Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Martinovic wird zum Rückhalt
22.03.2003 | 10:31 Uhr von
Der Eishockey-Zweitligist Heilbronner hat seine Chancen auf das Playoff-Heimrecht gewahrt. Vor 1295 Zuschauern in der Knorr-Arena besiegten die Falken am Freitag Abend die Lausitzer Füchse mit 3:2 (1:1, 1:0, 1:1).

Sinisa Martinovic kann einem beinahe Leid tun. Da gewährt HEC-Trainer Jamie Bartman dem jungen Keeper mal wieder eine Einsatzchance, und prompt landet bereits der erste Torschuss der Lausitzer hinter ihm im Netz zur 1:0-Führung (2.) der Gäste durch Viktor Bystryantsev.
Nicht unbedingt haltbar, dennoch spiegelt die Situation trefflich die bisherigen Auftritte Martinovics in dieser Saison wieder. Mit ihm zwischen den Pfosten finden die Falken nur schwer zu ihrer Leistungsstärke.
So dauerte es zwar nur bis zur 5. Minute, bis Shawn Heaphy den 1:1-Ausgleich erzielte, die Verunsicherung konnten die Gastgeber jedoch erst in den letzten Minuten des ersten Drittels ablegen. Prompt erspielten sie sich mehrere Chancen. Erst war es Jason Becker, der an Iiro Itämies scheiterte, zwei Minuten später Stefan Mann.
Eine HEC-Führung zur ersten Pause wäre nun nicht unverdient gewesen. Denn die Gäste aus Weißwasser belästigten Martinovic in der Folge nur noch äußerst selten. Gut für den jungen Keeper, um seine Nerven wieder in den Griff zu kriegen.
Zu Beginn des zweiten Drittels bewies Martinovic endlich, dass mit ihm ein echtes Torwarttalent heranreift. Mit zwei guten Paraden sicherte er dem HEC das Unentschieden und gab dem Team Sicherheit. Plötzlich zeigten die Falken auch gute Angriffsversuche. Eine Kombination über Andrej Kaufmann und Shawn Heaphy schloss Viktor Karachun zum 2:1 (26.) ab.
Und Martinovic steigerte sich immer weiter. Mehrmals rettete er gegen alleine vor ihm auftauchende Gästestürmer. Ab der 36. Minute mussten die Heilbronner gar eine 3:5-Unterzahl überstehen. Auch hier zeigte sich Martinovic hellwach.
Keiner der Heilbronner Fans hätte sich zu diesem Zeitpunkt über den Ausgleichbeklagen dürfen. Denn nach dem 2:1 waren es die Gäste, die den Taktstock in der Hand hatten. Im letzten Abschnitt änderte sich das. Der HEC war überlegen und kam durch Patrick Vozar in Überzahl zum 3:1 (44.). Am Sieg änderte auch der 2:3-Anschluss durch Markus Kempf (47.) nichts mehr.

Die Heilbronner Falken brachten den Erfolg gegen den Tabellenvorletzten jetzt sicher über die Zeit. Martinovic ließ keinen Gegentreffer mehr zu und zeigte gewiss seine beste Saisonleistung.

Heilbronner Stimme
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