München - Die deutsche Sportwelt steht Kopf. Die Beschränkung der Nicht-EU-Ausländer auf die höchsten Spielklassen sorgt für heiße Diskussionen.
Hier die Meinungen aus der Welt des Eishockeys:
Franz Reindl, Sportdirektor Deutschen Eishockey-Bunds: Wir akzeptieren das Gesetz natürlich. Ich will jetzt nicht kommentieren, ob es gut oder schlecht ist. Natürlich wird es in Zukunft schwieriger, Nicht-EU-Ausländer zu verpflichten. Ich würde gerade für die zweite Eishockey-Liga hoffen, dass man die Mittel, die man dazu braucht, rechtliche Schritte gegen das Gesetz einzuleiten, lieber in die Nachwuchsarbeit steckt. Durch dieses Gesetz kann man die entstandene Spielerlücke schließen. Man muss sich nun mehr auf die eigenen deutschen Spieler besinnen oder den Markt in Europa nützen. Der ist immer noch groß genug.
Dr. Klaus Dietze, Manager des Eishockey-Zweitligisten ES Weißwasser: Ich bin schon für eine Ausländerbegrenzung, um das deutsche Eishockey nach vorn zu bringen. Aber keine Nicht-EU-Ausländer mehr zuzulassen ist total falsch. Wie sollen denn die jungen Spieler nach vorn kommen, wenn sie nicht durch Führungsspieler geführt werden? Es wird qualitativ einen großen Schnitt bedeuten. Die guten Spieler kommen nun mal aus Russland oder der Ukraine. Dort drüben ist doch eine ganz andere Nachwuchsarbeit gemacht worden. Bei uns ist diese ja leider auf der Strecke geblieben, weil in der Vergangenheit viele Fehler gemacht worden sind. Und dass es die Spieler aus Kanada und den USA nicht betreffen soll, finde ich unmöglich. Da soll mir mal einer den Sinn erklären. Ich finde es auch politisch falsch: Auf der einen Seite sollen wir zusammenwachsen, auf der anderen Seite machen wir im Sport eine Ausgrenzung.
Quelle: Sport 1
1 | rene72 | 13.03.2002 @ 19:47
da bleiben uns ja noch die Finnen und Schweden, oder kennt noch jemand eine gute andere Europäische Liga?
2 | JOJO | 13.03.2002 @ 19:55
BeNeLux :-)
3 | rene72 | 13.03.2002 @ 20:58
Portugiesen sollen ja neben den Spaniern ja auch ganz doll im kommen sein und die Griechen erst.
4 | klaus dieta | 14.03.2002 @ 00:35
stadklasse staffel 1b :-)
5 | elFranzo | 14.03.2002 @ 09:43
ich dachte erst wo ich das schon aus einer anderen Quelle gelesen hab ;das ist ein Scherz; aber wenn´s Wahr ist dann ist´s der größte Quatsch
6 | Sven Schimanski | 14.03.2002 @ 09:47
und für Fußball 2.Liga solls ne Sonderregelung geben...typisch..wo ne Menge Geld dranhängt und Zuschauer sind gibs immer ein Weg...
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Hier die Meinungen aus der Welt des Eishockeys:
Franz Reindl, Sportdirektor Deutschen Eishockey-Bunds: Wir akzeptieren das Gesetz natürlich. Ich will jetzt nicht kommentieren, ob es gut oder schlecht ist. Natürlich wird es in Zukunft schwieriger, Nicht-EU-Ausländer zu verpflichten. Ich würde gerade für die zweite Eishockey-Liga hoffen, dass man die Mittel, die man dazu braucht, rechtliche Schritte gegen das Gesetz einzuleiten, lieber in die Nachwuchsarbeit steckt. Durch dieses Gesetz kann man die entstandene Spielerlücke schließen. Man muss sich nun mehr auf die eigenen deutschen Spieler besinnen oder den Markt in Europa nützen. Der ist immer noch groß genug.
Dr. Klaus Dietze, Manager des Eishockey-Zweitligisten ES Weißwasser: Ich bin schon für eine Ausländerbegrenzung, um das deutsche Eishockey nach vorn zu bringen. Aber keine Nicht-EU-Ausländer mehr zuzulassen ist total falsch. Wie sollen denn die jungen Spieler nach vorn kommen, wenn sie nicht durch Führungsspieler geführt werden? Es wird qualitativ einen großen Schnitt bedeuten. Die guten Spieler kommen nun mal aus Russland oder der Ukraine. Dort drüben ist doch eine ganz andere Nachwuchsarbeit gemacht worden. Bei uns ist diese ja leider auf der Strecke geblieben, weil in der Vergangenheit viele Fehler gemacht worden sind. Und dass es die Spieler aus Kanada und den USA nicht betreffen soll, finde ich unmöglich. Da soll mir mal einer den Sinn erklären. Ich finde es auch politisch falsch: Auf der einen Seite sollen wir zusammenwachsen, auf der anderen Seite machen wir im Sport eine Ausgrenzung.
Quelle: Sport 1