In einer hart umkämpften Partie hat sich Zweitliga-Spitzenreiter SC Bietigheim-Bissingen gestern vor rund 2200 Zuschauern in der Ellental-Eisarena gegen Aufsteiger ESV Kaufbeuren am Ende noch klar mit 7:4 durchgesetzt. Dabei lagen die Steelers, die ohne Andrej Kovalev auskommen mussten (gesperrt) zwischenzeitlich 1:3 und 3:4 in Rückstand, hatten aber am Ende mehr zuzusetzen.
Andreas Kleinert Eines ist spätestens seit gestern klar. Wenn Leonid Fatikov nicht schnell mehrere gute Spiele in Folge abliefert, wird die ohnehin schon länger anhaltende Diskussion um seine Person schärfer werden. Gegen Kaufbeuren jedenfalls kassierte der ehemalige weißrussische Nationalkeeper in Drittel eins drei zumindest sehr unglückliche Tore. Das erste, zum 0:1 (9:08 Minuten), kam nach stark abgefälschtem Schuss von Dominic Auger sozusagen vom Hallendach herunter. Meinte SC-Vorstandsmitglied Wolfgang Lindner: "Da kann Leo nichts machen, der musste nach oben sehen, blickte somit direkt in einen Lichtstrahler und sah nichts mehr." Beim 1:2 durch Michael Waginger (16:38) hatte Fatikov einen Distanzschuss nach vorne prallen lassen und so dem vor dem Kasten lauernden Waginger die neuerliche Gäste-Führung ermöglicht. Und beim 1:3 (17:18) ließ der SC-Torhüter einen gar nicht so starken, wenn auch leicht abgefälschten Schuss von Thorsten Rau über die Fanghand ins obere Eck flattern. Das zwischenzeitliche 1:1 der gut ins Spiel gestarteten und zunächst drückend überlegenen Steelers hatte Andreas Schneider nach 10:45 Minuten und Vorarbeit von Jung erzielt. Zuvor hatte der Ex-Bietigheimer Torhüter David "Blitz" Belitski, der gestern beim ESV eine gute Figur machte, schon einige Male in höchster Not retten müssen. Glück hatten die Steelers, das kurz nach dem 0:1 Schiedsrichter Kathmann einem weiteren Treffer der Gäste die Anerkennung verweigerte, weil er den Puck am Pfosten und nicht am hinteren Gestänge gesehen hatte. Glücklich waren die Steelers-Fans - nur so jedenfalls war ihr Beifall diesbezüglich zu verstehen - dass Fatikov dann zum zweiten Drittel ohne Helm aufs Eis fuhr, womit klar war, dass nun Publikumsliebling Christian Rohde zwischen die Stangen kam. Auch wenn Rohde nur noch einmal hinter sich greifen musste, und hierbei ohne Chance war - ganz so einfach ist die Sache nicht. Denn ab dem zweiten Drittel agierten die Steelers insgesamt wesentlich aggressiver, gingen vor allem auch in der Defensive viel engagierter zu Werke als im ersten Abschnitt. Und betrachtet man die Spiele rückblickend, hat sich das SC-Team mit Fatikov im Kasten die Sache in der Defensive im Grunde immer etwas einfacher gemacht. Mit Rohde im Tor wird hinten einfach besser aufgeräumt, da kann einer erzählen was er will. Dafür zeigten die Steelers auch gestern wieder ihre Extraklasse, fanden über den Kampf zum Spiel. Und in Überzahl ging's dann zum Ausgleich. Wobei Drittel zwei unter dem Motto Ritchie-Time verlief. nach 23:32 erzielte er nach Zuspiel von Kummer und Elfring das 2:3 bei Überzahl SC, nach 38:49 und erneuter Überzahl das 3:3. Die Vorarbeit hatten dieses Mal Schneider und Teeple geleistet. Richtig zur Sache ging's dann im Schlussdrittel, hier wurden neben allen erlaubten Mitteln ab und an auch unerlaubte eingesetzt, wobei sich beide Seiten nichts schenkten. Bietigheim bleib weiter am Drücker, lag aber nach 48 Minuten erneut in Rückstand. Wieder hatte Waginger zugeschlagen, davon von einem leichtfertigen Scheibenverlust des SC profitiert. Die Freude des ESV dauerte aber nur 44 Sekunden, dann hatte Elfring ein erneutes Überzahlspiel des SC zum 4:4 genutzt (48:44). Wegbereiter waren Schneider und Ritchie. Dann ging's rauf und runter, wobei der SC die klare Mehrzahl an Chancen hatte. Und nach 55:53 Minuten hieß es 5:4. Michael Wolf hatte nach Vorarbeit von Ritchie und Elfring zur erstmaligen Steelers-Führung in diesem Spiel getroffen. Keine zwei Minuten später (57:36) war die Vorentscheidung gefallen. Wieland hatte Ritchie mit einem Pass aus dem eigenen Drittel mustergültig auf die Reise geschickt. Ritchie überlief noch einen Kaufbeurener und blieb dann allein vor Belitski zum dritten Mal in dieser Partie Sieger im Duell mit seinem ehemaligen Kameraden - 6:4. Nach 58:36 nahm der ESV Belitski für einen sechsten Feldspieler vom Eis, wollte das Unmögliche noch schaffen. Ging aber schnell daneben, 14 Sekunden (58:50) später hieß es 7:4, Kummer hatte nach Vorlage Elfring und Teeple ein empty net goal erzielt und alles klar gemacht. Letztlich hatte sich der SC verdient durchgesetzt.
Andreas Kleinert Eines ist spätestens seit gestern klar. Wenn Leonid Fatikov nicht schnell mehrere gute Spiele in Folge abliefert, wird die ohnehin schon länger anhaltende Diskussion um seine Person schärfer werden. Gegen Kaufbeuren jedenfalls kassierte der ehemalige weißrussische Nationalkeeper in Drittel eins drei zumindest sehr unglückliche Tore. Das erste, zum 0:1 (9:08 Minuten), kam nach stark abgefälschtem Schuss von Dominic Auger sozusagen vom Hallendach herunter. Meinte SC-Vorstandsmitglied Wolfgang Lindner: "Da kann Leo nichts machen, der musste nach oben sehen, blickte somit direkt in einen Lichtstrahler und sah nichts mehr." Beim 1:2 durch Michael Waginger (16:38) hatte Fatikov einen Distanzschuss nach vorne prallen lassen und so dem vor dem Kasten lauernden Waginger die neuerliche Gäste-Führung ermöglicht. Und beim 1:3 (17:18) ließ der SC-Torhüter einen gar nicht so starken, wenn auch leicht abgefälschten Schuss von Thorsten Rau über die Fanghand ins obere Eck flattern. Das zwischenzeitliche 1:1 der gut ins Spiel gestarteten und zunächst drückend überlegenen Steelers hatte Andreas Schneider nach 10:45 Minuten und Vorarbeit von Jung erzielt. Zuvor hatte der Ex-Bietigheimer Torhüter David "Blitz" Belitski, der gestern beim ESV eine gute Figur machte, schon einige Male in höchster Not retten müssen. Glück hatten die Steelers, das kurz nach dem 0:1 Schiedsrichter Kathmann einem weiteren Treffer der Gäste die Anerkennung verweigerte, weil er den Puck am Pfosten und nicht am hinteren Gestänge gesehen hatte. Glücklich waren die Steelers-Fans - nur so jedenfalls war ihr Beifall diesbezüglich zu verstehen - dass Fatikov dann zum zweiten Drittel ohne Helm aufs Eis fuhr, womit klar war, dass nun Publikumsliebling Christian Rohde zwischen die Stangen kam. Auch wenn Rohde nur noch einmal hinter sich greifen musste, und hierbei ohne Chance war - ganz so einfach ist die Sache nicht. Denn ab dem zweiten Drittel agierten die Steelers insgesamt wesentlich aggressiver, gingen vor allem auch in der Defensive viel engagierter zu Werke als im ersten Abschnitt. Und betrachtet man die Spiele rückblickend, hat sich das SC-Team mit Fatikov im Kasten die Sache in der Defensive im Grunde immer etwas einfacher gemacht. Mit Rohde im Tor wird hinten einfach besser aufgeräumt, da kann einer erzählen was er will. Dafür zeigten die Steelers auch gestern wieder ihre Extraklasse, fanden über den Kampf zum Spiel. Und in Überzahl ging's dann zum Ausgleich. Wobei Drittel zwei unter dem Motto Ritchie-Time verlief. nach 23:32 erzielte er nach Zuspiel von Kummer und Elfring das 2:3 bei Überzahl SC, nach 38:49 und erneuter Überzahl das 3:3. Die Vorarbeit hatten dieses Mal Schneider und Teeple geleistet. Richtig zur Sache ging's dann im Schlussdrittel, hier wurden neben allen erlaubten Mitteln ab und an auch unerlaubte eingesetzt, wobei sich beide Seiten nichts schenkten. Bietigheim bleib weiter am Drücker, lag aber nach 48 Minuten erneut in Rückstand. Wieder hatte Waginger zugeschlagen, davon von einem leichtfertigen Scheibenverlust des SC profitiert. Die Freude des ESV dauerte aber nur 44 Sekunden, dann hatte Elfring ein erneutes Überzahlspiel des SC zum 4:4 genutzt (48:44). Wegbereiter waren Schneider und Ritchie. Dann ging's rauf und runter, wobei der SC die klare Mehrzahl an Chancen hatte. Und nach 55:53 Minuten hieß es 5:4. Michael Wolf hatte nach Vorarbeit von Ritchie und Elfring zur erstmaligen Steelers-Führung in diesem Spiel getroffen. Keine zwei Minuten später (57:36) war die Vorentscheidung gefallen. Wieland hatte Ritchie mit einem Pass aus dem eigenen Drittel mustergültig auf die Reise geschickt. Ritchie überlief noch einen Kaufbeurener und blieb dann allein vor Belitski zum dritten Mal in dieser Partie Sieger im Duell mit seinem ehemaligen Kameraden - 6:4. Nach 58:36 nahm der ESV Belitski für einen sechsten Feldspieler vom Eis, wollte das Unmögliche noch schaffen. Ging aber schnell daneben, 14 Sekunden (58:50) später hieß es 7:4, Kummer hatte nach Vorlage Elfring und Teeple ein empty net goal erzielt und alles klar gemacht. Letztlich hatte sich der SC verdient durchgesetzt.
[Bietigheimer Zeitung]