Vertrages in Weißwasser bleibt er in seiner Heimat bei den Lowell Lockmonsters. Angeblich liebäugelt Inman mit einem Angebot der Calgary Flames und damit einem Wechsel in der NHL. "Das ist für uns einerseits sehr schade. Es zeigt andererseits, dass wir mit der leistungsmäßigen Beurteilung richtig lagen", sagte Geschäftsführer René Reinert. In den vergangenen Tagen wurde die Suche nach einem neuen Stürmer noch einmal intensiviert. Die Transferfrist endet am 15. Januar. (FRANK NOACK)
Der Kandier Todd Gill benötigte bei seiner Premiere für die Lausitzer Füchse nur 121 Sekunden, um sich in den Statistiken des europäischen Eishockeys zu verewigen - mit einer Zwei-Minuten-Strafe wegen unkorrekten Körperangriffs. Und nur knapp 40 Spielminuten benötigte der 38-jährige Routinier, um sich in die Herzen der Weißwasseraner Fans zu schießen.
Denn mit seinen beiden Treffern beim 5:2-Erfolg gegen die Berlin Capitals avancierte Gill auf Anhieb zum Publikumsliebling. Er ist deshalb auch heute der große Hoffnungsträger, wenn die Füchse ab 19.30 Uhr auf den KEV Hannover treffen.
Seinen schwierigsten Auftritt hatte Todd Gill am Dienstag erst nach Spielschluss zu bestreiten. Sichtlich gerührt und fast schon ein wenig verlegen stand der 1120-fache NHL-Profi auf der provisorischen Showbühne und nahm die nicht enden wollenden Huldigungen der blau-gelben Fangemeinde entgegen. "Toooooodd Gill" schallte es ihm aus rund 300 Kehlen immer wieder entgegen. Solche tollen Fans, bedankte sich der Kanadier ganz Gentleman-like, habe er selbst in der NHL nur selten erlebt: "Es ist einfach Wahnsinn, was hier abgeht!"
Zur Erinnerung: Die Füchse spielen derzeit in der dritten Liga. Sieben Spieltage vor dem Ende der Vorrunde müssen sie als Tabellenvierter weiterhin um Rang fünf und damit den Einzug in die Meisterrunde bangen. Aber - sie haben mit Todd Gill einen neuen Hoffnungsträger, der für eine regelrechte Aufbruchstimmung sorgte. Seine Premiere wurde zu einem rauschenden Puckfest, das so emotional und euphorisch schon lange nicht mehr im Fuchsbau stattgefunden hat. Von den Anhängern wurde der Routinier aus Übersee umgehend zum neuen Messias im Fuchspelz geadelt. Sie rücken seinen Namen schon jetzt in eine Reihe mit einstigen Publikumslieblingen wie Morgan Samuelsson und Josef Reznicek.
Was ist also dran an dem 38-jährigen NHL-Veteran Todd Gill? "Wir haben mit ihm einen super, super Kauf gemacht", schwärmte der sonst eher zurückhaltende Füchse-Trainer Horymir Sekera. "Er war der Ruhepol in unserer Mannschaft und hat das Spiel mit viel Übersicht aufgebaut." Vor allem in taktischer Hinsicht erfüllte Gill auf Anhieb die hohen taktischen Anforderungen, mit denen manch anderer Profi Probleme hat.
Auch das Team akzeptierte den Neuen sofort als Führungspersönlichkeit. Vor allem Gills kanadischer Landsmann Greg Schmidt hatte jenen Glanz in den Augen, den man gemeinhin nur bei Kindern unterm Weihnachtsbaum sieht. "Einfach unglaublich, hervorragend", lobte der gegen Berlin gesperrte Stürmer. "Ich habe großen Respekt vor Todds langer Karriere. Dass ich mit so einem Mann in einer Mannschaft spielen darf - das ist ist phantastisch." Und auch Markus Kempf schloss sich dem Lob an. "Ein Mann wie Todd Gill strahlt einfach Sicherheit aus. Da merkst du sofort, dass du dich auf ihn hundertprozentig verlassen kannst", erklärte er.
Was der Heimsieg gegen die Berliner wert ist, wird sich bereits heute Abend zeigen. Dann gastiert der KEV Hannover in Weißwasser. Beide Teams sind derzeit in der Tabelle einen Punkt getrennt. Nur der Sieger dieses Nachbarschaftsduells macht einen großen Schritt in Richtung Meisterrunde. Bei den Gastgebern hat sich die angespannte Personalsituation über den Jahreswechsel wieder einigermaßen entspannt. Zum gestrigen Abschlusstraining meldeten sich mit Kapitän Torsten Hanusch, Pavel Vait, Robert Bartlick und Martin Sekera gleich vier zuletzt angeschlagene Spieler wieder fit. Auch Greg Schmidt steht nach seiner Sperre heute zur Verfügung.
Endgültig zerschlagen haben sich dagegen die Hoffnungen auf eine Verpflichtung des kanadischen Talents David Inman. Trotz unterschriebenen Vertrages in Weißwasser bleibt er in seiner Heimat bei den Lowell Lockmonsters. Angeblich liebäugelt Inman mit einem Angebot der Calgary Flames und damit einem Wechsel in der NHL. "Das ist für uns einerseits sehr schade. Es zeigt andererseits, dass wir mit der leistungsmäßigen Beurteilung richtig lagen", sagte Geschäftsführer René Reinert. In den vergangenen Tagen wurde die Suche nach einem neuen Stürmer noch einmal intensiviert. Die Transferfrist endet am 15. Januar. (FRANK NOACK)
Quelle: Lausitzer Rundschau