"Miro" Sekera im Gespräch mit Jörg Pohling. (Foto: es-weisswasser.de)
Horymir Sekera soll die Füchse aus dem Keller holen, aber die Spieler verstehen ihren neuen Coach noch nicht
9:2 gegen Bad Tölz, 1:7 gegen Crimmitschau innerhalb von nur einer Woche erlebte Horymir Sekera als neuer Trainer der Lausitzer Füchse ein wahres Wechselbad der Gefühle in Weißwasser. Seine Aufgabe: Er soll das Schlusslicht aus dem Tabellenkeller der zweiten Eishockey-Bundesliga holen. Sein Problem: Die Mannschaft hört zwar auf den 54-jährigen Tschechen, versteht ihn aber noch nicht so richtig.
Am Freitag feiert der Traditionsverein sein 70-jähriges Bestehen. Auch eine Tombola ist für diesen Tag geplant. Zur Verlosung kommen reizvolle Preise wie Hotelgutscheine, Stichsägen und Präsentkörbe. Bundesliga-Punkte dagegen sind bei dieser Gelegenheit nicht zu gewinnen. Schade eigentlich, denn die Lausitzer Füchse könnten sie angesichts von derzeit elf Zählern Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze dringend gebrauchen.
Euphorie verflogen
Zumal die erste Euphorie nach dem Trainerwechsel schon wieder verflogen ist und immer offenkundiger wird, dass die Mannschaft und ihr neuer Coach noch einige Zeit brauchen werden, um sich aneinander zu gewöhnen. Doch gerade diese Zeit haben die Füchse nicht. Deshalb hat Horymir Sekera seiner Truppe in den vergangenen Tagen einen Crashkurs in Sachen Taktik verordnet, die trotz der 2:6-Niederlage am Sonntag in Riessersee auch bereits erste Früchte trug. Anders als sein Vorgänger ist der Ex-Crimmitschauer ein Verfechter von Ordnung und Disziplin auf dem Eis. Lauf- und Passwege sind exakt vorgegeben, das Einhalten der eigenen Taktik das oberste Gebot. Während unter Anton Weißgerber die Leine bisweilen derart lang war, dass sich so mancher Spieler darin verhedderte, fordert Horymir Sekera genau das andere Extrem. Seine Maxime: "Der Star ist die Mannschaft. Wer sich dem nicht unterordnet, ist raus. " Dass er markigen Worten auch Taten folgen lässt, hat der frühere Verteidiger aus Pardubice während seiner vierjährigen Tätigkeit als Chefcoach im Crimmitschauer Sahnpark mehr als einmal bewiesen. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 1998 sortierte er mit Torhüter Martti Hirvonen, Frank Kannewurf, Sergej Wikulow und Guy Phillips gleich vier Publikumslieblinge aus, weil sie nicht in sein System passten. In der vergangenen Saison setzte er Star-Verteidiger Esbjörn Hofverberg aus dem gleichen Grund für einige Wochen auf die Tribüne gegen den ausdrücklichen Willen des Crimmitschauer Vorstandes.
Neues Gesicht gegen Kaufbeuren
Auch in Weißwasser modelliert Sekera bereits kräftig am neuen Gesicht der Füchse. Mit seinem Sohn Martin und dem Kanadier Jamie Taylor werden am Freitag im Heimspiel gegen Kaufbeuren (19.30 Uhr) zwei Neuzugänge ihr Debüt feiern. Voraussichtlich in tragenden Rollen im System Sekera. Ebenfalls eine Stütze im Konzept des neuen Füchse-Coaches ist Kapitän Dirk Rohrbach, der bereits in Crimmitschau mit Horymir Sekera zusammengearbeitet hat und deshalb weiß, worauf es ankommt. "Die wichtigste Forderung des Trainers ist, dass jeder Spieler exakt die ihm vorher zugewiesene Aufgabe erfüllt. Wenn auch nur ein Spieler ausschert, führt das zum Chaos. Dann fällt die ganze Taktik, die wir uns vorgenommen haben, wie ein Kartenhäuschen zusammen " , betont Rohrbach. "Genau so wie beim 1:7-Debakel gegen Crimmitschau. " Er rechnet jedenfalls mit weiteren Taktik-Sonderschichten in den nächsten Tagen. Damit die Füchse ihrem neuen Trainer nicht nur zuhören, sondern ihn demnächst auch verstehen.
na denn man tau!
hoffentlich hören auch die eischaoten vom cr-debakel richtig hin!
so leicht haben die westsachsen noch nie gepunktet in der 2. buli...
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9:2 gegen Bad Tölz, 1:7 gegen Crimmitschau innerhalb von nur einer Woche erlebte Horymir Sekera als neuer Trainer der Lausitzer Füchse ein wahres Wechselbad der Gefühle in Weißwasser. Seine Aufgabe: Er soll das Schlusslicht aus dem Tabellenkeller der zweiten Eishockey-Bundesliga holen. Sein Problem: Die Mannschaft hört zwar auf den 54-jährigen Tschechen, versteht ihn aber noch nicht so richtig.
Am Freitag feiert der Traditionsverein sein 70-jähriges Bestehen. Auch eine Tombola ist für diesen Tag geplant. Zur Verlosung kommen reizvolle Preise wie Hotelgutscheine, Stichsägen und Präsentkörbe. Bundesliga-Punkte dagegen sind bei dieser Gelegenheit nicht zu gewinnen. Schade eigentlich, denn die Lausitzer Füchse könnten sie angesichts von derzeit elf Zählern Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze dringend gebrauchen.
Euphorie verflogen
Zumal die erste Euphorie nach dem Trainerwechsel schon wieder verflogen ist und immer offenkundiger wird, dass die Mannschaft und ihr neuer Coach noch einige Zeit brauchen werden, um sich aneinander zu gewöhnen. Doch gerade diese Zeit haben die Füchse nicht. Deshalb hat Horymir Sekera seiner Truppe in den vergangenen Tagen einen Crashkurs in Sachen Taktik verordnet, die trotz der 2:6-Niederlage am Sonntag in Riessersee auch bereits erste Früchte trug. Anders als sein Vorgänger ist der Ex-Crimmitschauer ein Verfechter von Ordnung und Disziplin auf dem Eis. Lauf- und Passwege sind exakt vorgegeben, das Einhalten der eigenen Taktik das oberste Gebot. Während unter Anton Weißgerber die Leine bisweilen derart lang war, dass sich so mancher Spieler darin verhedderte, fordert Horymir Sekera genau das andere Extrem. Seine Maxime: "Der Star ist die Mannschaft. Wer sich dem nicht unterordnet, ist raus. " Dass er markigen Worten auch Taten folgen lässt, hat der frühere Verteidiger aus Pardubice während seiner vierjährigen Tätigkeit als Chefcoach im Crimmitschauer Sahnpark mehr als einmal bewiesen. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 1998 sortierte er mit Torhüter Martti Hirvonen, Frank Kannewurf, Sergej Wikulow und Guy Phillips gleich vier Publikumslieblinge aus, weil sie nicht in sein System passten. In der vergangenen Saison setzte er Star-Verteidiger Esbjörn Hofverberg aus dem gleichen Grund für einige Wochen auf die Tribüne gegen den ausdrücklichen Willen des Crimmitschauer Vorstandes.
Neues Gesicht gegen Kaufbeuren
Auch in Weißwasser modelliert Sekera bereits kräftig am neuen Gesicht der Füchse. Mit seinem Sohn Martin und dem Kanadier Jamie Taylor werden am Freitag im Heimspiel gegen Kaufbeuren (19.30 Uhr) zwei Neuzugänge ihr Debüt feiern. Voraussichtlich in tragenden Rollen im System Sekera. Ebenfalls eine Stütze im Konzept des neuen Füchse-Coaches ist Kapitän Dirk Rohrbach, der bereits in Crimmitschau mit Horymir Sekera zusammengearbeitet hat und deshalb weiß, worauf es ankommt. "Die wichtigste Forderung des Trainers ist, dass jeder Spieler exakt die ihm vorher zugewiesene Aufgabe erfüllt. Wenn auch nur ein Spieler ausschert, führt das zum Chaos. Dann fällt die ganze Taktik, die wir uns vorgenommen haben, wie ein Kartenhäuschen zusammen " , betont Rohrbach. "Genau so wie beim 1:7-Debakel gegen Crimmitschau. " Er rechnet jedenfalls mit weiteren Taktik-Sonderschichten in den nächsten Tagen. Damit die Füchse ihrem neuen Trainer nicht nur zuhören, sondern ihn demnächst auch verstehen.
Quelle: Lausitzer Rundschau