Ein Sperre von weiteren sechs Spielen droht Christoph Paepke. Der Profi des Eishockey-Zweitligisten EHC Wolfsburg wird zwar am Sonntag (18 Uhr) beim Spiel in Bad Tölz noch mit dabei sein. Was danach kommt, ist aber offen.
Hintergrund: Am 16.Februar beim Gastspiel in Regensburg foulte Paepke den Eisbären-Akteur Jiri Cmunt – Stockschlag mit Verletzungsfolge. Cmunt erlitt einen Armbruch und musste sofort raus. Der Wolfsburger auch, da ihn der Schiedsrichter mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe belegte. Die anschließende Sperre saß Paepke ab und war zuletzt schon wieder mit dabei. Und warum soll er jetzt erneut zuschauen?
Antwort: Die Regensburger Verantwortlichen um Trainer Erich Kühnhackl machten eine Eingabe beim Verband. Als Beweis legten sie eine Videokassette vor, auf der sie das Spiel aufgezeichnet hatten. Die Offiziellen ließen den Videobeweis zu und verhängten weitere sechs Spiele Sperre und 500 Euro Geldstrafe gegen Paepke.
Das brachte den EHC auf die Palme! "Wir haben sofort Einspruch eingelegt. Jetzt gibt’s eine mündliche Verhandlung", sagte Wolfsburgs Vorsitzender Karl-Heinz Lorenz erbost. Bei dieser werden beide Vereine (und Paepke) vertreten sein. Eventuell will der EHC sogar einen Rechtsanwalt zu diesem Gespräch mitnehmen. Was Lorenz und Co. erzürnt: "Als Arpad Györi in Straubing so schwer gefoult wurde und wir ein Video als Beweis vorlegen wollten, wurde dies abgelehnt. Jetzt aber soll der Videobeweis plötzlich erlaubt sein. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen."
Dass Paepke ungeschoren davonkommt – dass sei nicht der alleinige Ansporn des EHC-Vorstands. Trainer Stefan Mikes machte hierzu deutlich: "Prinzipiell begrüße ich alle Strafen, die die Liga und das Eishockey sauberer machen. Aber jetzt im März damit bei Wolfsburg anzufangen, geht nicht." Außerdem handele es sich um ein Foul, was so wöchentlich auch gegen EHC-Spieler begangen, aber nicht geahndet werde. "Ich habe die Szene gesehen. Christoph hatte nicht die Absicht, ihn zu verletzen", nimmt Mikes seinen Schützling in Schutz.
Lorenz ärgerte sich über die Ungleichbehandlung und denkt, dass der große Name Kühnhackl die Entscheidung der Verbandsoffiziellen beeinflusst haben könnte. "Das können wir so nicht hinnehmen", sagte er bezüglich des Strafmaßes und setzt voll auf die Anhörung. Wann die stattfindet, weiß er noch nicht. Ein genauer Termin steht aus. Fraglich ist auch, ob die Sperre nur für Hauptrunden-Spiele oder auch darüber hinaus gilt. Fehlt Paepke seinem EHC in den Play-offs?
(Quelle: Wolfsburger Nachrichten)
1 | dolphin girl | 08.03.2003 @ 16:45
Peppi, Peppi, Peppi!!!!! Ist ja ein richtig schlimmer Finger geworden. :)) Tja, Umgang formt den Menschen, ne?
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Hintergrund: Am 16.Februar beim Gastspiel in Regensburg foulte Paepke den Eisbären-Akteur Jiri Cmunt – Stockschlag mit Verletzungsfolge. Cmunt erlitt einen Armbruch und musste sofort raus. Der Wolfsburger auch, da ihn der Schiedsrichter mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe belegte. Die anschließende Sperre saß Paepke ab und war zuletzt schon wieder mit dabei. Und warum soll er jetzt erneut zuschauen?
Antwort: Die Regensburger Verantwortlichen um Trainer Erich Kühnhackl machten eine Eingabe beim Verband. Als Beweis legten sie eine Videokassette vor, auf der sie das Spiel aufgezeichnet hatten. Die Offiziellen ließen den Videobeweis zu und verhängten weitere sechs Spiele Sperre und 500 Euro Geldstrafe gegen Paepke.
Das brachte den EHC auf die Palme! "Wir haben sofort Einspruch eingelegt. Jetzt gibt’s eine mündliche Verhandlung", sagte Wolfsburgs Vorsitzender Karl-Heinz Lorenz erbost. Bei dieser werden beide Vereine (und Paepke) vertreten sein. Eventuell will der EHC sogar einen Rechtsanwalt zu diesem Gespräch mitnehmen. Was Lorenz und Co. erzürnt: "Als Arpad Györi in Straubing so schwer gefoult wurde und wir ein Video als Beweis vorlegen wollten, wurde dies abgelehnt. Jetzt aber soll der Videobeweis plötzlich erlaubt sein. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen."
Dass Paepke ungeschoren davonkommt – dass sei nicht der alleinige Ansporn des EHC-Vorstands. Trainer Stefan Mikes machte hierzu deutlich: "Prinzipiell begrüße ich alle Strafen, die die Liga und das Eishockey sauberer machen. Aber jetzt im März damit bei Wolfsburg anzufangen, geht nicht." Außerdem handele es sich um ein Foul, was so wöchentlich auch gegen EHC-Spieler begangen, aber nicht geahndet werde. "Ich habe die Szene gesehen. Christoph hatte nicht die Absicht, ihn zu verletzen", nimmt Mikes seinen Schützling in Schutz.
Lorenz ärgerte sich über die Ungleichbehandlung und denkt, dass der große Name Kühnhackl die Entscheidung der Verbandsoffiziellen beeinflusst haben könnte. "Das können wir so nicht hinnehmen", sagte er bezüglich des Strafmaßes und setzt voll auf die Anhörung. Wann die stattfindet, weiß er noch nicht. Ein genauer Termin steht aus. Fraglich ist auch, ob die Sperre nur für Hauptrunden-Spiele oder auch darüber hinaus gilt. Fehlt Paepke seinem EHC in den Play-offs?
(Quelle: Wolfsburger Nachrichten)