"Einige Profis sollten sich als Eiskunstläufer bewerben"
Ausgerechnet in der vorentscheidenden Saisonphase stecken die Lausitzer Füchse aus Weißwasser in der Krise. Derzeit haben sie als Tabellenvierter der Oberliga Südost mit 53 Punkte nur noch einen Zähler Vorsprung vor Schweinfurt (52) und Bayreuth (52). Am Ende der Vorrunde müssen sie mindestens Rang fünf belegen, um in die Meisterrunde einzuziehen und damit die Chance auf den Aufstieg zu wahren. "Sollten wir dieses Ziel verfehlen, gerät der Eishockey-Standort Weißwasser in große Gefahr", sagt Füchse-Geschäftsführer René Reinert im Interview mit der RUNDSCHAU.
Herr Reinert, die Lausitzer Füchse haben am Dienstag in Bayreuth das so genannte Endspiel um Platz fünf verloren. Wie beurteilen Sie die Lage vor den restlichen vier Partien in der Vorrunde?
Die Lage war vor diesem Spiel ernst, jetzt ist sie sehr ernst. Ich bin vor allem darüber enttäuscht, dass sich die Mannschaft nicht wirklich gegen die Niederlage aufgebäumt hat. So wie sich einige Profis präsentiert haben, sollten sie sich vielleicht besser als Eiskunstläufer bewerben.
Haben Sie eine Erklärung für die derzeitige Krise?
Schwer zu sagen. Natürlich verliert kein Spieler mit Absicht. Nur, was die Mannschaft auf dem Eis anbietet, ist für unsere Ansprüche einfach zu wenig. Dabei konnte sie sich auf das Spiel in Bayreuth optimal vorbereiten. Die Geschäftsführung hat extra zwei Übernachtungen ermöglicht, damit die Reisestrapazen wegfallen. Dass wir uns trotzdem vom Gegner so überfahren lassen, ist bedenklich. Zumal wir den doppelten Etat der Bayreuther haben.
Was passiert, wenn der angestrebten fünfte Platz verfehlt wird und die Füchse damit ein weiteres Jahr in der dritten Liga spielen müssen?
Zunächst: Noch sind wir Tabellenvierter und diesen Platz müssen wir unbedingt verteidigen. Sollten wir dieses Ziel verfehlen, gerät der Eishockey-Standort Weißwasser in große Gefahr. Denn wir haben in den vergangenen Monaten gemerkt, wie außerordentlich schwer es ist, neue Geldgeber für die Oberliga zu gewinnen. Weißwasser hat zwar eine große Tradition, aber die Kurve zeigt seit Jahren nur nach unten. Erst DEL, dann zweite Liga, jetzt Oberliga - dieses Verlierer-Image müssen wir unbedingt wieder loswerden.
Welche kurzfristigen Handlungsmöglichkeiten haben Sie?
Wir werden die Mannschaft noch einmal verstärken. Derzeit sind wir mit einem neuen Stürmer aus Übersee in Kontakt. Wenn alles klappt, könnte er am Wochenende hier sein. Endgültigen Vollzug werden wir aber erst vermelden, wenn er wirklich in Weißwasser ist. Wir wollen schließlich keinen zweiten Fall David Inman erleben, der trotz unterschriebenen Vertrages uns kurzfristig wieder abgesagt hat. Ein neuer Spieler allein kann es jedoch nicht richten. Das gesamte Team muss sich gewaltig steigern.
Die letzten vier Partien der Vorrunde dürften jetzt zu einer Nervensache werden. Glauben Sie, dass die Mannschaft diesem Druck gewachsen ist?
Die Situation ist ja nicht von heute auf morgen entstanden. Die Spieler hatten genug Zeit, dieses Herzschlagfinale zu vermeiden. Jetzt müssen wir alle da durch. Wer als Profisportler nicht in der Lage ist, diesem Druck stand zu halten, muss sich einen neuen Job suchen. (Frank Noack)
Quelle: Lausitzer Rundschau
1 | pasloe | 08.01.2004 @ 09:16
Tja, einen neuen Job suchen wenn es dann zu spät ist !!! Sehe ich nicht so.
2 | turbotox | 08.01.2004 @ 10:24
"...die Situation ist ja nicht von heute auf morgen entstanden.... Genau so ist es, aber kein Verantwortlicher hat zeitig genug reagiert! Wiederhole mich gern: Fisch fängt am Kopf an zu stinken. Habe fertig!
3 | WSWaner | 08.01.2004 @ 10:47
Bravo Herr Reinert, der Verein kann nicht wie in den letzten Jahren immer den geringeren Etat im Vergleich zu anderen Clubs vorschieben. Hier müssen jetzt gleiche Maßstäbe wie bei Clubs gelten, die ihre Ziele weit verfehlen. Wird der Aufstieg ...
4 | WSWaner | 08.01.2004 @ 10:50
... verfehlt sollte man drei Viertel des Teams auswechseln. Dummerweise gibt uns Westpolen bei einem Nichtaufstieg diese Saison keiner mehr Geld für die nächste. Ich hoffe der Teil des Teams, der bereits letzte Saison abgestiegen ist, lässt uns ...
5 | WSWaner | 08.01.2004 @ 10:51
... nicht schon wieder im Stich. Alle sind gefordert. Selbstverständlich gehört der Trainer ausgewechselt, wenn wir nicht aufsteigen. Ganz klar. Er behauptet tatsächlich seine Arbeit gut zu machen. Darüber kann ich nur schmunzeln.
6 | Axel Schweiss | 08.01.2004 @ 11:20
Herr Reinert auf den Stuhl von Dietze das wäre ein Schritt in die richtige Richtung.In diesen Gespräch wird deutlich das Reinert keine Ausreden sucht.Sekera und Dietze haben nur Ausreden zu bieten.Es hätte schon viel eher was passieren müssen.
7 | Schinzi | 08.01.2004 @ 11:29
Daumen hoch Axel!
8 | ETCfan | 08.01.2004 @ 11:29
Wir sinegen Füchse Füchse 4:liga wie ist das schön euch nie mehr zu sehen...... schönen gruss an die pisser Chico und Siggi........ ihr seid die besten!
9 | Bobo | 08.01.2004 @ 11:32
MiauWauwau ein ganz kluger.
10 | #91 | 08.01.2004 @ 11:37
@ ETCfan: Wer zuletzt lacht, lacht am besten.
11 | Dieter | 08.01.2004 @ 12:12
Sitzt Herr Reinert nicht schon auf dem Stuhl, Axel ?
12 | Arni | 08.01.2004 @ 12:30
Ja Dieter,und er kann von mir aus noch sehr lange da sitzen.Bei ihm hat man das Gefühl er will unbedingt was reissen.Dietze in Ehren,aber er sollte sich nur auf die Sponsoren konzentrieren.Wenn er denn noch will.
13 | Heiko | 08.01.2004 @ 13:44
dem von Arni gesagten gibt es nix hinzuzufügen, hoffentlich ist es nicht zu spät!!
14 | ETCfan | 08.01.2004 @ 13:56
zu letzt ist nächsten freitag nach 22 uhr? Wenn dresden euch entgültig in die Bedeutungslosigkeit befördert hat.......lach
15 | bure | 08.01.2004 @ 14:09
etc...ihr seit doch der lacher der nation kuckt auf euch das ihr nich absteigt ihr werdet mit sicherheit nicht die playoffs erreichen..hahaha..wir und dresden gehen hoch und ihr eins tiefer:)
16 | Matz | 08.01.2004 @ 14:21
Auch ich freue mich über das Engagement von Herrn R. Hoffentlich aber jubeln alle auch dann noch, wenn mal wieder der Konkursverwalter ran muss...Es ist ein Tanz auf dem Drahtseil, den ein Doc (gebranntes Kind) scheut!
17 | Dieter | 08.01.2004 @ 14:51
Ach und man hat das Geld, um einen Geschäftsführer & einen Spornsorenbetreuer zu bezahlen ? Wohl dem der so einen Etat hat....
18 | Arni | 08.01.2004 @ 15:04
Irgendwo müssen die 1,3Mill € ja hin sein?.Wenn ein Bayreuth mit der hälfte des Etats einen Punkt hinter uns steht stell ich mir die Frage ob unsere Spieler zu viel verdienen?.Die holen das Maximale aus der Mannschaft raus,wir dagegen wiedermal nicht
19 | Andi | 08.01.2004 @ 19:49
@ETCfan Kümmert Ihr Euch lieber um Eurer eigenes Team. Ihr seit schließlich auch kurz davor in den Play-Downs zu landen, und dann lachen wir, wenn euch Weiden rauskegelt.
20 | Analyst :-) | 08.01.2004 @ 20:36
das 2 mannschaften aufsteigen ist ja beschlossen. da man überlegt die 2. Liga auf 12 teams zu reduzieren muss es 3 absteiger geben. da sollte der ETC schon mal grübeln. man sieht sich immer 2mal im leben.
21 | WSWaner | 08.01.2004 @ 20:58
last die DD und Chrimme Leuten doch ihren Senf hier reinschmieren. Kann uns doch egal sein. Last uns lieber um uns kümmern und sehen das wir diese Sch... Situation noch glimpflich überstehen!
22 | Fuchs | 08.01.2004 @ 21:21
Zu Wswaner:Sekara sen. zu verpflichten war ein großer fehler vom DOC!!!Gestern scheiße heute scheiße.Abschied vom EHC !EIS ABTAUEN UND ES MIT entenzucht versuchen.Denn einige deutsche u.ausländer haben es nicht begriffen um was esgeht(außer ums geld)
23 | MarTenn | 09.01.2004 @ 10:59
Leute lasst uns merkern wie wir wollen ich kann nur sagen das ich froh bin das reinert an dietzes stelle sitzt der macht seine sache wesentlich besser. der aufstieg wird diese saison eh nicht ob wir die meisterrunde erreichen oder nicht.
24 | ETCfan | 09.01.2004 @ 15:46
ich lach mich so tod..... ihr seid eben lächerlich..... die Polnische Zweite Liga...... da könnt ihr mit rumspielen..... Tschüss
25 | tanngrismir | 10.01.2004 @ 13:51
@ETCfan
Maul halten du Kasper!!!Selber bessere Leistungen zeigen........
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Ausgerechnet in der vorentscheidenden Saisonphase stecken die Lausitzer Füchse aus Weißwasser in der Krise. Derzeit haben sie als Tabellenvierter der Oberliga Südost mit 53 Punkte nur noch einen Zähler Vorsprung vor Schweinfurt (52) und Bayreuth (52). Am Ende der Vorrunde müssen sie mindestens Rang fünf belegen, um in die Meisterrunde einzuziehen und damit die Chance auf den Aufstieg zu wahren. "Sollten wir dieses Ziel verfehlen, gerät der Eishockey-Standort Weißwasser in große Gefahr", sagt Füchse-Geschäftsführer René Reinert im Interview mit der RUNDSCHAU.
Herr Reinert, die Lausitzer Füchse haben am Dienstag in Bayreuth das so genannte Endspiel um Platz fünf verloren. Wie beurteilen Sie die Lage vor den restlichen vier Partien in der Vorrunde?
Die Lage war vor diesem Spiel ernst, jetzt ist sie sehr ernst. Ich bin vor allem darüber enttäuscht, dass sich die Mannschaft nicht wirklich gegen die Niederlage aufgebäumt hat. So wie sich einige Profis präsentiert haben, sollten sie sich vielleicht besser als Eiskunstläufer bewerben.
Haben Sie eine Erklärung für die derzeitige Krise?
Schwer zu sagen. Natürlich verliert kein Spieler mit Absicht. Nur, was die Mannschaft auf dem Eis anbietet, ist für unsere Ansprüche einfach zu wenig. Dabei konnte sie sich auf das Spiel in Bayreuth optimal vorbereiten. Die Geschäftsführung hat extra zwei Übernachtungen ermöglicht, damit die Reisestrapazen wegfallen. Dass wir uns trotzdem vom Gegner so überfahren lassen, ist bedenklich. Zumal wir den doppelten Etat der Bayreuther haben.
Was passiert, wenn der angestrebten fünfte Platz verfehlt wird und die Füchse damit ein weiteres Jahr in der dritten Liga spielen müssen?
Zunächst: Noch sind wir Tabellenvierter und diesen Platz müssen wir unbedingt verteidigen. Sollten wir dieses Ziel verfehlen, gerät der Eishockey-Standort Weißwasser in große Gefahr. Denn wir haben in den vergangenen Monaten gemerkt, wie außerordentlich schwer es ist, neue Geldgeber für die Oberliga zu gewinnen. Weißwasser hat zwar eine große Tradition, aber die Kurve zeigt seit Jahren nur nach unten. Erst DEL, dann zweite Liga, jetzt Oberliga - dieses Verlierer-Image müssen wir unbedingt wieder loswerden.
Welche kurzfristigen Handlungsmöglichkeiten haben Sie?
Wir werden die Mannschaft noch einmal verstärken. Derzeit sind wir mit einem neuen Stürmer aus Übersee in Kontakt. Wenn alles klappt, könnte er am Wochenende hier sein. Endgültigen Vollzug werden wir aber erst vermelden, wenn er wirklich in Weißwasser ist. Wir wollen schließlich keinen zweiten Fall David Inman erleben, der trotz unterschriebenen Vertrages uns kurzfristig wieder abgesagt hat. Ein neuer Spieler allein kann es jedoch nicht richten. Das gesamte Team muss sich gewaltig steigern.
Die letzten vier Partien der Vorrunde dürften jetzt zu einer Nervensache werden. Glauben Sie, dass die Mannschaft diesem Druck gewachsen ist?
Die Situation ist ja nicht von heute auf morgen entstanden. Die Spieler hatten genug Zeit, dieses Herzschlagfinale zu vermeiden. Jetzt müssen wir alle da durch. Wer als Profisportler nicht in der Lage ist, diesem Druck stand zu halten, muss sich einen neuen Job suchen. (Frank Noack)
Quelle: Lausitzer Rundschau