Als zweiter Spieler hat sich nach dem verlorenen Bietigheim-Spiel Daniel Bartell den Fragen unserer Forum-User gestellt. Für ihn läuft es ja zur Zeit sportlich gesehen nicht gerade ideal, deshalb auch allerherzlichsten Dank an ihn, dass er sich die Zeit für dieses Interview genommen hat und alle Fragen mit einer herzerfrischenden Ehrlichkeit beantwortet hat.
So, nun genug der Vorrede, los gehts!
Wie beurteilst du deine derzeitige persönliche sportliche Situation im Team der Füchse?
Für mich ist die derzeitige Situation sehr schwer, denn die letzten beiden Jahre war ich ja so gut wie Stammspieler. Ich mache eigentlich auch nichts anderes als früher, aber zu den genauen Gründen müsst ihr den Trainer fragen. Mir bleibt nix anderes übrig als mich täglich im Training anzubieten und auf meine Chance zu warten.
Wie kommst du damit klar, als Weisswasseraner Eigengewächs oftmals härter kritisiert zu werden, als andere nicht aus WSW stammende Spieler?
Die Kritiken höre ich mir an und nehme mir auch sachliche Kritik an und versuche die Kritikpunkte zu beseitigen. Aber sobald es unsachlich wird schalte ich auf Durchzug!
Bei dir kommt ja auch noch dazu, dass du der Sohn einer früheren Weisswasseraner Eishockey-Legende bist. Hat dich der immerwährende Vergleich mit deinem Vater in deiner Laufbahn sehr belastet?
Nein, überhaupt nicht. Es hat mich sogar geehrt und war für mich immer Ansporn noch besser als mein Vater zu werden. Ich habe meinem Vater in der Hinsicht viel zu verdanken, durch ihn bin ich ja auch zum Eishockey gekommen.
Wie sehen deine Pläne und Wünsche für die nähere Zukunft aus, sportlich und privat?
Sportlich gesehen, will ich irgendwann einmal DEL spielen, was aber im Moment eher nicht möglich wäre, da ich mich ja nicht auf dem Eis präsentieren kann.
Privat wünsche ich mir, dass es meiner kleinen Familie immer gut gehen wird und das was sich jeder auch immer für die Zukunft wünscht.
Womit du mir ein gutes Stichwort gegeben hast. Inwiefern hast du dich durch die Geburt deiner kleinen Tochter Thea-Marleen persönlich verändert?
Ich bin in meiner ganzen Art und Weise ernster und reifer geworden. Trage ja jetzt nicht nur für mich selbst Verantwortung. Die Kleine hat mein Leben doch ganz schön verändert, weniger Partys oder einfach mal so weggehen. Aber für die Kleine mache ich sowas natürlich wahnsinnig gern.
Wäre deine Familie auch ein Grund in Weisswasser zu bleiben, wo du ja jetzt auch noch ein Haus baust?
Natürlich wäre das ein Grund, die Familie ist eigentlich der wichtigste Grund da zu bleiben. Aber man muss auch sehen, wenn man einmal im Leben eine einmalige Chance, finanziell und sportlich, bekommt, muss man diese sicher wahrnehmen.
So, jetzt ein kleiner Themenwechsel. Hast du einen Internetanschluss, und wenn, verfolgst du die Diskussionen der Fans in diversen Foren?
Also ich habe die Möglichkeit im Internet zu surfen. Aber ich nutze dies eher weniger, da ist meine bessere Hälfte Dana eher involviert. Und wenn sie oder Bekannte mich auf interessante Diskussionen aufmerksam machen, verfolge ich diese auch.
Wie findest du die neue Ausländerregelung, die ja auch die 2.Eishockey-Bundesliga betrifft?
Finde ich Mist. Es ist in meinen Augen diskriminierend Menschen nach ihrer Herkunft einzuteilen. Ein Eishockeyspieler bleibt für mich immer ein Eishockeyspieler, egal ob er aus Afganisthan, Amerika oder sonstwo herkommt.
Jubel um Daniel Bartell - hier jubelt man über "Freddy's" 1:2 Anschlusstreffer am 28.Spieltag gegen den EHC Wolfsburg.
Welcher Trainer hat dich in deiner noch recht kurzen Laufbahn am meisten geprägt?
Da fallen mir gleich zwei ein. Einmal, Uwe Hoffmann und andererseits Rainer Mann. Uwe Hoffmann hat mich in meinen ersten Jahren auf dem Eis geformt, und Rainer Mann hat dann dies in der Jugend fortgesetzt und mir die erste Profisaison in WSW ermöglicht.
Welche Spiele sind dir positiv oder negativ nachhaltig in Erinnerung geblieben?
Fange ich am besten gleich mal mit dem negativen an. Dies war in Augsburg und wir hatten dort mit unserer Juniorenmannschaft die Chance im entscheidenden Spiel deutscher Meister zu werden. Bis 30 Sekunden vor Schluss führten wir auch 2-1, aber dann kam der grosse Auftritt des Herrn Bertl´s, der ja jetzt 2.Liga pfeift. Durch einige komische Entscheidungen verloren wir das Spiel noch mit 3-2 und Augsburg war Meister.
Positiv in Erinnerung blieben mir gleich zwei Spiele. Das erste Spiel war ein Endrundenspiel gegen Klostersee in der Jugend. Da gab es eine mächtige Massenschlägerei und ich konnte da sehr viel lernen... (Freddy lacht)
Und das zweite war 1995 während unserer Florida-Reise mit Rainer Mann. Da spielten wir gegen ein Team Canada und führten nach 10 Minuten mit 3-0, und aufeinmal brannten bei den Kanadiern die Sicherungen durch und es gab eine übelste Massenschlägerei. Auf dem Eis sah es wüst aus, da lagen Haarbüschel, Zähne, Mundschütze und allerlei andere Sachen rum. Die Schlägerei war so schlimm, dass sogar die Polizei dazwischen gehen musste um die Teams zu trennen. Ein halbes Jahr später wurde uns dann der Sieg noch zugesprochen.
Hast du irgendwelche Marotten, die du immer durchziehst, sportlich oder auch privat?
Eigentlich nicht, aber da ja Eishockeyspieler immer ne Marotte haben, habe ich früher meine Spielkluft immer von links angefangen anzuziehen. Das hat aber auch nicht wirklich Glück gebracht, so dass ich es sein gelassen habe.
Zum Abschluss unseres Interviews noch unsere Kurz & Knapp Abteilung. Lieblingsessen: Pasta, saure Eier, Stampfkartoffeln Lieblingsgetränk: Hopfenblütentee *g*, aber natürlich auch alles was ein Profisportler sonst noch braucht!!! Lieblingsbuch /-film: Buch keines, bin lesefaul... Film auch keinen. Hobbies: natürlich meine kleine Thea-Marleen und alles was mit Bauen zu tun hat erlernter Beruf: Vermessungstechniker
1 | SvenS. | 12.02.2003 @ 19:48
wiedereinmal klasse interview mozart...danke auch an die Spieler die sich die Zeit nehmen...bin schon auf die nächsten gespannt
2 | kojoti | 12.02.2003 @ 20:13
Kompliment an musikus und daniel. wirklich klasse interwiew....
3 | cat | 12.02.2003 @ 21:03
Also respekt für Eure Idee die Spieler zu interviewen. Man lernt die Spieler dadurch besser kennen. z.B. Interessen, Hobbies oder sportliche Ambitionen. Macht weiter so!
mfG cat
4 | sprite | 12.02.2003 @ 21:05
finde das interview genauso klasse wie das mit gabi...
5 | Landskronspezi | 12.02.2003 @ 21:38
klasse interwiew...weiter so
6 | elFranzo | 13.02.2003 @ 07:39
"Welche Spiele sind dir positiv oder negativ nachhaltig in Erinnerung geblieben?"
-"Da gab es eine mächtige Massenschlägerei...; es gab eine übelste Massenschlägerei" -> LOL das ist das beste
7 | ?!?!?!?!?! | 13.02.2003 @ 16:15
Gutes Interview.Aber HEILBRONN ist scheiße.Wir sind die Blauen, wir sind die Weißen, wir sin diejenigen die auf die Falken scheißen.
8 | Held v.kartoffelfeld | 13.02.2003 @ 22:08
am besten find ich dien frage."Hast du einen Internetanschluss, und wenn, verfolgst du die Diskussionen der Fans in diversen Foren?" nur schade das sich bartell nicht so sehr dafür interessiert und gabri liest die themen im forum auch nicht!
9 | elFranzo | 14.02.2003 @ 08:40
als spieler ist man glaub ich schon nah genug am geschehen und es reichen nach einem SCHLECHTEN Spiel die BUH Rufe im Stadion, da muss man sich die Einzelkritik nicht auch noch antun
10 | BEKANNT | 18.02.2003 @ 20:05
Tolles Interview Daniel. Hättest Du uns nicht auch noch irgendwie erwehnen können. Wir sind doch die GRÖSSTEN Fan's von Dir. Aber naja, wir verzeihen Dir. Du bist und bleibst für uns der BESTE. D+M
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
So, nun genug der Vorrede, los gehts!
Wie beurteilst du deine derzeitige persönliche sportliche Situation im Team der Füchse?
Für mich ist die derzeitige Situation sehr schwer, denn die letzten beiden Jahre war ich ja so gut wie Stammspieler. Ich mache eigentlich auch nichts anderes als früher, aber zu den genauen Gründen müsst ihr den Trainer fragen. Mir bleibt nix anderes übrig als mich täglich im Training anzubieten und auf meine Chance zu warten.
Wie kommst du damit klar, als Weisswasseraner Eigengewächs oftmals härter kritisiert zu werden, als andere nicht aus WSW stammende Spieler?
Die Kritiken höre ich mir an und nehme mir auch sachliche Kritik an und versuche die Kritikpunkte zu beseitigen. Aber sobald es unsachlich wird schalte ich auf Durchzug!
Bei dir kommt ja auch noch dazu, dass du der Sohn einer früheren Weisswasseraner Eishockey-Legende bist. Hat dich der immerwährende Vergleich mit deinem Vater in deiner Laufbahn sehr belastet?
Nein, überhaupt nicht. Es hat mich sogar geehrt und war für mich immer Ansporn noch besser als mein Vater zu werden. Ich habe meinem Vater in der Hinsicht viel zu verdanken, durch ihn bin ich ja auch zum Eishockey gekommen.
Wie sehen deine Pläne und Wünsche für die nähere Zukunft aus, sportlich und privat?
Sportlich gesehen, will ich irgendwann einmal DEL spielen, was aber im Moment eher nicht möglich wäre, da ich mich ja nicht auf dem Eis präsentieren kann.
Privat wünsche ich mir, dass es meiner kleinen Familie immer gut gehen wird und das was sich jeder auch immer für die Zukunft wünscht.
Womit du mir ein gutes Stichwort gegeben hast. Inwiefern hast du dich durch die Geburt deiner kleinen Tochter Thea-Marleen persönlich verändert?
Ich bin in meiner ganzen Art und Weise ernster und reifer geworden. Trage ja jetzt nicht nur für mich selbst Verantwortung. Die Kleine hat mein Leben doch ganz schön verändert, weniger Partys oder einfach mal so weggehen. Aber für die Kleine mache ich sowas natürlich wahnsinnig gern.
Wäre deine Familie auch ein Grund in Weisswasser zu bleiben, wo du ja jetzt auch noch ein Haus baust?
Natürlich wäre das ein Grund, die Familie ist eigentlich der wichtigste Grund da zu bleiben. Aber man muss auch sehen, wenn man einmal im Leben eine einmalige Chance, finanziell und sportlich, bekommt, muss man diese sicher wahrnehmen.
So, jetzt ein kleiner Themenwechsel. Hast du einen Internetanschluss, und wenn, verfolgst du die Diskussionen der Fans in diversen Foren?
Also ich habe die Möglichkeit im Internet zu surfen. Aber ich nutze dies eher weniger, da ist meine bessere Hälfte Dana eher involviert. Und wenn sie oder Bekannte mich auf interessante Diskussionen aufmerksam machen, verfolge ich diese auch.
Wie findest du die neue Ausländerregelung, die ja auch die 2.Eishockey-Bundesliga betrifft?
Finde ich Mist. Es ist in meinen Augen diskriminierend Menschen nach ihrer Herkunft einzuteilen. Ein Eishockeyspieler bleibt für mich immer ein Eishockeyspieler, egal ob er aus Afganisthan, Amerika oder sonstwo herkommt.
Welcher Trainer hat dich in deiner noch recht kurzen Laufbahn am meisten geprägt?
Da fallen mir gleich zwei ein. Einmal, Uwe Hoffmann und andererseits Rainer Mann. Uwe Hoffmann hat mich in meinen ersten Jahren auf dem Eis geformt, und Rainer Mann hat dann dies in der Jugend fortgesetzt und mir die erste Profisaison in WSW ermöglicht.
Welche Spiele sind dir positiv oder negativ nachhaltig in Erinnerung geblieben?
Fange ich am besten gleich mal mit dem negativen an. Dies war in Augsburg und wir hatten dort mit unserer Juniorenmannschaft die Chance im entscheidenden Spiel deutscher Meister zu werden. Bis 30 Sekunden vor Schluss führten wir auch 2-1, aber dann kam der grosse Auftritt des Herrn Bertl´s, der ja jetzt 2.Liga pfeift. Durch einige komische Entscheidungen verloren wir das Spiel noch mit 3-2 und Augsburg war Meister.
Positiv in Erinnerung blieben mir gleich zwei Spiele. Das erste Spiel war ein Endrundenspiel gegen Klostersee in der Jugend. Da gab es eine mächtige Massenschlägerei und ich konnte da sehr viel lernen... (Freddy lacht)
Und das zweite war 1995 während unserer Florida-Reise mit Rainer Mann. Da spielten wir gegen ein Team Canada und führten nach 10 Minuten mit 3-0, und aufeinmal brannten bei den Kanadiern die Sicherungen durch und es gab eine übelste Massenschlägerei. Auf dem Eis sah es wüst aus, da lagen Haarbüschel, Zähne, Mundschütze und allerlei andere Sachen rum. Die Schlägerei war so schlimm, dass sogar die Polizei dazwischen gehen musste um die Teams zu trennen. Ein halbes Jahr später wurde uns dann der Sieg noch zugesprochen.
Hast du irgendwelche Marotten, die du immer durchziehst, sportlich oder auch privat?
Eigentlich nicht, aber da ja Eishockeyspieler immer ne Marotte haben, habe ich früher meine Spielkluft immer von links angefangen anzuziehen. Das hat aber auch nicht wirklich Glück gebracht, so dass ich es sein gelassen habe.
Zum Abschluss unseres Interviews noch unsere Kurz & Knapp Abteilung.
Lieblingsessen: Pasta, saure Eier, Stampfkartoffeln
Lieblingsgetränk: Hopfenblütentee *g*, aber natürlich auch alles was ein Profisportler sonst noch braucht!!!
Lieblingsbuch /-film: Buch keines, bin lesefaul... Film auch keinen.
Hobbies: natürlich meine kleine Thea-Marleen und alles was mit Bauen zu tun hat
erlernter Beruf: Vermessungstechniker