Weißwasser bleibt trotz Punktgewinns Schlusslicht in der zweiten Liga
Den Eishockey-Profis aus Weißwasser ging es am vergangenen Wochenende wie den Fußballern von Energie Cottbus: Sie haben zwar einen Punkt geholt, der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen wird aber trotzdem immer größer. Was also tun? Der neue Trainer Horymir Sekera will die Probleme im Fuchsbau malend aus der Welt schaffen genau so wie es sein berühmtes TV-Vorbild getan hat.
Damals war ´s. Als in den volkseigenen Betrieben der DDR die Pläne noch zu 120 Prozent erfüllt wurden. Damals trat im Abendgruß regelmäßig ein gütiger Herr namens Tadeus Punkt an die Tafel und erklärte seinem Hund Struppi die Welt. Die Kinder vor den Bildschirmen hatten ihren Spaß an den Zeichnungen und lernten dazu noch viele interessante Dinge. Im Fuchsbau geht es derzeit ähnlich zu: Neu-Coach Horymir Sekera als Tadeus Punkt für Eishockey-Profis. Denn die bisherige Bilanz des 54-jährigen Tschechen fällt alles andere als wunschgemäß aus. In den bisherigen fünf Spielen unter Sekera gab es erst vier Punkte. Am vergangenen Wochenende unterlag Weißwasser 2:4 gegen Kaufbeuren und 3:4 nach Verlängerung in Duisburg. Dass der Ex-Crimmitschauer als Wundertäter in die Lausitz kommt, hatte so mancher Fan zwar erhofft. Die Realität aber sieht anders aus.
Praktische Probleme
Deshalb wird Horymir Sekera wohl noch einige Taktikskizzen malen müssen, bis der dauerhafte Erfolg zurückkommt. Denn hier liegt auch drei Wochen nach seinem Amtsantritt immer noch das größte Problem im Weißwasseraner Spiel. "Der Stift ist im Moment meine beste Sprache " , sagt Sekera. Er erläutert taktische Anweisungen, malt Spielzüge auf, legt für jeden Spieler die Aufgaben fest. Doch die Theorie ist das eine, die Praxis das andere. So kommt es eben vor, dass im Training einige Übungen fast bis zum Erbrechen geübt werden müssen, ehe die Spieler zumindest einigermaßen verinnerlicht haben, was der Trainer von ihnen verlangt. "Sie hören sehr gewissenhaft zu. Ja, die Jungs sind regelrecht hungrig nach taktischen Informationen. Nur auf dem Eis können sie es halt noch nicht richtig umsetzen " , wirbt Horymir Sekera um Verständnis. Zur Bekräftigung malt er dabei eine große Sechs und eine Zwei aufs Papier. Soll heißen: Sechs Wochen beträgt im Normalfall die Saisonvorbereitung. Zwei Wochen davon hat Sekera erst mit dem Team gearbeitet. Aber: Die somit noch fehlenden vier Wochen haben er und das Team nicht. Denn weitere Nullnummern würden die Füchse wahrscheinlich dauerhaft am Tabellenende festnageln, wo doch unter dem neuen Trainer eigentlich der Aufwärtstrend eingeleitet werden sollte. Angesichts von 14 Punkten Rückstand auf das rettende Ufer stellt sich ohnehin die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, schon jetzt alle Kräfte für die drohende Abstiegsrunde zu bündeln. Eine konkrete Antwort darauf mag der Füchse-Coach nicht geben. Noch nicht. Stattdessen verweist er auf die kleinen, aber immerhin vorhandenen Erfolgserlebnisse: den Punktgewinn auswärts in Duisburg und das gewonnene letzte Drittel am Freitag gegen Kaufbeuren. "Daran sieht man, dass die Jungs willig sind. Leider bringen sie sich mit vielen kleinen Fehlern und unnötigen Strafen immer wieder selbst um den Lohn. "
Sohn als Verstärkung
Mit Kapitän Dirk Rohrbach und seinem Sohn Martin, der am Wochenende erstmals das Füchse-Trikot trug, hat er immerhin zwei Stürmer zur Verfügung, die schon jetzt genau wissen, wie das System Sekera funktioniert wenn es richtig funktioniert. Auch Verteidiger Gabriel Krüger hat in Crimmitschau bereits mit ihm zusammen gearbeitet. Sie könnten deshalb in den nächsten Wochen wichtiger denn je für die Mannschaft werden. Denn sie kennen sich schließlich aus in den Skizzen ihres Trainers.
Den Eishockey-Profis aus Weißwasser ging es am vergangenen Wochenende wie den Fußballern von Energie Cottbus: Sie haben zwar einen Punkt geholt, der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen wird aber trotzdem immer größer. Was also tun? Der neue Trainer Horymir Sekera will die Probleme im Fuchsbau malend aus der Welt schaffen genau so wie es sein berühmtes TV-Vorbild getan hat.
Damals war ´s. Als in den volkseigenen Betrieben der DDR die Pläne noch zu 120 Prozent erfüllt wurden. Damals trat im Abendgruß regelmäßig ein gütiger Herr namens Tadeus Punkt an die Tafel und erklärte seinem Hund Struppi die Welt. Die Kinder vor den Bildschirmen hatten ihren Spaß an den Zeichnungen und lernten dazu noch viele interessante Dinge. Im Fuchsbau geht es derzeit ähnlich zu: Neu-Coach Horymir Sekera als Tadeus Punkt für Eishockey-Profis. Denn die bisherige Bilanz des 54-jährigen Tschechen fällt alles andere als wunschgemäß aus. In den bisherigen fünf Spielen unter Sekera gab es erst vier Punkte. Am vergangenen Wochenende unterlag Weißwasser 2:4 gegen Kaufbeuren und 3:4 nach Verlängerung in Duisburg. Dass der Ex-Crimmitschauer als Wundertäter in die Lausitz kommt, hatte so mancher Fan zwar erhofft. Die Realität aber sieht anders aus.
Praktische Probleme
Deshalb wird Horymir Sekera wohl noch einige Taktikskizzen malen müssen, bis der dauerhafte Erfolg zurückkommt. Denn hier liegt auch drei Wochen nach seinem Amtsantritt immer noch das größte Problem im Weißwasseraner Spiel. "Der Stift ist im Moment meine beste Sprache " , sagt Sekera. Er erläutert taktische Anweisungen, malt Spielzüge auf, legt für jeden Spieler die Aufgaben fest. Doch die Theorie ist das eine, die Praxis das andere. So kommt es eben vor, dass im Training einige Übungen fast bis zum Erbrechen geübt werden müssen, ehe die Spieler zumindest einigermaßen verinnerlicht haben, was der Trainer von ihnen verlangt. "Sie hören sehr gewissenhaft zu. Ja, die Jungs sind regelrecht hungrig nach taktischen Informationen. Nur auf dem Eis können sie es halt noch nicht richtig umsetzen " , wirbt Horymir Sekera um Verständnis. Zur Bekräftigung malt er dabei eine große Sechs und eine Zwei aufs Papier. Soll heißen: Sechs Wochen beträgt im Normalfall die Saisonvorbereitung. Zwei Wochen davon hat Sekera erst mit dem Team gearbeitet. Aber: Die somit noch fehlenden vier Wochen haben er und das Team nicht. Denn weitere Nullnummern würden die Füchse wahrscheinlich dauerhaft am Tabellenende festnageln, wo doch unter dem neuen Trainer eigentlich der Aufwärtstrend eingeleitet werden sollte. Angesichts von 14 Punkten Rückstand auf das rettende Ufer stellt sich ohnehin die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, schon jetzt alle Kräfte für die drohende Abstiegsrunde zu bündeln. Eine konkrete Antwort darauf mag der Füchse-Coach nicht geben. Noch nicht. Stattdessen verweist er auf die kleinen, aber immerhin vorhandenen Erfolgserlebnisse: den Punktgewinn auswärts in Duisburg und das gewonnene letzte Drittel am Freitag gegen Kaufbeuren. "Daran sieht man, dass die Jungs willig sind. Leider bringen sie sich mit vielen kleinen Fehlern und unnötigen Strafen immer wieder selbst um den Lohn. "
Sohn als Verstärkung
Mit Kapitän Dirk Rohrbach und seinem Sohn Martin, der am Wochenende erstmals das Füchse-Trikot trug, hat er immerhin zwei Stürmer zur Verfügung, die schon jetzt genau wissen, wie das System Sekera funktioniert wenn es richtig funktioniert. Auch Verteidiger Gabriel Krüger hat in Crimmitschau bereits mit ihm zusammen gearbeitet. Sie könnten deshalb in den nächsten Wochen wichtiger denn je für die Mannschaft werden. Denn sie kennen sich schließlich aus in den Skizzen ihres Trainers.
Quelle: Lausitzer Rundschau