Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Kampf gewinnt gegen Technik
10.02.2004 | 08:02 Uhr von
Füchse machen spielerische Nachteile gegen München wett und gewinnen verdient
Ein Schlüsselspiel stand den Lausitzer Füchsen gegen die gut in die Meisterrunde gestarteten Münchener bevor. Ein Sieg - und man hätte etwas Luft nach hinten, eine Niederlage - und man müsste um den achten Tabellenplatz fürchten. Nervosität kam gar nicht erst auf: Nach nicht einmal einer Minute zappelte der Puck im Gästetor, Marco Ludwig hatte getroffen. Die Gäste, technisch äußerst beschlagen, schafften zwar mit einer Traumkombination den Ausgleich, mussten aber binnen einer Minute zwei weitere Gegentreffer hinnehmen. Erst traf der in Bremerhaven so gescholtene Marcel Linke von der blauen Linie (der Gästegoalie sah dabei nicht gut aus), dann erzielte Martin Sekera, herrlich freigespielt, das 3:1. München blieb danach am Drücker, spielte sehenswerte Chancen heraus. Die erste Überzahlsituation nutzten sie nach wenigen Sekunden zum Anschlusstreffer. In der zweiten allerdings liefen sie in einen Konter, den „Unterzahlkönig“ Jörg Pohling zum 4:2 abschloss. Im zweiten Drittel war Weißwasser dann überlegen, München stand unter Druck. Mehr als das 5:2 durch ein Überzahltor von Bystriantsev (von der blauen Linie) gelang aber nicht. Todd Gill verpasste nach 28 Minuten mit einem Lattentreffer die Vorentscheidung. Nach dem Anschlusstreffer (Bystriantsev saß eine Fünf-Minuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe ab) dachte man im Fuchsbau: Jetzt geht das Zittern wieder los.

Diese Angst wurde zu Beginn des Schlussdrittels noch verstärkt, als den Gästen der 4:5-Anschlusstreffer gelang. München erspielte sich danach einige Torchancen, die Füchse aber verteidigten gut und hatten in Iiro Itämies einen sicheren Rückhalt. Als dann Greg Schmidt nach einem Konter das 6:4 erzielte (Alexander Engel hatte uneigennützig auf den besser postierten Kanadier abgelegt), war die Erleichterung im Fuchsbau groß. Endgültig entschied dann André Mücke mit dem siebenten Füchsetreffer des Tages das Spiel. Die größere Kampfkraft hatte dieses Mal zugunsten der Füchse und gegen die technisch besseren Münchener entschieden. Für die Füchse war dieser Sieg ganz wichtig, beendet er doch eine Serie von Niederlagen (auch am grünen Tisch). Mit genügend Selbstbewusstsein sollte auch am Freitag in Hannover etwas drin sein.(Michael Schlick und Frank Thümmler)
Quelle:sz-online
483 mal gelesen
 
1 | Paule | 10.02.2004 @ 08:20
"Füchse machen spielerische Nachteile gegen München wett und gewinnen verdient" Mich würde interessieren welches Spiel der Verfasser gesehen hat.... die meisten Tore der Füchse waren doch auch super heraus gespielt...
2 | berti | 10.02.2004 @ 08:54
sollten wir nicht die technisch besseren sein? wenn ich mir die aufstellungen ansehe.. macht mir das bißl sorgen? hab das spiel leider nicht gesehn, aber normalerweise war das immer umgedreht in der liga.
3 | elFranzo | 10.02.2004 @ 09:11
@Berti also die Münchern hatten doch auch was auf dem Kasten. Nur weil der Verien Weisswasser heißt sind wir nicht immer die technisch besseren ;-) aber so schlimm wie es im SZ artikel beschrieben wird war es dann auch nicht. Ich sag mal es waren zwei gleich starke Teams, wobei die Münchner Abwehr bissl schlechter aussah :-)
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