Dresden. Sportlich haben die Eislöwen in den letzten Wochen bei den Dresdner Eishockey-Fans viel Freude ausgelöst. Und auch von der GmbH gab es kürzlich erst die erfreuliche Botschaft, dass trotz aller Widrigkeiten diese Saison wirtschaftlich nun doch mit schwarzen Zahlen abgeschlossen werden kann. Doch leider ist nicht alles "eitel Sonnenschein". Denn es scheint jetzt definitiv festzustehen: Der Verein ESC Dresden ist wohl nicht mehr zu retten.Wenn die Eislöwen ihr letztes Spiel in dieser Saison absolviert haben, müssen Präsidentin Barbara Lässig und ihr Vize, Rechtsanwalt Harald Baumann-Hasske, das Buch endgültig zuschlagen. Die Schulden des ESCD sollen sich auf knapp 600000 Euro belaufen. "Die Gespräche mit unseren Hauptgläubigern sind negativ verlaufen", begründet Barbara Lässig, die vor zwei Jahren mit Baumann-Hasske angetreten war und den ESCD entschulden wollte. Warum hat das nicht funktioniert? Lässig: "Die üblichen 100 Tage Schonzeit gab es für uns nicht, sondern unmittelbar nach unserem Amtsantritt sind die Eisschnellläufer und Short Tracker ausgetreten. Damit haben wir viele Mitglieder verloren. Das Schlimmste aber war, dass uns nach nur drei Monaten die Gemeinnützigkeit aberkannt wurde. Das heißt, wir konnten eigentlich keine neuen Mitglieder aufnehmen, keine Spendenquittungen ausstellen und vieles mehr."
Da erhebt sich die Frage, warum das Buch beim ESCD nicht schon eher zugeklappt wurde. Die Präsidentin dazu: "Damals gab es noch die Regelung, dass die Lizenz für die Oberliga-Mannschaft ausschließlich an den Verein vergeben wird. Wir wollten Eishockey jedoch nicht gefährden." Inzwischen kann auch die GmbH die Lizenz beantragen. Allerdings steht die Bedingung dahinter, dass es einen Stammverein gibt, der nicht in Insolvenz geht. Ist also der Forstbestand des Dresdner Eishockeys doch gefährdet.. Lässig: "Nein. Es gab Vorgespräche mit Verantwortlichen des DEB und am Mittwoch wird DEB-Präsident Uli Esken zu einem Gespräch bei Ingolf Roßberg erwartet. Ich hoffe auf einen Kompromiss."
Die Weichen für die Zukunft sind bereits gestellt. Denn heute Abend soll im Chiaveri ein neuer Verein gegründet werden. Barbara Lässig will sich dabei wieder um den Präsidentenposten bewerben. Aber es gibt auch einen Gegenkandidaten. Es ist Knut Ringat, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Oberelbe, der seit langem die Eislöwen stark unterstützt. Seine Bereitschaft zur Mitarbeit im neuen Präsidium hat auch eine einstige Eishockey-Legende erklärt. Der 299-fache ehemalige DDR-Nationalspieler Dieter Frenzel, der seit einem Jahr in Dresden wohnt. Der 47-Jährige hatte 1996 die Eishockeystiefel an den Nagel gehängt und arbeitete u.a. in Selb, Hannover und Hamburg als Trainer, stand auch im Nachwuchsbereich als Coach in Diensten des DEB und kennt sich natürlich im Eishockeygeschäft bestens aus.
1 | kojoti | 09.04.2003 @ 10:01
na des is ja och bitter
2 | wäsche | 09.04.2003 @ 10:08
ey was machen denn die Eishockeyvereine immer falsch. Dauernde Insolvenzen und fehlende Kohle. Wo man hinhört immer das gleiche. Geht es denn in diesem Land wirklich nur den Bayern, Dortmund und den Kölner Haien gut?
3 | Palexo | 09.04.2003 @ 14:14
Ich finde es echt schade wenn auch in DD der Eishockeysort verschwindet, was soll aus unserer Region nur werden? sind wir nächstes Jahr dran? das weiß keiner, und ich hoffe mal das es in den neuen Bundesländern mehr als Ein hohen Eishockeyclub gibt!!
4 | MikeMussina | 09.04.2003 @ 15:05
In der Zeitnung steht doch, das der ESC betroffen ist, aber nicht die GmbH
Eislöwen. Wat denn nu?
Ich finds zum ko*** was im Euishockey so los ist. Da hab ich gedacht es kommt mal eine Bereicherung aus dem Osten in die 2.Buli und nun ?
5 | oli81 | 09.04.2003 @ 15:14
is doch überall das selbe...ob eishockey oder fußball....glaube der osten braucht noch jahre um wieder mehere spitzenmannschaften ganz nach oben zu bekommen. es mangelt hier eindeutig an der infrastruktur und demzufolge auch die vielen sponsoren...
6 | Landskronspezi | 09.04.2003 @ 16:23
soweit ich das verstanden hab, is das in dresden halb so wild da die gmbh ja nich betroffen ist und ein neuer verein ja schon gegründet wird, also dürften sie auch dann aufsteigen, sofern sie das packen, was ich ja hoffe
7 | manni | 11.04.2003 @ 16:09
das kommt davon wenn man spieler verpflichtet die man sich eigentlich nicht leisten kann...die vereine können die spieler nur bei sportlichem erfolg bezahlen...da hat DD wohl etwas falsch spekuliert.....hmmm pech gehabt kann ich da nur sagen...
8 | Mozart | 11.04.2003 @ 17:21
@manni Und was war letztes Jahr mit uns??? Trotz sportlichem Erfolg insolvent??? Was mir zu denken gibt, DD hat Kasperczyk von Tölz verpflichtet... Ciao Mozart!
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Da erhebt sich die Frage, warum das Buch beim ESCD nicht schon eher zugeklappt wurde. Die Präsidentin dazu: "Damals gab es noch die Regelung, dass die Lizenz für die Oberliga-Mannschaft ausschließlich an den Verein vergeben wird. Wir wollten Eishockey jedoch nicht gefährden." Inzwischen kann auch die GmbH die Lizenz beantragen. Allerdings steht die Bedingung dahinter, dass es einen Stammverein gibt, der nicht in Insolvenz geht. Ist also der Forstbestand des Dresdner Eishockeys doch gefährdet.. Lässig: "Nein. Es gab Vorgespräche mit Verantwortlichen des DEB und am Mittwoch wird DEB-Präsident Uli Esken zu einem Gespräch bei Ingolf Roßberg erwartet. Ich hoffe auf einen Kompromiss."
Die Weichen für die Zukunft sind bereits gestellt. Denn heute Abend soll im Chiaveri ein neuer Verein gegründet werden. Barbara Lässig will sich dabei wieder um den Präsidentenposten bewerben. Aber es gibt auch einen Gegenkandidaten. Es ist Knut Ringat, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Oberelbe, der seit langem die Eislöwen stark unterstützt. Seine Bereitschaft zur Mitarbeit im neuen Präsidium hat auch eine einstige Eishockey-Legende erklärt. Der 299-fache ehemalige DDR-Nationalspieler Dieter Frenzel, der seit einem Jahr in Dresden wohnt. Der 47-Jährige hatte 1996 die Eishockeystiefel an den Nagel gehängt und arbeitete u.a. in Selb, Hannover und Hamburg als Trainer, stand auch im Nachwuchsbereich als Coach in Diensten des DEB und kennt sich natürlich im Eishockeygeschäft bestens aus.