Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Spielbericht aus Garmisch
06.03.2003 | 18:55 Uhr von
Ex-Fuchs Tomasz Mieszkowski ist hier zwar im freien Fall - am Ende hatte er aber das bessere Ende für sich.
Die Auswärtsniederlage beim SC Riessersee ist zwar schon ein paar Tage her, dennoch hat Mozart, der von seiner Reise wieder sicher gelandet ist heute einen Spiel- und Reisebericht verfasst, der sehr lesenswert ist.

Nachdem die Füchse schon am Freitag ihr Heimspiel gegen unseren Erzrivalen aus Crimmitschau verloren, standen sie auch am Sonntag beim Tabellenführer SC Riessersee auf verlorenem Posten.
Da die Garmischer zur Zeit etwas schwächelten hatten wir auch bis zur Ankunft am Eisstadion geringe Hoffnungen, dass wir vielleicht mindestens einen Punkt entführen könnten. Diese Träumereien zerschlugen sich aber schon Samstagnachmittag als wir dem Training der Werdenfelser zuschauten. Harte, platzierte Schüsse, ein enormes Tempo bei den verschiedenen Übungen und zu guter Letzt alle fit, was man ja von unserer Mannschaft zu dem Zeitpunkt nicht erhoffen konnte. Noch geringer wurden die Hoffnungen, als ich Sonntagmittag die Info bekam wer alles ausfallen würde. Rohrbach und Kempf waren von vorn herein klar, aber dass dann noch Bystriantsev und Krüger für die Defensive ausfielen, war schon ein Stimmungsdämpfer.
Trotz alledem bestimmten die Füchse die ersten 5 Minuten des Spiels. Man hatte zwar Glück, dass die Garmischer nach 16 Minuten nur den Pfosten trafen, aber nur rund eine Minute später konnten sich die Hausherren beim Pfosten auf der anderen Seite bedanken, dass er den Schuss von Thiede aufhielt.
Nachdem der SC Riessersee nach 4:03 eine Strafe bekam, hofften wir alle auf das erlösende 1-0. Aber nichts war. Kiselev ging nach 5:48 raus. Vorausgegangen waren 2 dumme Stockschläge hinterm eigenen Tor. Mit 4 gg 4 ging es weiter und die Hausherren konnten nach 5 Sekunden in Person von Aaron Fox einnetzen. Danach bestimmte Garmisch das Spiel nach Belieben und man konnte sich bei Sebastian Elwing und dem Pfosten bedanken, dass es bis zur 17.Minute nur 0-1 stand. Aber dann kam der Auftritt des jungen Konstantin Firsanov. Erst spielte er 2 Füchseverteidiger aus, um dann fast aus der Ecke auf der verlängerten Torlinie stehend, auf das Tor der Füchse zu schiessen. Elwing stand zwar am kurzen Pfosten, bekam aber den Puck an die Schulter, und von da trudelte er hinter die Linie. Bei dieser Situation sah man auch den Unterschied bei beiden Mannschaften, Garmisch schoss aus jeder Lage, die Füchse hingegen spielten lieber noch einen Pass, bis die Chance weg war. Erwähnenswert aus dem Drittel wäre noch, dass Vadim Kulabuchov erst Cinibulk mustergültig ausspielte, dann aber aus einem Meter das leere Tor nicht traf...
Die Vorentscheidung des Spiels fiel dann kurz nach Beginn des 2.Drittels. Falk Ozellis musste nach 22:08 wegen Haltens vom Eis. Den darauf folgenden Bully im Drittel der Füchse konnte die Garmischer gewinnen, und Adam Smith zog von der blauen Linie ab. Elwing war bei diesem Schuss die Sicht verdeckt, so dass er bei diesem Tor völlig chancenlos war. Danach plätscherte das Spiel so vor sich hin, bis circa 10 Minuten vor Ende des 2.Drittels die Füchse das Heft des Handelns in die Hände nahmen. Nach 32:50 konnte Daniel Bartell einen Querpass von Falk Ozellis bei einem 2 gg 1 Konter direkt verwandeln, so dass noch etwas stille Hoffnung aufkeimte. Verstärkt wurden die Hoffnungen, als die Füchse zweimal hintereinander 5-3 Überzahl spielen konnten. Aber diese Chance wurde gnadenlos verpasst.
Im letzten Drittel war es ein ausgeglichenes Spiel, bis nach 50 Minuten Matt Murray einen Konter der Garmischer mustergültig vollenden konnte. Bei einem Befreiungsschlag der Hausherren stand Kiselev an der roten Linie, und der erste Garmischer an der eigenen blauen. Es ist mir jetzt noch ein Rätsel wie Kiselev diesen Vorsprung verlieren konnte. Nach dem Puckverlust entstand dann eine 3 gg 1 Situation die der SC Riessersee mustergültig ausspielte. Das war Eishockey zum Zungeschnalzen.
In den letzten Minuten taten sich dann beide Teams nicht mehr weh, ausser dass Tomasz Mieszkowski noch Jamie Taylor die Lektion beibrachte, die hiess "Greife nicht meinen Goalie an!!!".
Beste Spieler beider Teams waren auf Seiten der Gastgeber Aaron Fox, und bei den Füchsen Sebastian Elwing, der die Niederlage mit Superparaden in einem erträglichen Rahmen hielt. Ein Sonderlob des Trainers erhielten nach dem Spiel Jörg Wartenberg und Robert Bartlick, die in diesem Spiel ihre Zweitligatauglichkeit bewiesen hätten.
Andere Spieler dürften bei Vertragsverhandlungen durch ihre am Sonntag nicht erbrachte Leistung schwere Karten haben... Trainer Sekera liess durchblicken, dass er vor "grossen" Namen keinen Halt machen wird.
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