Die Eisarena
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Profi-Eishockey in Crimmitschau am Scheideweg?
17.03.2003 | 09:41 Uhr von
Nach dem gestrigen Spieltag stehen die letzten drei Spieltage der Hauptrunde der 2. Bundesliga auf dem Programm, wobei der ETC Crimmitschau noch zweimal zu Hause auflaufen kann. Vielleicht können die Eispiraten in diesen beiden Heimspielen gegen Heilbronn und Wolfsburg ihre Heimbilanz - die schlechteste der Liga - mit zwei Heimsiegen noch etwas aufbessern und die ETC-Anhänger vorab positiv auf die Abstiegsrunde einstimmen, um wieder mehr Zuschauer in das Sahnpark-Eisstadion locken. In letzter Zeit blieben dem Tabellenletzten und einstmaligen Zuschauerkrösus nämlich die Besucher in Scharen weg.
"Nichts ist mehr so, wie es einmal war", könnte es beim ETC Crimmitschau heißen. Zu Oberligazeiten spielten die Westsachsen stets "oben" mit. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga wurde geschafft, einige ganz Verwegene träumten sogar schon von DEL-Eishockey im Sahnpark. Die Zuschauerzahlen "boomten" und die Eishockeywelt in Westsachsen schien in Ordnung. Nach der Partie in Bad Nauheim trennen die Eispiraten nur noch drei Spiele vom sicheren Kampf gegen den Abstieg, was für den ETC eine neue Erfahrung ist. Abhängig vom Ausgang der Abstiegsrunde für die Eispiraten dürfte schließlich die sportliche Zukunft und vielleicht auch das wirtschaftliche Überleben des Eishockeyprofisports in Crimmitschau sein.
Personelle Veränderungen zeichnen sich ab. Trainer Paul Sommer steht spätestens dann zur Disposition, wenn der Westsachsenclub absteigt. Nahezu sicher scheint auch die Entscheidung von Sportdirektor Klaus Schröder zu sein, den Club nach dieser Saison zu verlassen. Da sein Vertrag beim ETC ausläuft, wird er sich wohl andernorts einer neuen Herausforderung stellen. Vor acht Jahren hatte Schröder als Nachwuchstrainer bei den Westsachsen angeheuert und sich im Laufe der Zeit den Posten eines sportlichen Leiters erarbeitet. Der umtriebige Schröder schaffte stets den Drahtseilakt, eine Mannschaft von hoher sportlicher Qualität bei vergleichsweise bescheidenen finanziellen Möglichkeiten zusammenzustellen. Ein Abstieg des Eispiraten-Teams dürfte an Schröders Image sicher einige Kratzer hinterlassen, denn dann steht vordergründig der Vorwurf in Raum, er habe doch die (Abstiegs-)Mannschaft im Wesentlichen zusammengestellt. So mitentscheidende Argumente wie beispielsweise Ausfälle durch Verletzungen und Erkrankungen innerhalb der Mannschaft oder mangelnde Fitness oder Formschwächen einzelner Akteure treten dann meist eher in den Hintergrund. Nicht zu vergessen sind jedoch Schröders unbestreitbare Verdienste um die hervorragende Nachwuchsarbeit im Sahnpark und ein erfolgreiches Profi-Eishockey mit dem Aufstieg des ETC-Teams 2001 in die 2. Bundesliga.
Sicher wird auch die Mannschaft zukünftig wieder ein neues Gesicht erhalten. Im Gegensatz zu anderen Clubs der Liga halten sich die ETC-Verantwortlichen mit Neu- oder Weiterverpflichtungen allerdings noch bedeckt. Die Gründe dafür sind wohl in noch offenen Fragen zu suchen, zum Beispiel wie der künftige Trainer heißt und wer demnächst das Amt des Sportdirektors ausübt. Auch die Finanzsituation für die kommende Saison dürfte sich noch im Schwebezustand befinden. Zwei Personalien stehen allerdings jetzt schon fest: Torwart Radek Todt ist für die kommende Saison noch vertraglich an den ETC gebunden und Eishockey-Urgestein Frank Peschke beendet definitiv seine Karriere. Der 35-Jährige, der allein 26 Jahre in Weisswasser Eishockey spielte - zunächst als Stürmer, später als Verteidiger - und erst in der letzten Saison von den Dresdener Eislöwen zu den ETC-Eispiraten wechselte, muß nun verletzungsbedingt seine Schlittschuhe an den Nagel hängen. Nach eignen Angaben wird er auch zukünftig dem Eishockeysport verbunden bleiben. Vielleicht sieht man Frank Peschke demnächst in der Eishockeyszene als Trainer oder Sportdirektor wieder.
Quelle: Hockeyweb
401 mal gelesen
 
1 | Horst Kunstgewerbe | 18.03.2003 @ 17:11
Der letzte Gedanke gefällt mir sehr gut. Peschi als Trainer ! Ich denke mir mal das es an Erfahrung jedenfalls nicht mangeln kann, ich drück ihm die Daumen.
2 | Kiesi | 18.03.2003 @ 17:36
ich glaube nicht nur das eishockey in crimmitschau, sondern auch das bei uns in wsw ist am scheideweg
3 | kojoti | 18.03.2003 @ 18:13
kiesi, sowas darf man nicht mal denken..geschweige denn aussprechen oder hinschreiben.....weil bei dem gedanken überkommt einen ja das Grauen...
4 | Horst Kunstgewerbe | 19.03.2003 @ 07:02
ausserdem sagt man: "Sprich nicht vom Teufel!"
5 | Kiesi | 19.03.2003 @ 08:19
so ´schlimm wie das ist, aber gedanken sollte man sich schon darüber machen
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