Die gebuchte Urlaubsreise müssen die Weißwasseraner Eishockey-Profis nicht stornieren. Die seit Januar ausstehenden Gehälter werden nachgezahlt. „In voller Höhe“, betont der vorläufige Insolvenz-Verwalter, Albert Wolff. Dies würde über das sogenannte Insolvenz-Geld geregelt. Allerdings werden die Kufen-Cracks aus der Lausitz noch ein wenig auf ihre Löhne warten müssen.
Bis Ende April entscheidet sich, ob das am vergangenen Dienstag beantragte Insolvenzverfahren der Füchse-Spielbetriebs-GmbH eröffnet oder mangels Masse abgelehnt wird. Die Höhe der Verbindlichkeiten – es sollen rund 200 000 Euro sein – wollte der Dresdner Anwalt nicht bestätigen. „Da fehlt mir im Moment noch der Überblick“.
Ebenfalls Ende April müssen die Weißwasseraner bei der Eissport-Betriebs-GmbH (ESBG) eine Lizenzierungs-Meldung für die kommende Spielzeit abgeben. „Die Zeit drängt“, warnt ESBG-Geschäftsführer Helmut Bauer. Ein beantragtes Insolvenzverfahren allein sei aber kein Grund, eine Lizenz zu verweigern, so Bauer. Das Überleben der Füchse hängt davon ab, ob die Führungsriege um Vereins-Chef Klaus Dietze in den kommenden Wochen einen gesicherten Etat für die kommende Saison aufstellen kann. Der betrug in der abgelaufenen Spielzeit rund 1,4 Millionen Euro.
In Kürze werden die ESW-Profis aller Voraussicht nach nicht mehr Angestellte der Füchse-Betriebs-GmbH sein. In den nächsten Wochen soll eine Auffanggesellschaft gegründet werden. Die wäre dann auch der Vertragspartner bei den anstehenden Vertragsverhandlungen. Zwar könnten Kontrakte auch mit einer GmbH abgeschlossen werden, die sich in Insolvenz befindet. „Aber eine neue Gesellschaft wäre der bessere Weg“, erklärte Wolff.
Nach diesem Prinzip sicherte Wolff im Januar vergangenen Jahres das Überleben des Oberligisten ESC Dresden. Auch in der Lausitz ist der Jurist kein Unbekannter. Als die Eissportgemeinschaft (ESG) Sachsen Weißwasser/Chemnitz im Mai 1996 die Gesamtvollstreckung beantragte, wurde Wolff zum Sequester bestellt. Der Konkurs bildete das unrühmliche Ende einer zweijährigen Liaison, in der die ESG in der höchsten Spielklasse antrat. Und zugleich einen Neuanfang für den ES Weißwasser.
Daniel Klein (SZ-online.de)
1 | elFranzo | 05.04.2002 @ 10:29
da hoffen wir mal auf einen positiven Ausgang
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Bis Ende April entscheidet sich, ob das am vergangenen Dienstag beantragte Insolvenzverfahren der Füchse-Spielbetriebs-GmbH eröffnet oder mangels Masse abgelehnt wird. Die Höhe der Verbindlichkeiten – es sollen rund 200 000 Euro sein – wollte der Dresdner Anwalt nicht bestätigen. „Da fehlt mir im Moment noch der Überblick“.
Ebenfalls Ende April müssen die Weißwasseraner bei der Eissport-Betriebs-GmbH (ESBG) eine Lizenzierungs-Meldung für die kommende Spielzeit abgeben. „Die Zeit drängt“, warnt ESBG-Geschäftsführer Helmut Bauer. Ein beantragtes Insolvenzverfahren allein sei aber kein Grund, eine Lizenz zu verweigern, so Bauer. Das Überleben der Füchse hängt davon ab, ob die Führungsriege um Vereins-Chef Klaus Dietze in den kommenden Wochen einen gesicherten Etat für die kommende Saison aufstellen kann. Der betrug in der abgelaufenen Spielzeit rund 1,4 Millionen Euro.
In Kürze werden die ESW-Profis aller Voraussicht nach nicht mehr Angestellte der Füchse-Betriebs-GmbH sein. In den nächsten Wochen soll eine Auffanggesellschaft gegründet werden. Die wäre dann auch der Vertragspartner bei den anstehenden Vertragsverhandlungen. Zwar könnten Kontrakte auch mit einer GmbH abgeschlossen werden, die sich in Insolvenz befindet. „Aber eine neue Gesellschaft wäre der bessere Weg“, erklärte Wolff.
Nach diesem Prinzip sicherte Wolff im Januar vergangenen Jahres das Überleben des Oberligisten ESC Dresden. Auch in der Lausitz ist der Jurist kein Unbekannter. Als die Eissportgemeinschaft (ESG) Sachsen Weißwasser/Chemnitz im Mai 1996 die Gesamtvollstreckung beantragte, wurde Wolff zum Sequester bestellt. Der Konkurs bildete das unrühmliche Ende einer zweijährigen Liaison, in der die ESG in der höchsten Spielklasse antrat. Und zugleich einen Neuanfang für den ES Weißwasser.
Daniel Klein (SZ-online.de)