Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Grippewelle wütet noch immer im Fuchsbau
11.03.2003 | 08:44 Uhr von
Coach Horymir Sekera ist wahrlich nicht zu beneiden. Da versucht der Tscheche sein Füchse-Team Schritt für Schritt auf die Ende März beginnende Play-downs vorzubereiten. Und dann "klaut" ihm ein Grippevirus über fast zwei Wochen den Großteil seiner Cracks beim Training. Unter diesem Aspekt haben sich die Lausitzer am Wochenende einigermaßen achtbar geschlagen Mit erneut (grippebedingt) umgestellten Formationen besiegten die Weißwasseraner die Kaufbeurer Joker mit 2:1 und unterlagen beim "Füchse-Namensvetter" in Duisburg mit 2:4. Was gab es an positiven Fakten zu registrieren? Was muss negativ angemerkt werden?

Positiv: Wer von den EHC-Cracks einigermaßen fit war, stellte sich in den Dienst der Mannschaft und zur Verfügung. Die Moral im Füchse-Team scheint in Ordnung zu sein. Keeper Iiro Itämies bot zwei starke Spiele und ist im Moment der dringend benötigte Rückhalt. So lange die Kräfte reichten, spielten die Gelb-Blauen das vom Coach geforderte aggressive Forechecking und störten den Spielaufbau der Kontrahenten damit empfindlich. Die kämpferische Leistung war anerkennenswert. In Duisburg konnte der EHC den zweimaligen Rückstand jeweils egalisieren. Nach zwei Dritteln hieß es 2:2. Beim 2:1 gegen Kaufbeuren wurde der kostbare Vorsprung trotz schwindender Kräfte über das Schlussdrittel gerettet. Weißwasser bleibt so Tabellen-Vorletzter.

Negativ: Nur 1.025 Zuschauer (Saison-Minusrekord) wollten das Heimspiel gegen Kaufbeuren sehen. Die ausbleibenden Einnahmen aus Eintrittsgeldern fehlen an allen Ecken und Kanten.
Spielerisch blieben die Sekera-Schützlinge vieles schuldig. Über- und Unterzahlspiel sind nicht zweitligatauglich. Die Oldies (Kulabuchov, Pogodin, Timschenko, Ozellis) wirken müde und ausgebrannt. Gerade die Routiniers werden aber als "Häuptlinge" benötigt. In Duisburg traf Ex-Fuchs Falk Herzig zum vorentscheidenden 3:2. Anschließend kassierte Falk Ozellis eine Spieldauerdisziplinarstrafe und wird damit im nächsten Match (auswärts in Bremerhaven) fehlen. Wo der EHC derzeit (leistungsmäßig) wirklich steht, ist mehr denn je unklar.

Aber Zeit für Experimente ist nicht mehr. Die Abstiegsspiele werden so zum Drahtseilakt und Nervenkitzel. Für Manager Dr. Klaus Dietze besteht jedoch kein Grund zur Panik: "Der Sieg gegen Kaufbeuren war wichtig und verdient. Wie sich die Jungs ins Zeug legen und beim Trainer anbieten, das zeugt von Top-Moral. Das muss unser Trumpf werden."

Sebastian Matthieu

Quelle: www.dnn-online.de
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