Förderverein sorgt sich um Zukunft der Puck-Talente / GmbH-Geschäftsführer Dietze weist «absurde Unterstellungen» zurück
Die Füchse-Profis kämpfen derzeit um das sportliche Überleben in der zweiten Bundesliga. Doch auch der Nachwuchs des Weißwasseraner Traditionsvereins sorgt sich um seine Zukunft.
Denn hinter den Kulissen tobt im Fuchsbau ein erbitterter Richtungsstreit über das künftige Konzept für die Arbeit mit den Eishockey-Kids.
Droht ein Kahlschlag oder kann man auf eine neue Qualität hoffen – das ist angesichts von finanziellen Zwängen und rückläufigen Geburtenraten die zentrale Frage, die derzeit für verhärtete Fronten zwischen dem ESW-Stammverein und der ausgegliederten Profi-Spielbe-triebs-GmbH sorgt.
Mit einem offenen Brief ging jetzt der Förderverein Eishockeynachwuchs an die Öffentlichkeit.
Nur ein Nachwuchstrainer
Darin heißt es unter anderem: «Es gibt Informationen, wonach es gravierende Änderungen zu Lasten des gesamten Nachwuchsbereiches geben soll! Wird es zukünftig nur noch einen Trainer für alle Nachwuchsmannschaften geben und alle bisherigen Trainer dürfen ihre Tätigkeit in ehrenamtlicher Funktion ausüben»»
Torsten Haack als Sprecher des Fördervereins befürchtet: «Ein Kahlschlag in der Trainerfrage ist nicht reparabel und das verkraftet die Nachwuchsarbeit nicht!»
GmbH-Geschäftsführer Dr. Klaus Dietze weist diese nach seiner Meinung «absurden Unterstellungen» mit Vehemenz zurück. Im Gespräch mit der RUNDSCHAU erklärte er: «Von Kahlschlag kann überhaupt keine Rede sein. Genau das Gegenteil ist der Fall. Wir wollen die Qualität der Nachwuchsarbeit erhöhen. Dazu gehört es aber auch, gewisse Strukturen zu überdenken und neu zu ordnen.»
Derzeit gibt es neben der Profimannschaft noch sechs Nachwuchs- und ein Damenteam unter dem Dach des ES Weißwasser. Stammverein und die rechtlich eigenständige Profiabteilung sind über einen Kooperationsvertrag verbunden.
Der ES Weißwasser erhält im Rahmen dieser Vereinbarung pro Saison 80 000 Euro von der GmbH – noch jedenfalls. Für Zweitliga-Verhältnisse ist das eine komfortable Summe, die jedoch größtenteils zur Tilgung von Altschulden verwendet werden muss und nur zu einem Bruchteil dem Spielbetrieb des Nachwuchses zugute kommt. Die Profiabteilung erhält im Gegenzug den Zugriff auf die talentiertesten Nachwuchsspieler des Vereins.
Öffentliche Ausschreibungen
Noch kursieren lediglich Denkansätze, wie das neue Nachwuchskonzept aussehen könnte. Nach RUNDSCHAU-Informationen ist aber so gut wie klar, dass die hauptamtlichen Trainerstellen zum ersten Mal öffentlich ausgeschrieben werden sollen. Bisher wurde die Vergabe vereinsintern geregelt. Klar scheint auch, dass die Regionalliga-Mannschaft nicht aus dieser Spielklasse zurückgezogen wird, denn nur hier kann man den Talenten auch weiterhin hochkarätige Wettkämpfe bieten. Daneben erhält Horymir Sekera als Trainer der Profimannschaft künftig noch mehr Kompetenzen, um auch für die Nachwuchsteams eine einheitliche spielerische Linie vorgeben zu können. Die Einzelheiten sollen am 15. April auf der Mitgliederversammlung des ESW vorgestellt werden.
Die Zusammensetzung des dort neu zu wählenden Vorstandes dürfte schließlich mit ausschlaggebend dafür sein, wie das Miteinander zwischen GmbH und Stammverein in Zukunft funktioniert.
Dietzes Zukunft
Momentan ist Dr. Klaus Dietze noch Vorstandsvorsitzender und GmbH-Geschäftsführer in Personalunion. Ob er erneut für den Vorstand des ES Weißwasser kandidieren wird, hat Dietze noch nicht entschieden: «Wenn gewährleistet ist, dass im Vorstand auch Leute sitzen, die unsere Interessen vertreten, werde ich mich eventuell ganz auf die GmbH konzentrieren.»
Also Dietze bevor du was anfängst vom Eishockey zu erzählen lerne erst einmal Schlittschu laufen.du hast evtl. Ahnung von Finanzen aber kein Schimma vom Sport.Lass die Leute das machen die einen Plan davon haben.
2 | Kiesi | 01.04.2003 @ 14:52
du sagst es ,lass das einfach die leute machen die sich damit auskennen, da haben wir wohl alle zu wenig einblick was da läuft
auch du blues-sons
3 | Frank S. | 01.04.2003 @ 15:17
Für mich ist der Herr Dietze einfach nur ein Schönredner. Die tatsächlichen Probleme werden seit Jahren von ihm nicht in Angriff genommen. Unfähige Leute in der Geschäftsstelle und im Trainerstab sind der eindeutige Beweis dafür !!!!!
4 | Bimbo | 01.04.2003 @ 16:23
Dr. Dietze hat vollkommen Recht. man muss einige Veränderungen in dieser Geldvernichtungsmaschine vornehmen. Diese alte OSSI Clique ES Weisswasser wirft ihm doch schon ewig Steine in den Weg. Unterstützung ist auch null, wenn sie denn alle solch ein
5 | Bimbo | 01.04.2003 @ 16:26
großen Sachverstand haben dannhättem sie ihm ja auch mal helfen können. Ohne Dietze wäre Eishocky TOT in WSW. Und die Schulden aus früheren Profijahren haben einige der immer noch Anwesenden zu verschulden. Einfach nur lächerlich diese Bande.
6 | Frank S. | 01.04.2003 @ 16:52
...und was hat Dietze bitte in den vergangenen Jahren im Bezug auf Veränderungen beim ESW eurer Meinung nach getan ???? Schließlich ist er nicht erst seit gestern der "Oberfuchs"...
7 | DavidH. | 01.04.2003 @ 17:58
Fakt ist das die Nachwuchsarbeit beim ESW seit langen überdacht werden muss. Da läuft vieles in falschen Bahnen und wenig sinnvoll. Es wird Zeit für neuen Wege und neue Gesichter auch im Nachwuchsbereich.
8 | rene72 | 01.04.2003 @ 19:28
Leute wie Rainer Mann haben auf einem nix auf dem Trainerstuhl zu suchen. Denn richtig Eishockey spielen kann kaum einer der Nachwuchsspieler, keine Taktik und keine Technik. Die können alle nur schnell Schlittschuh laufen. Das reicht aber nicht.
9 | matthias | 01.04.2003 @ 20:43
rene einfach mal deckel zu machen... kein einziges spiel gesehen und nur stuss labern.
10 | 201234 | 01.04.2003 @ 23:23
@rene: nur soviel an dieser stelle, ohne R. Mann gäbe es keine Nachwuchsarbeit in WSW... denk mal drüber nach und hol mal paar Info´s ein!
11 | Torsten | 02.04.2003 @ 09:58
@Bimbo: Welcher der Deiner Meinung noch Anwesenden hat denn die Schulden der letzten Jahre verursacht?
Melde Dich doch einfach mal bei mir und wir können uns per Mail unterhalten! haack@sww-online.de
12 | kojoti | 02.04.2003 @ 23:05
trotzdem isses eine Frechheit, was hier einige über den Doc ablassen. Erstens hat selbiger niemals behauptet riesigen EH-sachverstand zu besitzen, im Gegenteil. Und ohne ihn, wäre vieles nicht so wie es ist. Aber das vergessen einige scheibar gerne.
13 | Torsten | 03.04.2003 @ 11:01
Ich stelle einmal eine Frage in den Raum: WER hat denn von den GmbH- Verantwortlichen wirklich Eishockeysachverstand? Herr Dietze?, Herr Broda vielleicht??? Wenn man nur auf den Trainer vertraut gehts meistens in die Hose..-siehe Herr Anton W. ??????
14 | Bully | 06.04.2003 @ 19:58
zu 13 / Torsten: Weißt Du mein Lieber, dann schau Dich mal in der Welt um. Alles fängt heutzutage beim Geld an und bei Kontakten. Der Doc hat haufenweise solcher Kontakte hergestellt und finanziell (trotz miseralber sportlicher Leistungen) eine gute
15 | Bully | 06.04.2003 @ 20:01
Saison abgeliefert. für die Altschulden sind "altlasten" zuständig. Und genau ist es das, was dem Verein fehlt. Verkrustungen aufbrechen. Es gibt neue Trainertalente, die nur darauf warten nicht per Beziehungen sondern nach Leistung per Ausschreibung
16 | Bully | 06.04.2003 @ 20:03
geordert zu werden. Das sportliche Desaster einiger osteurop. Herren kann nicht nur dem Doc angelastet werden. Glaubt mir, der legt sich mehr ins Zeug als manch anderer !!!
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Die Füchse-Profis kämpfen derzeit um das sportliche Überleben in der zweiten Bundesliga. Doch auch der Nachwuchs des Weißwasseraner Traditionsvereins sorgt sich um seine Zukunft.
Denn hinter den Kulissen tobt im Fuchsbau ein erbitterter Richtungsstreit über das künftige Konzept für die Arbeit mit den Eishockey-Kids.
Droht ein Kahlschlag oder kann man auf eine neue Qualität hoffen – das ist angesichts von finanziellen Zwängen und rückläufigen Geburtenraten die zentrale Frage, die derzeit für verhärtete Fronten zwischen dem ESW-Stammverein und der ausgegliederten Profi-Spielbe-triebs-GmbH sorgt.
Mit einem offenen Brief ging jetzt der Förderverein Eishockeynachwuchs an die Öffentlichkeit.
Nur ein Nachwuchstrainer
Darin heißt es unter anderem: «Es gibt Informationen, wonach es gravierende Änderungen zu Lasten des gesamten Nachwuchsbereiches geben soll! Wird es zukünftig nur noch einen Trainer für alle Nachwuchsmannschaften geben und alle bisherigen Trainer dürfen ihre Tätigkeit in ehrenamtlicher Funktion ausüben»»
Torsten Haack als Sprecher des Fördervereins befürchtet: «Ein Kahlschlag in der Trainerfrage ist nicht reparabel und das verkraftet die Nachwuchsarbeit nicht!»
GmbH-Geschäftsführer Dr. Klaus Dietze weist diese nach seiner Meinung «absurden Unterstellungen» mit Vehemenz zurück. Im Gespräch mit der RUNDSCHAU erklärte er: «Von Kahlschlag kann überhaupt keine Rede sein. Genau das Gegenteil ist der Fall. Wir wollen die Qualität der Nachwuchsarbeit erhöhen. Dazu gehört es aber auch, gewisse Strukturen zu überdenken und neu zu ordnen.»
Derzeit gibt es neben der Profimannschaft noch sechs Nachwuchs- und ein Damenteam unter dem Dach des ES Weißwasser. Stammverein und die rechtlich eigenständige Profiabteilung sind über einen Kooperationsvertrag verbunden.
Der ES Weißwasser erhält im Rahmen dieser Vereinbarung pro Saison 80 000 Euro von der GmbH – noch jedenfalls. Für Zweitliga-Verhältnisse ist das eine komfortable Summe, die jedoch größtenteils zur Tilgung von Altschulden verwendet werden muss und nur zu einem Bruchteil dem Spielbetrieb des Nachwuchses zugute kommt. Die Profiabteilung erhält im Gegenzug den Zugriff auf die talentiertesten Nachwuchsspieler des Vereins.
Öffentliche Ausschreibungen
Noch kursieren lediglich Denkansätze, wie das neue Nachwuchskonzept aussehen könnte. Nach RUNDSCHAU-Informationen ist aber so gut wie klar, dass die hauptamtlichen Trainerstellen zum ersten Mal öffentlich ausgeschrieben werden sollen. Bisher wurde die Vergabe vereinsintern geregelt. Klar scheint auch, dass die Regionalliga-Mannschaft nicht aus dieser Spielklasse zurückgezogen wird, denn nur hier kann man den Talenten auch weiterhin hochkarätige Wettkämpfe bieten. Daneben erhält Horymir Sekera als Trainer der Profimannschaft künftig noch mehr Kompetenzen, um auch für die Nachwuchsteams eine einheitliche spielerische Linie vorgeben zu können. Die Einzelheiten sollen am 15. April auf der Mitgliederversammlung des ESW vorgestellt werden.
Die Zusammensetzung des dort neu zu wählenden Vorstandes dürfte schließlich mit ausschlaggebend dafür sein, wie das Miteinander zwischen GmbH und Stammverein in Zukunft funktioniert.
Dietzes Zukunft
Momentan ist Dr. Klaus Dietze noch Vorstandsvorsitzender und GmbH-Geschäftsführer in Personalunion. Ob er erneut für den Vorstand des ES Weißwasser kandidieren wird, hat Dietze noch nicht entschieden: «Wenn gewährleistet ist, dass im Vorstand auch Leute sitzen, die unsere Interessen vertreten, werde ich mich eventuell ganz auf die GmbH konzentrieren.»
Quelle: Lausitzer Rundschau