Broda will Kündigung nicht hinnehmen / Geschäftsführer Reinert: Gibt viele Gründe
Der Lausitzer Füchse Spielbetriebs-GmbH steht eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem in der vergangenen Woche entlassenen Geschäftsstellenleiter Matthias Broda ins Haus. "Ich werde meine Kündigung nicht widerspruchslos hinnehmen und juristisch dagegen vorgehen", kündigte der 40-jährige Broda gegenüber der RUNDSCHAU an. Er musste seine Koffer im Zuge der Pass-Affäre um die nicht verlängerte Spielgenehmigung für den Kanadier Todd Gill packen. Den Füchsen wurde der 4:3-Erfolg in Schweinfurt aberkannt, weil NHL-Routinier Gill ohne gültige Spielgenehmigung mitgewirkt hatte. "Mir ist in dieser Sache ein Versäumnis unterlaufen. Dazu stehe ich. Aber ich sehe mich nicht als Alleinschuldigen. Mehr möchte ich mit Blick auf das schwebende Verfahren zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen", so Broda. Zudem habe er schließlich zwei Jahre lang ordentliche Arbeit abgeliefert.
Bis zum Saisonende steht der entlassene Geschäftsstellenleiter zwar noch auf der Gehaltsliste der Füchse, wurde aber mit sofortiger Wirkung von sämtlichen Aufgaben entbunden (die RUNDSCHAU berichtete). Diese Aufgaben werden im Moment von Füchse-Geschäftsführer René Reinert und dessen Assistentin Carina Böse mit erledigt. "Wir müssen diese unrühmliche Geschichte jetzt möglichst schnell abhaken und den Blick nach vorn richten. Fakt ist aber, dass es eine Vielzahl von Gründen waren, die zur Trennung von Herrn Broda geführt haben", betonte Reinert. Ob es sich dabei auch um die Querelen vom November handelt, wollte er - ebenfalls mit Blick auf die juristische Auseinandersetzung - nicht bestätigen. Damals hatte Matthias Broda erst intern seinen Rücktritt als ehrenamtlicher Schatzmeister des Gesamtvereins erklärt, diesen Schritt dann aber öffentlich dementiert. Seine Kritiker sahen in der Rücktrittsankündigung eine Retourkutsche für Brodas Nichtberücksichtigung als neuer Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH. Nach der Erkrankung von Klaus Dietze wurde René Reinert von den Gesellschaftern in dieses Amt berufen. (Frank Noack)
(Lausitzer Rundschau vom 11.02.04)
1 | pasloe | 11.02.2004 @ 16:19
Der hat wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank oder was ???
2 | Mozart | 11.02.2004 @ 16:28
Es ist das Recht eines jeden Arbeitnehmers gegen seine Kündigung rechtlich vorzugehen... Beachten sollte man aber, dass in diesem Fall sicher "nur" gegen die Beurlaubung vorgegangen wird.
Ciao Mozart!
3 | gizmo | 11.02.2004 @ 16:41
Wieso legt der Überhaupt Einspruch ein ?Der hat doch noch nen Job als Fahrlehrer oder nicht ?ß Kann aber sein das er gar keinen Führerschein mehr hat.Hat er vieleicht auch nicht Verlängern lassen.
Ciao gizmo
4 | oli81 | 11.02.2004 @ 16:43
er sollte sich doch erst mal bei uns fans entschuldigen...anstatt damit gleich an die zeitung zu gehen!
5 | gizmo | 11.02.2004 @ 16:46
@oli81 ich gebe dir recht .Eine erklärung an die Fans hat er wirklich nich nicht gegeben .Hat der Angst davor ?
6 | Drahtknecht | 11.02.2004 @ 17:05
der Typ macht sich doch nur lächerlich und zieht jetzt noch mehr Hass auf sich, schon schlimm genug das er noch fürs nichts tun Knete kassiert und jetzt mit dem Verfahren gegen die GmbH nochmals Kosten veursacht, traurig traurig
7 | Daniel|fff | 11.02.2004 @ 17:43
Vor einiger Zeit wurden solche Leute geteert, gefedert und aus der Stadt gejagt. Wäre doch eigentlich mal an der Zeit zu überlegen das wieder ein zu führen. ;-)
*Verwarnung! Aufrufe zur Gewlt werden hier nicht geduldet und da kann 1000mal ein Smiley dahinter stehen! Die Admins*
8 | Mozart | 11.02.2004 @ 18:33
Mäßigt euch mal bitte im Ton. Matthias Broda hat einen Fehler begangen, aber diesen nicht alleine... Und er ist immer noch ein Mensch und hat es damit verdient menschenwürdig behandelt zu werden. Eure Steinzeitmethoden könnt ihr beim Games zocken ausleben... Hass und Lynchjustiz sind im Leben sowieso ganz schlechte Ratgeber, Denkt auch mal dran, dass er Familie hat, also bekommt mal bitte eure Emotionen in den Griff!!!
Ciao Mozart!
9 | Daniel|fff | 11.02.2004 @ 18:42
mkay. Aber so viel Leute verlieren heut zu tage ihre Arbeit ob aus eigenverschulden oder nicht. Klagen diese? Herr Broda ist meines Erachtens nun mal Hauptschuldiger an der Situation die zu seiner Kündigung führten. Und damit ist es in meinen Augen eine Frechheit was er jetzt abzieht. Zumal er noch bis zu Saisonende bezahlt wird und nichtmal fristlos gekündigt wurde.
10 | Mozart | 11.02.2004 @ 18:51
Wenn du wüsstest was am Arbeitsgericht alles für Klagen sich anhäufen. Geklagt wird viel, nur bei Matthias Broda bekommt man es mit, da er in der Öffentlichkeit stand.
Und fristlose Kündigung??? Das wird teuer ohne vorherige Abmahnung... Und so dürfte das mit der Beurlaubung der "billigere" Weg sein.
Ciao Mozart!
11 | Thorben | 11.02.2004 @ 18:53
Habt ihr evtl. mal darüber nachgedacht, daß er die Mitschuldigen an das Tageslicht bringen will. Er allein hat die so oft undurchsichtigen Aktivitäten in der Vereinsführung nicht begonnen. Er weiß sicherlich mehr als wir, also vielleicht kommt ja was wichtiges zu Tage dabei. (Wie habt Ihr alle über Pfarsky geschimpft!!!) Aber eine Entschuldigung wäre fällig gewesen, da gebe ich Euch recht!
12 | Tabor25 | 11.02.2004 @ 19:46
Also @Thorben: ich kann dir nur Reht geben!!!
Da haben mehr Leute Dreck am Stecken!!!
Prost.
13 | kojoti | 11.02.2004 @ 20:04
Mr. Broda hat seine "Schuld " ja nun in der Öffentlichkeit zu gegeben. Und er hat dafür mit seinem Job bezahlt. Und da muss auch mal genuch sein. Lynchjustiz ist wohl in Anbetracht dessen, dass er auch eine Frau und Kinder hat, eindeutig Fehl am Platz. Allein seine Sache bzw. die des EHC ist es nun, diese Sache zu Ende zu bringen. Wollen wir nicht vergessen, dass unsere Füchse Eishockey spielen und wir das Eishockey nicht zum dreckige Wäsche waschen nutzen sollten. Und wir brauchen uns och nicht die Köpfe darüber zerbrechen, wer vor dem Arbeitsgericht Recht bekommt oder nicht, weil das eh noch nicht soweit ist und wir wohl alle nicht genuch Ahnung von Arbeitsrecht haben um das zu beurteilen, außer unserem Jurastudenten.
14 | klaus dieta | 11.02.2004 @ 20:12
Herr Broda, dadurch wird ihr Freundeskreis nicht unbedingt größer.
15 | neumi#14 | 11.02.2004 @ 22:35
Herr Broda,kann ja wieder für das Bürgermeisteramt kandidieren :o) Viel Erfolg,wünsch ich ihm,bei dem guten Namen,den er sich hier macht
16 | June | 11.02.2004 @ 23:26
Wie würdet Ihr im Fall einer Kündigung reagieren, wenn Ihr diese als nicht gerechtfertig betrachtet?? Also mal von der emotionalen auf die rationale Ebene schalten, er hat nunmal ein Recht, gegen eine (aus seiner Sicht) ungerechtfertigte Kündigung vorzugehen.
17 | blaugelb | 12.02.2004 @ 01:48
diese aktion des mr. broda ,,kann'' am ende vielleicht den aufstieg kosten???? der ehc ist ein unternehmen und wer in einem solchen mist baut muß ganz einfach zur verantwortung gezogen werden. kündigung ist gerechtfertigt, ob er familie hat oder nicht. schade um das geld, was der verein noch an herrn broda zahlt. für 'n nachwuchs wärs besser aufgehoben. ich kann da nur sagen:
ALLES BRODA, ODER WAS??????
18 | June | 12.02.2004 @ 07:24
zitat 17: Kündigung ist gerechtfertigt
woher willst Du das wissen, Insider der GmbH??
Eben weil der EHC ein Unternehmen ist und nicht z.B. Mr. Burns Kraftwerk (Sie sind entlassen!) sind solche Beurlaubungen bis Vertragsende/Ablauf Kündigungsfrist durchaus üblich.
19 | drummer | 12.02.2004 @ 11:54
Man muss über dieses dumme Versäumnis mit Recht stink sauer sein. Aber alles andere, was hier so zu dem Thema abgelassen wird, ist ja wohl so ziemlich das Letzte. Man verlangt von Broda menschliche Größe (er soll gehen, er soll sich entschuldigen, er soll nicht klagen etc.) Wo ist die menschliche Größe einiger Fans ?
20 | drummer | 12.02.2004 @ 11:56
Die Konsequenz ist gezogen. Mehr gibt es dazu (für die Fans) nicht mehr zu sagen. Das juristische Nachspiel ist allein Sache zwischen AG und AN.
21 | Brian | 12.02.2004 @ 12:49
Ich drücke es mal vorsichtig aus. Dieser Mann ist eine menschliche negative Offenbarung für mich. Das er ein Verienschädigendes Verhalten an den Tag gelegt hat ist ihm immer noch nicht bewußt. Herr Broda sie lügten die Fans an und waren somit Vereinschädigend. Seien sie froh das sie mit ihrer Qualifikation überhaupt zwei Jahre arbeiten durften. Was heißt hier überhaupt zwei Jahre gute Arbeit. Da war doch mal was mit eine´r Anmeldung zu Sichtungslehrgängen.
22 | neumi#14 | 13.02.2004 @ 00:13
@June.Was hättest Du mit Mr.Broda gemacht?Hättest Du ihm gesagt,"DU,DU das darfst Du doch nicht.Und jetzt setz Dich an den Schreibtisch und bau weiter Mist".Eine Kündigung ist die einzig richtige Konsequenz.Schon als Wink für alle anderen,damit sie sehen,daß nicht einfach so geschlampt werden kann.Es geht hier schließlich um genug Geld.
23 | June | 13.02.2004 @ 07:13
Hallo... Ich sagte nicht, dass die Kündigung nicht richtig ist, sondern dass es legitim ist, dagegen Rechtsmittel einzulegen. Und Worte wie "grob" im Zusamenhang mit fahrlässig, Vorsatz bleibt ja eh aussen vor, legt jeder anders aus und das muss hier eben woanders, also denk mal gerichtlich, geklärt werden.
24 | Matthias Broda | 13.02.2004 @ 08:20
Welch ein Unterschied, ob man sich oder andere beurteilt - Johann Wolfgang von Goethe
25 | Mozart | 13.02.2004 @ 13:50
Treffer, versenkt...
Ciao Mozart!
26 | Brian | 13.02.2004 @ 19:13
Ja aber in das eigene Boot.
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Der Lausitzer Füchse Spielbetriebs-GmbH steht eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem in der vergangenen Woche entlassenen Geschäftsstellenleiter Matthias Broda ins Haus. "Ich werde meine Kündigung nicht widerspruchslos hinnehmen und juristisch dagegen vorgehen", kündigte der 40-jährige Broda gegenüber der RUNDSCHAU an. Er musste seine Koffer im Zuge der Pass-Affäre um die nicht verlängerte Spielgenehmigung für den Kanadier Todd Gill packen. Den Füchsen wurde der 4:3-Erfolg in Schweinfurt aberkannt, weil NHL-Routinier Gill ohne gültige Spielgenehmigung mitgewirkt hatte. "Mir ist in dieser Sache ein Versäumnis unterlaufen. Dazu stehe ich. Aber ich sehe mich nicht als Alleinschuldigen. Mehr möchte ich mit Blick auf das schwebende Verfahren zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen", so Broda. Zudem habe er schließlich zwei Jahre lang ordentliche Arbeit abgeliefert.
Bis zum Saisonende steht der entlassene Geschäftsstellenleiter zwar noch auf der Gehaltsliste der Füchse, wurde aber mit sofortiger Wirkung von sämtlichen Aufgaben entbunden (die RUNDSCHAU berichtete). Diese Aufgaben werden im Moment von Füchse-Geschäftsführer René Reinert und dessen Assistentin Carina Böse mit erledigt. "Wir müssen diese unrühmliche Geschichte jetzt möglichst schnell abhaken und den Blick nach vorn richten. Fakt ist aber, dass es eine Vielzahl von Gründen waren, die zur Trennung von Herrn Broda geführt haben", betonte Reinert. Ob es sich dabei auch um die Querelen vom November handelt, wollte er - ebenfalls mit Blick auf die juristische Auseinandersetzung - nicht bestätigen. Damals hatte Matthias Broda erst intern seinen Rücktritt als ehrenamtlicher Schatzmeister des Gesamtvereins erklärt, diesen Schritt dann aber öffentlich dementiert. Seine Kritiker sahen in der Rücktrittsankündigung eine Retourkutsche für Brodas Nichtberücksichtigung als neuer Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH. Nach der Erkrankung von Klaus Dietze wurde René Reinert von den Gesellschaftern in dieses Amt berufen. (Frank Noack)
(Lausitzer Rundschau vom 11.02.04)