Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Wochenende mit Notbesetzung recht gut überstanden
11.03.2003 | 17:07 Uhr von Sven Schimanski
Regionalliga-Jungfüchse - Meisterrunde
Am vergangenen Wochenende hatte die Regionalligamannschaft des ES Weißwasser e.V. zwei schwere Meisterschaftsspiele zu bestreiten. Am Samstag in der Lüneburger Heide, gegen den Adendorfer EC und am Sonntag an der Ostsee beim EC Timmendorfer Strand. Beide Mannschaften belegen zur Zeit obere Tabellenplätze.
Um so schwieriger wurde diese Aufgabe, denn den Jungfüchsen standen gleich zehn ! Stammspieler durch Krankheit und aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung. So musste Rainer Mann auf Spieler wie Thomas Götz und Johann Geddert aus dem DNL-Team zurück greifen , sowie auf Oliver Werlich, der gemeinsam mit Marcus Wolsch Ronny Greb ersetzen sollte, der bei der 1.Mannschaft als Reservekeeper auf der Bank saß.
Unter diesen schweren Bedingungen begannen die Lausitzer mit nur 11 Feldspielern am Samstagabend in Adendorf. Schon nach genau 2 Minuten lagen die Jungfüchse auch bereits 2:0 im Rückstand.
Die Jungfüchse mit Schlussmann Marcus Wolsch wurden kalt erwischt und konnten dem Sturmlauf der Adendorfer in den Anfangsminuten kaum standhalten. Diese Situation nutzten die Gastgeber erneut in der 13. Spielminute durch Olenberg mit einem verdeckten Schuss zum 3:0. Mit diesem Rückstand ging es in die erste Pause. Zu Beginn des Mitteldrittels kamen die Weißwasseraner couragierter aus der Kabine und suchten ihr Heil im Angriff . Adendorf war überrascht vom Weißwasseraner Druck und konnte sich zum Teil nur durch Fouls den Lausitzer Angriffsbemühungen erwehren.
Folgerichtig wurden die Jungfüchse auch belohnt, als Steinecke von der blauen Linie abzog und der Puck in der 22. Minute im Kasten der Gastgeber landete. Angespornt von diesem Tor kämpften die Jungfüchse weiter und kamen zu mehreren Möglichkeiten, die dann Thomas Götz in der 27.Minute zum 2:3 Anschlusstreffer nutzte. Doch Adendorf konnte in der 29.Minute den Zweitoreabstand durch Udo Sofian wieder herstellen.
Die 500 Adendorfer Zuschauer staunten nicht schlecht, als kurz nach Anpfiff zum letzten Drittel Sebastian Wolsch mit einem Bauerntrick Torhüter Gavrelönok überwand und es nur noch 4:3 für die Gastgeber stand. Die Jungfüchse merkten, das hier mindestens der Ausgleich möglich war und begannen nochmals mit einer Druckphase. Doch die Konter der Gastgeber waren enorm gefährlich. Es entwickelte sich ein sehr gutes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, die auf Weißwasseraner Seite von Oliver Werlich , welcher seit der 30. Minute für den bis dahin ebenfalls gut haltenden Marcus Wolsch im Tor stand, zu Nichte gemacht wurden. Dramatisch wurde es dann in den letzten Minuten. Weißwasser hatte eine 5-3 Überzahlsituation und somit die Chance zum Ausgleich. Durch eine
Undiszipliniertheit verspielte man sich leider diese Möglichkeit und kassierte eine 2 Minuten Strafe. Eine Minute vor Spielende verwandelte dann Adendorfs Stürmer Denny Böttger nach einen Konter zum 5:3 Endstand. Trotz Niederlage eine anerkennenswerte Leistung der Weißwasseraner Jungfüchse trotz dieser "Notbesetzung".

Am Sonntag gegen den EC Timmendorfer Strand begannen die Jungfüchse sehr konzentriert und mit dem festen Willen, eine hohe Niederlage gegen den Favoriten von der Küste zu vermeiden. Im ersten Spielabschnitt gelang ihnen das auch recht deutlich. Die Gastgeber bissen sich an der Abwehr und an einem sehr gut haltenden Oliver Werlich die Zähne aus . Das sehr harte und teilweise schmutzige Eishockey der Timmendorfer machte es den Jungfüchsen schwer, zu einem geordneten Spiel zu finden. Der sehr gut pfeifende Schiedsrichter ahndete alle unfairen Aktionen sofort. Trauriger Höhepunkt war ein Foul gegen Andre Koalick, als ihn Timmendorfs Stürmer Steve Pepin mit einem Schlag an den Hals kurzzeitig außer Gefecht setzte und dafür eine Spieldauer-Disziplinarstrafe erhielt. Die Jungfüchse beteiligten sich nicht an der harten Gangart und kamen so zu einigen Chancen, wie René Michalk, der frei vor dem Tor von Gästekeeper Dmitrij Zabotinskis, die Scheibe aber nicht unterbrachte. Das erste Drittel endete sensationell aus Sicht des ESW mit 0:0. Im zweiten Drittel begann Timmendorf mit einem Sturmlauf und kam dann auch folgerichtig zum Torerfolg. Eine 4:0 Vorentscheidung mussten die Jungfüchse nach 40 Minuten hinnehmen. Die Kräfte der Lausitzer schwanden nun immer mehr und man konzentrierte sich nun auf die Defensivarbeit.
Auch in den letzten 20 Minuten kämpften die Jungfüchse aufopferungsvoll. Timmendorf erspielte sich jedoch viele Chancen . So konnte Timmendorf noch drei Tore zum 7:0 Endstand von 7:0 erzielen. Mit nur zwei Reihen und den fehlenden Stammspielern war gegen die beiden Wochenendgegner nicht mehr herauszuholen. Einen positiven Trend zeigten die Nachwuchsspieler Johann Geddert und Oliver Werlich. Sie stellten wiederholt den Beweis, dass die Nachwuchsarbeit in Weißwasser weiter Früchte trägt. Positiv auch die Einstellung aller Weißwasseraner Akteure, bis zum Ende zu kämpfen. Eine Tugend, die nicht nur die Zuschauer gern sehen!

Am kommenden Wochenende steht nur ein Heimspiel im Weißwasseraner Eisstadion auf dem Programm der Jungfüchse. Am Samstag um 15.30 Uhr ist Anpfiff in der Partie gegen den Rostocker EC. Mit Hilfe vieler Zuschauer sicher eine lösbare Aufgabe.


Eishockey - Regionalliga Nord/Ost Meisterrunde

Samstag, den 08.03.2003, 19.30 Uhr, Adendorf
Adendorfer EC - ES Weißwasser 5:3(3:0,1:2,1:1)

Torschützen für den ESW: Sven Steinecke, Thomas Götz, Sebastian Wolsch
Strafminuten: AEC 28 | ESW 18+30
Zuschauer: 513

Sonntag, den 09.03.2003, 16.00 Uhr, Timmendorf
EC Timmendorfer Strand - ES Weißwasser 7:0(0:0,4:0,3:0)

Strafminuten: ECT 27+40 | ESW 20
Zuschauer: 794


Rene Just, Förderverein "Eishockeynachwuchs"e.V.
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