Weißwasser. Nach einer wahren Eishockey-Schlacht und am Ende mit reichlich Dusel haben die Lausitzer Eishockeyfüchse in der Play-down-Serie gegen den ESV Kaufbeuren nach Siegen zum 1:1 ausgeglichen und damit die Hoffnungen auf den Klassenerhalt bewahrt. Dem 1:3 zum Auftakt bei den Jokern folgte im Fuchsbau ein 4:3-Zittersieg nach Penaltyschießen. Bereits heute um 19.30 Uhr folgt in Kaufbeuren das dritte Aufeinandertreffen. Aus den Worten von EHC-Coach Horymir Sekera klingt Ratlosigkeit. Auch die Körpersprache des Oberfuchses deutet nicht unbedingt auf die ganz große Siegessicherheit hin. Zusammengesunken mit zittrigen Händen, hastig an seiner Zigarette saugend, analysierte der Tscheche nach den ersten beiden Play-down-Matches: "Wir haben große Probleme in Unterzahl. Deshalb warne ich meine Jungs vor Strafzeiten. Doch sie sind häufig zu langsam und unbeholfen. Vier der sechs Gegentreffer kassierten wir in Unterzahl. In Überzahl läuft auch kaum was zusammen. Zu Martin Sekera und Dirk Rohrbach finde ich einfach nicht den passenden dritten Stürmer. Alle Versuche, Kaufbeurens Spielmacher Mika Puhakka auszuschalten, sind gescheitert. Ich habe keinen Akteur, der Manndeckung beherrscht. Alexej Pogodin ist kräftemäßig am Ende. Und sobald wir ein Gegentor kassieren, flattert die Truppe komplett." Was spricht da überhaupt für den Klassenerhalt? Kämpferisch konnte der EHC überzeugen. Und wenn Keeper Iiro Itämies seine Form vom Sonntag in die restlichen Begegnungen retten kann, dann geht vielleicht doch was. Zumal sich die Joker selbst schwächten. Nach brutalen Stockfouls kassierten Daniel Rau (Stockstich) und Dominic Auger (Stockschlag) Spieldauerdisziplinarstrafen. Und das binnen 52 Sekunden! Nach einer 3:0-Führung nach 28 Minuten lagen die Lausitzer zu diesem Zeitpunkt (45.) noch 3:2 vorn. Das an Harmlosigkeit kaum zu überbietende "Powerplay" wurde nicht zur Vorentscheidung genutzt. Statt dessen glich der ESVK 87 Sekunden vor der Schlusssirene sogar aus! Da stand der EHC eigentlich schon am Abgrund. Im Penaltyschießen waren Keeper Iiro Itämies, der alle Versuche der Joker parierte, und Jörg Pohling, der als Einziger traf, die Helden.
ich find den Artikel sehr interessant, weil Sekera da mal sagt wie es wirklich aussieht :(
2 | Kiesi | 01.04.2003 @ 14:00
sehr interessante aussagen, die allerdings auch nicht viel hoffnung für die restlichen spiele machen und wenn ich das so lese könnte man wirklich taylor für pogodin spielen lassen
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(jur)
Quelle: DNN-Online.de