Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Presseschau zum Landshut-Spiel
09.01.2003 | 09:39 Uhr von
Itämies-Klops, das war's
Nein, eine vernichtende Torwart-Schelte ist bestimmt nicht angebracht. Dennoch gehört es zur Chronistenpflicht: Iiro Itämies leistete sich gestern in der 21. Spielminute einen heftigen Klops, der mit dem 0:1 der Landshuter bestraft wurde. Weit schlimmer für den Finnen – es sollte der einzige Treffer der Partie bleiben. Er kostete alles – drei Punkte!
Ein Treffer reichte den Gästen aus Landshut gestern in Weißwasser zum Gesamterfolg.Gewissermaßen durch die Hosenträger ließ Itämies den eher harmlos abgefeuerten Puck nach 20:23 min von Aniket Dadphale passieren. Zuvor und danach war der Schlussmann ein Souverän zwischen den Pfosten, was allerdings kein Trost für die Sekera-Schützlinge sein dürfte. Die nämlich hatten sich vorgenommen, diesmal nach den Nauheimer Teufeln auch die Landshuter Cannibals in die Schranken zu weisen. Das neue Selbstbewusstsein hielt in den ersten 20 Minuten. Taktische Disziplin und aufopferungsvoller Einsatz sämtlicher Reihen waren sichtbar. Was allein fehlte war ein Knipser, der auch einmal traf. Schon zu Beginn gab es Möglichkeiten, die ungenutzt verblassten. Die wohl größte Möglichkeit zum Ausgleich besaß Falk Ozellis in der 26. Minute. Von Vadim Kulabuchow sehr gut bedient, verfehlte sein Schuss das Landshuter Gehäuse.
Disziplin allein reichte eben nicht aus, um das Landshuter Team aus den Angeln zu heben. Das präsentierte sich gestern in Weißwasser wahrlich nicht als Überflieger-Mannschaft. Was es den «Lausitzer Füchsen» voraus hatte, ist eine schlichte Eishockey-Weisheit – Geschosse aus allen Lagen und Situationen. So verunsichert man Gegner.
Schiedsrichter Richard Schütz aus Moers, kurzfristig eingesprungen für Heiko Dahle aus Berlin, traf vor allem im letzten Drittel mehrfach der «Bannstrahl» von den Traversen. Denn er hatte in mehreren Situationen kaum ein glückliches Händchen bei seinen Entscheidungen.
Den Ausgang der Partie indes beeinflussten sie nicht. Weißwassers Cracks fehlte am Ende zwar nicht der Wille zum Ausgleich und zum Sieg, aber die Kraft dafür war weg. Was den ESW-Fans bleibt, ist der Glaube an eine Wende zum Guten. Der Umschwung von Dauer lässt auf sich warten. 1288 Zuschauer waren gestern schon enttäuscht, dass sie abermals von Euphorie nach Bad Nauheim auf Tristesse umschalten mussten. Der Weg heraus aus dem Tabellenkeller bleibt steinig. Freitag geht es für die «Lausitzer Füchse» zum EC Bad Tölz, Sonntag ist für sie spielfrei – und Zeit zum intensiven Nachdenken.

Autoren: Joachim Langner und Bernd Masula

Quelle: [lr-online.de]
262 mal gelesen
 
1 | SvenS. | 09.01.2003 @ 12:20
Klops hin oder her, wer keine Tore macht kann nicht gewinnen...da liegt imo unser Problem
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