Ingolstadt, 30. März Die Miene von Ingolstadts Coach Jim Boni nach der 2:3-Heimniederlage gegen den Heilbronner EC zum Auftakt der Halbfinalserie sprach Bände. Es war Schluss mit lustig! Spielanalyse und Motto für die nächsten Spiele zugleich: "Wir müssen nun versuchen, am Montag zu gewinnen." Dagegen strahlte sein Gegenüber Ladislav Svozil, der alle seine neunzehn Feldspieler zum Einsatz brachte, auf Kommando. "Das war nur der erste Schritt, es kann noch lange dauern", meinte er und verabschiedete sich mit einem neuerlichen schelmischen Grinsen aus der Donaustadt: "Bis zum nächsten Mal!"
Der Heilbronner EC zeigte vom Eröffnungsbully weg, dass man nicht gewillt war, sich im Pantherkäfig zu verstecken. So entwickelte sich ein flottes erstes Drittel mit Chancen auf beiden Seiten. Trotzdem wussten beide Teams mit ihren Überzahlmöglichkeiten nichts anzufangen. In der 14. Minute fiel schließlich der erste Treffer, der die entscheidende Ausgangsposition sicherstellte, wie Svozil nachher meinte. Oleg Znarok gewann ein Bully für die Gäste und Rudi Gorgenländers Schlagschuss fand seinen Weg ins Tor von Mario Brunetta, der nur drei Minuten später Glück hatte, als Radek Vit alleine vor ihm vergab. Danach wurde Jim Boni an der Bande zornig und laut. So richtig wach rüttelte die Standpauke seine Mannen allerdings noch nicht, denn ein Powerplay zum Drittelende blieb wiederum ohne Folgen für den Gegner.
Keine zwei Minuten waren nach Wiederbeginn gespielt, da mussten die Hausherren das 0:2 schlucken. Radek Vit brachte im Nachsetzen die Scheibe im Gehäuse unter. Zur Spielmitte gelang Sam Groleau (31.) in Überzahl der wichtige Anschlusstreffer, der den einheimischen Fans und der Mannschaft gleichermaßen wieder Hoffnung gab. Nun kochte die Stimmung über und beinahe wäre auch der Ausgleich gefallen. Doch Wolfgang Kummer (33.) jagte nach einem Break den Puck über die Latte. Jedenfalls wirkte der Titelverteidiger nun deutlich gefestigter, doch die Nachdenklichkeit war bei Jim Boni unübersehbar, als er zur zweiten Pause in die Kabine marschierte. Er suchte nach dem Rezept, mit dem er die dicht gestaffelte HEC-Abwehr um den überragenden Rudi Pejchar im Tor knacken konnte.
Schüsse aus allen Lagen schien es zu heissen, denn der tschechische Goalie wurde gleich mächtig unter Beschuss genommen. Doch diese wütenden Angriffe der Panther verflachten zusehends und Heilbronn blieb durch schnelle Konter stets gefährlich. So kam es, wie es kommen musste. Zunächst hatte Mario Brunetta (50.) gegen Oleg Znarok noch die Oberhand behalten, aber als Robert Brezina in der 52. Minute zum Nachschuss zur Stelle war, stand es plötzlich 3:1 für Heilbronn. Doch der ERC kam zurück. Mit freundlicher Unterstützung von Khaidarov landete der Puck (55.) zum erneuten Anschluss im Tor von Pejchar, der Treffer wurde Glen Goodall zugeschrieben. Nun glich das Eisstadion an der Jahnstrasse einem Tollhaus, doch selbst die lautstärkste Unterstützung war ebenso vergebens wie die Auszeit, die Jim Boni nahm, um seine Mannen nochmal einzustellen, und die letzte taktische Trumpfkarte, die er mit der Herausnahme Brunettas zog. Am Ende jubelte Heilbronn über den 3:2-Auswärtssieg beim Meister und Titelaspiranten und die Gästefans feierten zurecht einen Mann: Rudolf Pejchar, der neben der geschlossenen Mannschaftsleistung ein Garant für den Erfolg war.
Statistik
0:1 (13:48) Rudolf Gorgenländer (Oleg Znarok)
0:2 (21:41) Radek Vit (Marek Ivan, Robert Brezina)
1:2 (30:29) Sam Groleau (Wolfgang Kummer, Steve Lingren)
1:3 (52:00) Robert Brezina (Igor Dorochin, Marek Ivan)
2:3 (54:38) Glen Goodall
Strafminuten: Ingolstadt 8 - Heilbronn 10
Zuschauer: 2433
Quelle: Hockeyweb.de
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Der Heilbronner EC zeigte vom Eröffnungsbully weg, dass man nicht gewillt war, sich im Pantherkäfig zu verstecken. So entwickelte sich ein flottes erstes Drittel mit Chancen auf beiden Seiten. Trotzdem wussten beide Teams mit ihren Überzahlmöglichkeiten nichts anzufangen. In der 14. Minute fiel schließlich der erste Treffer, der die entscheidende Ausgangsposition sicherstellte, wie Svozil nachher meinte. Oleg Znarok gewann ein Bully für die Gäste und Rudi Gorgenländers Schlagschuss fand seinen Weg ins Tor von Mario Brunetta, der nur drei Minuten später Glück hatte, als Radek Vit alleine vor ihm vergab. Danach wurde Jim Boni an der Bande zornig und laut. So richtig wach rüttelte die Standpauke seine Mannen allerdings noch nicht, denn ein Powerplay zum Drittelende blieb wiederum ohne Folgen für den Gegner.
Keine zwei Minuten waren nach Wiederbeginn gespielt, da mussten die Hausherren das 0:2 schlucken. Radek Vit brachte im Nachsetzen die Scheibe im Gehäuse unter. Zur Spielmitte gelang Sam Groleau (31.) in Überzahl der wichtige Anschlusstreffer, der den einheimischen Fans und der Mannschaft gleichermaßen wieder Hoffnung gab. Nun kochte die Stimmung über und beinahe wäre auch der Ausgleich gefallen. Doch Wolfgang Kummer (33.) jagte nach einem Break den Puck über die Latte. Jedenfalls wirkte der Titelverteidiger nun deutlich gefestigter, doch die Nachdenklichkeit war bei Jim Boni unübersehbar, als er zur zweiten Pause in die Kabine marschierte. Er suchte nach dem Rezept, mit dem er die dicht gestaffelte HEC-Abwehr um den überragenden Rudi Pejchar im Tor knacken konnte.
Schüsse aus allen Lagen schien es zu heissen, denn der tschechische Goalie wurde gleich mächtig unter Beschuss genommen. Doch diese wütenden Angriffe der Panther verflachten zusehends und Heilbronn blieb durch schnelle Konter stets gefährlich. So kam es, wie es kommen musste. Zunächst hatte Mario Brunetta (50.) gegen Oleg Znarok noch die Oberhand behalten, aber als Robert Brezina in der 52. Minute zum Nachschuss zur Stelle war, stand es plötzlich 3:1 für Heilbronn. Doch der ERC kam zurück. Mit freundlicher Unterstützung von Khaidarov landete der Puck (55.) zum erneuten Anschluss im Tor von Pejchar, der Treffer wurde Glen Goodall zugeschrieben. Nun glich das Eisstadion an der Jahnstrasse einem Tollhaus, doch selbst die lautstärkste Unterstützung war ebenso vergebens wie die Auszeit, die Jim Boni nahm, um seine Mannen nochmal einzustellen, und die letzte taktische Trumpfkarte, die er mit der Herausnahme Brunettas zog. Am Ende jubelte Heilbronn über den 3:2-Auswärtssieg beim Meister und Titelaspiranten und die Gästefans feierten zurecht einen Mann: Rudolf Pejchar, der neben der geschlossenen Mannschaftsleistung ein Garant für den Erfolg war.
Statistik
0:1 (13:48) Rudolf Gorgenländer (Oleg Znarok)
0:2 (21:41) Radek Vit (Marek Ivan, Robert Brezina)
1:2 (30:29) Sam Groleau (Wolfgang Kummer, Steve Lingren)
1:3 (52:00) Robert Brezina (Igor Dorochin, Marek Ivan)
2:3 (54:38) Glen Goodall
Strafminuten: Ingolstadt 8 - Heilbronn 10
Zuschauer: 2433
Quelle: Hockeyweb.de