„Ja er lebt noch!“ Unter dem inzwischen kultigen „Holzmichel“- Motto feierte der EHC Lausitzer Füchse am Wochenende- eher als noch vor fünf Tagen befürchtet- die Qualifikation für die Oberliga- Meisterrunde. Mit zwei an Dramatik kaum zu überbietenden Kraftakten schafften die Weißwasseraner Siege in Bremerhaven (4:3) und daheim gegen Schweinfurt (5:3) und haben damit das erste „kleine“ Saisonziel erreicht.
„Nein, wir bekommen keine Extra- Prämie für besonders spannende Partien.“, wiegelte Füchse- Coach Horymir Sekera spaßig gemeinte Fragen der Journaille nach dem Schweinfurt- Match ab. Vom Spielverlauf sichtlich gezeichnet und ohne Anorak ab dem 2. Drittel („Ich hatte nach den ersten 20 Minuten Angstschweißausbrüche.“) genoss der Oberfuchs still den Triumph und ließ die Last der zuvor drohenden Abstiegsrunde von sich abfallen. „Im ersten Drittel waren wir ganz schwach.“, blieb Sekera sen. dennoch und kritisch. Gleich nach dem Auftaktbully pennte der erste Block komplett, was die Mighty Dogs nach 15 Sekunden (!) zur frühen Führung nutzten. Nach einem Fehler von Sekera jun. und einem klassisch herausgespielten Überzahltor lag der Mitkontrahent um Rang 5, der ERV Schweinfurt, nach 20 Minuten gar mit 3:0 vorn. Und prompt wurden – eigentlich wie immer – die Reihen umgestellt. Diesmal allerdings zurück zu den Erfolgsformationen, die den Sieg in Bremerhaven erkämpft hatten. Nur „Mister“ Todd Gill und einer sich aufbäumenden, von der Moral her intakten Mannschaft, hatte es der Coach zu verdanken, dass ihm Fragen nach den zu Spielbeginn anders als im Norden zusammengestellten Blöcken erspart blieben. Mit der Erfahrung seiner 38 Lebensjahre und über 1000 NHL- Spiele hatte Gill per Doppelschlag binnen 57 Sekunden im Mittelabschnitt das Lebenslicht der Weißwasseraner wieder angeknipst. Vait, Sekera jun. und Pohling mit einem feinen Solo kippten das Spiel im Schlussdrittel endgültig. Schon in Bremerhaven avancierte der Kanadier zum Matchwinner. Zu allen vier Füchse-Treffern gab der Verteidiger da die Vorlage. So richtig infarktverdächtig wurde die Partie beim Tabellenführer in den letzten 120 Sekunden. Da vergab erst Pohling per Penalty nach Foul an Bartell die endgültige Entscheidung zugunsten des EHC. Es folgten Auszeiten hüben wie drüben und die Herausnahme des REV- Keepers für einen sechsten Feldspieler. Und als die Stadionuhr 59:59min. zeigte, da gab es Strafschuss für die Fishtowner, weil die Lausitzer unter Druck absichtlich das Tor verschoben hatten. Craig Streu lief an- und scheiterte an Iiro Itämies. Der 4:3- Sieg beim Tabellenführer war dann auch die erste gute Botschaft an Thomas Paton Kirton, der Samstag in Berlin landete. Der auf Empfehlung von Todd Gill in die Lausitz gekommene Stürmer soll helfen, die Angriffsmisere beim EHC zu beheben. Kirton ist 25 Jahre alt und hatte in den letzten 2 Jahren mit den Folgen eines Badeunfalls (schwere Rückenverletzung) zu kämpfen. Schenkt man den Aussagen von Gill Glauben, dann ist „Thom“ besser als die zuvor von den Füchse- Verantwortlichen favorisierten Stürmer David Inman, Jason Bonsignore und Matt Elich. Die Drei jedenfalls hatten dem EHC in letzter Sekunde doch noch Körbe gegeben- der unklaren sportlichen Situation (Meisterrunden- Quali war gefährdet) wegen. Kirton wird erstmals am kommenden Wochenende ins Füchse- Dress schlüpfen, wenn in Dresden und daheim gegen Selb die letzten Vorrundenspiele anstehen. Übrigens: Dreimal spielt der neue Kanadier, der vorerst nur zu Probe verpflichtet wurde, ohne Gage! (jur)
1 | Axel Schweiss | 13.01.2004 @ 01:26
Besser als Inman????Das wird wohl kaum möglich sein.Der Mann spielt wahrscheinlich demnächst NHL.Naja wenn er wenigstens halb so gut ist haben wir schon viel gewonnen.Tschau Axel.
2 | silvio | 13.01.2004 @ 06:24
kirton,3mal ohne gage?ist ja super und wen er dann noch gut spielt....na mal sehen,viel glück!
3 | HorstKunstgewerbe | 13.01.2004 @ 07:08
lasst uns froh sein, dass überhaupt einer gekommen ist...
4 | Bobo | 13.01.2004 @ 11:19
Also ich bin schon sehr gespannt auf ihn. Hoffen wir mal das er einschlägt und Todd Gill keine Vetternwirtschaft betreibt. Man stelle sich nur vor der knallt den Dresdnern am Freitag ein paar Dinger rein. Nicht auszudenken wie schön das wäre. Gespan.
5 | tanngrismir | 13.01.2004 @ 16:53
Wenn er so nen Hammer hat, vielleicht schießt er ja den Ackers (od. Pascha) gleich mit durch´s Netz? :-)
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„Nein, wir bekommen keine Extra- Prämie für besonders spannende Partien.“, wiegelte Füchse- Coach Horymir Sekera spaßig gemeinte Fragen der Journaille nach dem Schweinfurt- Match ab. Vom Spielverlauf sichtlich gezeichnet und ohne Anorak ab dem 2. Drittel („Ich hatte nach den ersten 20 Minuten Angstschweißausbrüche.“) genoss der Oberfuchs still den Triumph und ließ die Last der zuvor drohenden Abstiegsrunde von sich abfallen. „Im ersten Drittel waren wir ganz schwach.“, blieb Sekera sen. dennoch und kritisch. Gleich nach dem Auftaktbully pennte der erste Block komplett, was die Mighty Dogs nach 15 Sekunden (!) zur frühen Führung nutzten. Nach einem Fehler von Sekera jun. und einem klassisch herausgespielten Überzahltor lag der Mitkontrahent um Rang 5, der ERV Schweinfurt, nach 20 Minuten gar mit 3:0 vorn. Und prompt wurden – eigentlich wie immer – die Reihen umgestellt. Diesmal allerdings zurück zu den Erfolgsformationen, die den Sieg in Bremerhaven erkämpft hatten. Nur „Mister“ Todd Gill und einer sich aufbäumenden, von der Moral her intakten Mannschaft, hatte es der Coach zu verdanken, dass ihm Fragen nach den zu Spielbeginn anders als im Norden zusammengestellten Blöcken erspart blieben. Mit der Erfahrung seiner 38 Lebensjahre und über 1000 NHL- Spiele hatte Gill per Doppelschlag binnen 57 Sekunden im Mittelabschnitt das Lebenslicht der Weißwasseraner wieder angeknipst. Vait, Sekera jun. und Pohling mit einem feinen Solo kippten das Spiel im Schlussdrittel endgültig. Schon in Bremerhaven avancierte der Kanadier zum Matchwinner. Zu allen vier Füchse-Treffern gab der Verteidiger da die Vorlage. So richtig infarktverdächtig wurde die Partie beim Tabellenführer in den letzten 120 Sekunden. Da vergab erst Pohling per Penalty nach Foul an Bartell die endgültige Entscheidung zugunsten des EHC. Es folgten Auszeiten hüben wie drüben und die Herausnahme des REV- Keepers für einen sechsten Feldspieler. Und als die Stadionuhr 59:59min. zeigte, da gab es Strafschuss für die Fishtowner, weil die Lausitzer unter Druck absichtlich das Tor verschoben hatten. Craig Streu lief an- und scheiterte an Iiro Itämies. Der 4:3- Sieg beim Tabellenführer war dann auch die erste gute Botschaft an Thomas Paton Kirton, der Samstag in Berlin landete. Der auf Empfehlung von Todd Gill in die Lausitz gekommene Stürmer soll helfen, die Angriffsmisere beim EHC zu beheben. Kirton ist 25 Jahre alt und hatte in den letzten 2 Jahren mit den Folgen eines Badeunfalls (schwere Rückenverletzung) zu kämpfen. Schenkt man den Aussagen von Gill Glauben, dann ist „Thom“ besser als die zuvor von den Füchse- Verantwortlichen favorisierten Stürmer David Inman, Jason Bonsignore und Matt Elich. Die Drei jedenfalls hatten dem EHC in letzter Sekunde doch noch Körbe gegeben- der unklaren sportlichen Situation (Meisterrunden- Quali war gefährdet) wegen. Kirton wird erstmals am kommenden Wochenende ins Füchse- Dress schlüpfen, wenn in Dresden und daheim gegen Selb die letzten Vorrundenspiele anstehen. Übrigens: Dreimal spielt der neue Kanadier, der vorerst nur zu Probe verpflichtet wurde, ohne Gage!
(jur)